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Anbieter Teil 2

20.08.2009 | 10:01 Uhr |

Paysafecard
Die paysafecard ist eine Prepaid-Karte für das Internet. Sie kann in vielen Geschäften und Handykarten-Automaten mit den Werten 10, 25, 50 oder 100 Euro erworben werden. Sie wird von der Commerzbank AG herausgegeben und ist die erste Prepaid-Karte für Internet-Zahlungen in Europa. Auf der Internetseite wird angegeben, dass mit der Paysafecard auf über 2.500 Webshops gezahlt werden kann, angegeben sind dort aber nur einige. Laut Paysafecard Wertkarten AG wurden seit 2000 bereits 8 Millionen Paysafecards verkauft, davon im Jahr 2007 alleine 4 Millionen.

Händler: Erschließung neuer Kundengruppen, die keine persönlichen Daten bekanntgeben wollen, bestimmte Zahlungsmittel (z.B.: Kreditkarte oder Konto) nicht besitzen oder die Benutzung von Prepaid-Karten bevorzugen (Jugendliche). Zahlungssicherheit, da es sich um eine Prepaid-Karte handelt. Geeignet auch für kleine Beträge (Micropayment), keine Rückabwicklungskosten (wie etwa bei einer Kreditkarte) wegen Zahlungsgarantie. Die Paysafecard gibt es für volljährige Käufer und in einer Variante für Minderjährige, die damit ausschließlich auf jugendfreien Websites einkaufen können – so können Eltern Ausgaben der Kinder besser kontrollieren. Die Paysafecard kann als Werbemittel eingesetzt werden, indem sie gebrandet wird. In manchen Online-Bereichen ist die paysafecard dagegen nicht sehr verbreitet und genießt einen weniger hohen Bekanntheitsgrad. Ist keine Paysafecard oder kein ausreichendes Guthaben verfügbar, dann wird die Kaufentscheidung verzögert und könnte ganz entfallen. Als alleinige Bezahlmethode ist die Paysafecard deshalb nicht zu empfehlen. In ländlichen Gebieten sind Verkaufsstellen nicht flächendeckend vorhanden, wie die Verkaufsstellensuche zeigt (s. Links).

Kunden: Es wird kein Konto und keine Kreditkarte benötigt und es müssen keine persönlichen Daten angegeben werden, weshalb die Anonymität bei diesem Bezahldienst im Vordergrund steht. Die Nutzung der Paysafecard ist für den Nutzer kostenlos. In vielen Regionen, jedoch in ländlichen Regionen nicht immer, ist eine gute Verfügbarkeit gegeben (190.000 Verkaufsstellen in Europa, darunter in Tankstellen, Drogerien und Lotto-Annahmestellen). Die paysafecard kann mit einem Passwort gesichert werden und ist unbegrenzt gültig - wobei laut AGB eine Verwaltungsgebühr von monatlich 2 Euro abgezogen werden kann, wenn ein Guthaben ab Beginn des 25. Monats nach erster Benutzung noch besteht, ab dem 37. Monat nach dem aufgedruckten Produktionsdatums soll diese Gebühr in jedem Fall erhoben werden. Man kann in Teilbeträgen bezahlen und mehrere Karten können kombiniert werden. Die Karte kann sehr einfach durch die Eingabe des 16-stelligen PIN-Codes eingesetzt werden. Ein vorhandenes Guthaben kann nicht überschritten werden (Kostenkontrolle). Auf der Website der Paysafecard sind nur wenige Webshops angegeben und diese sind hautsächlich in bestimmten Bereichen angesiedelt (Games, Erotik, Wetten). Onlinekauf möglich, etwa bei wertkartenverkauf.com oder bei eBay.

Kosten: Auf der Internetseite paysafecard.com Wertkarten Vertriebs GmbH finden sich keine Angaben zu den Konditionen für Händler, die diese Zahlungsmethode anbieten wollen. Vertragsangebote kann man über die Internetseite anfordern (siehe Links). Auf Nachfrage der PC-Welt wurden nähere Angaben zu den Händler-Konditionen nicht gemacht.

Links:
Website
Verkaufsstellen
Akzeptanzstellen
Installation für Webshops
AGB der Paysafecard
Vertragsangebot anfordern
Chatsupport (über den Link unten)

NEU: Das Cash-Ticket
Ganz neu ist eine Variante einer Prepaidkarte: Das . Dabei fallen, im Gegensatz zur paysafecard, immer zusätzlich 2 Euro Gebühren für den Käufer einer solchen Karte an. Das Cash-Ticket kann im Wert von €10, €20, €50, €100 und €150 erworben werden und es ist speziell für die Bereiche Online-Shopping, Reisen und Ticketverkauf gedacht. Die Anbindung von Webshoppartnern und Verkaufsstellen ist momentan im Aufbau, weitere Informationen erhalten Sie auf der Website von . Im Unterschied zur Paysafecard trägt der Kunde durch die aufgeschlagene Gebühr (2 Euro) einen Teil der Kosten und die Konditionen für die anbietenden Händler sind günstiger als etwa bei der Paysafecard. Bis zum September 2009 ist das Anbieten der Bezahlung per Cash-Ticket für den Händler sogar völlig kostenlos. Dadurch soll Händlern das risikolose Testen dieser Bezahlvariante ermöglicht werden. Nähere Informationen zu den dann fälligen Gebühren für den Händler waren auf Nachfrage nicht erhältlich. Angebote können Händler auf der Internetseite von Cash-Ticket anfordern.

Web.Cent
Es handelt sich bei Web.Cent um ein virtuelles Zahlungsmittel, mit dem Kunden einfach über Ihren Web.de-Benutzernamen und Ihr Passwort Inhalte und Dienste im Internet bezahlen können. Laut Web.de liegt die Nutzerzahl bereits bei 6 Millionen. Die Besonderheit ist, dass Web.Cent in der Art eines Bonusprogramms auch ohne direkte Bezahlung gesammelt werden können.

Händler: WEB.CENT sind attraktiv, weil WEB.DE-Nutzer diese Online-Währung auch sammeln können, etwa durch Einkäufe bei bestimmten Partnern. Somit steht den Kunden eine virtuelle Währung zur Verfügung, die für den Einkauf im Internet verwendet werden kann. Web.Cent stehen allerdings ausschließlich Nutzern von Web.de zur Verfügung, ein Freemail-Account bei Web.de ist allerdings kostenlos und umfasst automatisch ein Konto für Web.Cent. Außer für die Dienste von Web.de können Web.Cent noch bei weiteren 34 Partnern, darunter die PC-Welt, verwendet werden, wie man der Partnerübersicht entnehmen kann (siehe Links).

Kunden: Für Kunden ist die Nutzung von Web.Cent kostenlos. Hat man ein E-Mail-Konto bei Web.de, kann man mit Benutzername und Passwort automatisch auch die Zahlung mit Web.Cent verwenden. Web.Cent sind auch verwendbar für den Versand von SMS, MMS und Fax über Web.de. Web.Cent können auch unproblematisch auf ein anderes Web.de-Konto übertragen werden. Web.Cent können gekauft werden, indem man per Überweisung, Lastschrift oder Bareinzahlung sein Web.Cent-Konto auflädt. Nachteil ist hier, dass eine direkte Bezahlung nu stattfinden kann, wenn genug Web.Cents auf dem eigenen Konto vorhanden sind. Ansonsten müssen diese erst aufgeladen werden. 1 Euro entspricht 100 Web.Cent.

Kosten: Monatliche Grundgebühren oder Anmeldegebühren fallen für Anbieter dieser Bezahlmethode nicht an. Je nach Umsatz werden zwischen 18 und 30 Prozent der Forderungen einbehalten. Eine Kunden-Stornierung durch das Callcenter wird mit 3,48 Euro pro Fall berechnet. Als Mehrwertleistungen werden statistische Auswertungen, fexible Tariffierungsmöglichkeiten und eine Platzierung des Händlers im Web.Cent-Portal angeboten.

Links:
Web.Cent-Startseite
WEB.DE-Partnerübersicht

Wirecard
Bei der Wirecard handelt es sich um eine besondere Form einer Prepaidkarte. Diese nutzt das weltweite Kreditkarten-Netzwerk von MasterCard, ist aber als Prepaidkarte beschränkt auf den aufgeladenen Betrag.

Händler: Bezahlmöglichkeiten über das MasterCard-Netzwerk, das weit verbreitet ist. Händler müssen keine besonderen Voraussetzungen schaffen, um Kunden die Bezahlung mit Wirecard zu ermöglichen. Bietet man die Bezahlung per MasterCard an, ist automatisch auch eine Bezahlung per Wirecard möglich.

Kunden: Bezahlt werden kann überall dort, wo die MasterCard akzeptiert wird. Wenn der Kunde einen Betrag auf sein Wirecard-Konto einzahlt, erhält er die Daten für eine virtuelle MasterCard, mit der er in Höhe des Guthabens im Internet bezahlen kann. Es sind auch Überweisungen an andere Wirecard-Konten möglich (bis zum 31.12.2008 kostenlos, danach 1 Euro pro Überweisung). Nach der Anmeldung kann man als Kunde die Wirecard zu einer Wirecard plus erweitern lassen, indem man sich vollständig identifiziert und einen seperaten Kontoantrag zusendet. Die Wirecard plus bietet verschiedene Vorteile wie ein unbegrenztes Umsatzlimit und die Einzahlungsmöglichkeit von Fremdkonten. Weitergehende Sicherheitsfunktionen werden nicht angeboten.

Kosten: Für Kunden ist die Ausstellung einer virtuellen MasterCard kostenlos. Es entstehen nur Gebühren, wenn in einer fremden Währung bezahlt wird und für Einzahlungen je nach gewählter Methode. Die Einzahlung per Überweisungen ist bis zum 31.12.2008 kostenlos, danach entsteht eine Gebühr von 1 Euro pro Überweisung. Die Einzahlung per Lastschrift und Kreditkarte wird ebenfalls mit einer prozentualen Gebühr berechnet (für genau Kosten siehe Links). Die Gebühren für anbietende Händler entsprechen denen, die normalerweise für eine Bezahlung per Kreditkarte berechnet werden, da die bestehende MasterCard-Akzeptanz verwendet wird.

Links:
Website
Gebühren für Kunden
Fragen und Antworten zur Wirecard

Moneybookers
Dieser Bezahldienst ermöglicht, ähnlich wie PayPal, Sofortüberweisungen für das Bezahlen im Internet. Es handelt sich jedoch um ein Prepaid-System, der Kunde muss also zuerst Geld auf sein Moneybookers-Konto einzahlen, um dieses nutzen zu können .

Händler: Die Überweisung eines Kunden kann nicht storniert werden und ist deshalb sicherer. Alle Zahlungen werden sofort geleistet und auf dem Moneybookers-Konto gutgeschrieben. Das Geld kann auf das eigene Bankkonto überwiesen werden, sobald es empfangen wird (siehe Kosten). Betrugs- und Rückbuchungsschutz kann auf Anfrage extra bestellt werden. Eine HTML-Schnittstelle steht für die Integration zur Verfügung. Transaktionsaufzeichnungen können von Anbieter einfach eingesehen werden. Die Integration des Zahlungsdienstes auf einer Website ist nicht unbedingt nötig, da Zahlungen auch direkt an die Mail-Adresse des Anbieters erfolgen können und diesem dann per Mail bestätigt werden.

Kunden: Eine Überweisung kann nicht storniert werden. Über ein Moneybookers-Konto kann auch an beliebige Personen Geld verschickt werden, dabei muss der Empfänger kein Konto besitzen. Er erhält in diesem Fall eine E-Mail mit Informationen, wie er ein Konto erstellen und über das Geld verfügen kann. Die Bezahlung mit Moneybookers ist anonym (wenn keine Versandadresse angegeben wird, also etwa bei digitalen Gütern).

Kosten: Die Kosten für einen Anbieter ergeben sich aus Transaktionsgebühren von 1 Prozent (bis zu 0,50 Euro). Ansonsten entstehen keine zusätzlichen Kosten wie Anmeldungsgebühren oder monatliche Gebühren. Das Abheben von Geld auf ein Konto oder eine Kreditkarte kostet eine pauschale Gebühr von 1,80 Euro.

Links:
Shopping Directory
Länderspezifische Gebühren

Google Checkout
Auch Google bietet einen Bezahldienst an, der sich Google Checkout nennt. Dieser Bezahldienst ist allerdings in Deutschland noch nicht verbreitet. So finden sich auf der Goggle-Checkout-Seite nähere Informationen nur in englischer Sprache und eine Suche für Anbieter der Bezahlmethode fehlt im Gegensatz zur englischen und amerikanischen Seite.

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