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Anbieter Teil 1

20.08.2009 | 10:01 Uhr |

Im Folgenden stellen wir Ihnen die bekanntesten in Deutschland verfügbaren Online-Bezahldienste für das Internet vor. Sie finden hier allgemeine Informationen und eine Auflistungen der Vorteile für den Händler und den Kunden. Auf diese Weise können Sie sich einen guten Überblick darüber verschaffen, welche Bezahldienste für die eigenen Zwecke in Frage kommen. Da Händler die Kosten der Online-Bezahldienste fast immer selbst tragen müssen, sollten sie sich über die jeweiligen Konditionen genau informieren, um die Preise entsprechend planen zu können. Zu jedem Anbieter finden Sie deshalb zusätzlich Informationen zu den Kosten.

ClickandBuy
Kleine Beträge schnell und sicher bezahlen. Eines der führenden Zahlungssysteme im Internet heißt ClickandBuy, ehemals auch unter dem Namen Firstgate bekannt. Schon mehr als 14.000 Händler nutzen diesen Service. ClickandBuy wird unter anderem auch von PC-Welt, Stiftung Warentest, iTunes und McAfee eingesetzt.

Händler: Rückhalt durch viele renommierte Nutzer, weltweit werden 46 Bezahlmethoden unterstützt, internationale Verfügbarkeit und integrierte Buchhaltung. Gerade im Bereich des Micropayments, also etwa für Download-Käufe mit geringem Preis, bietet sich dieses Bezahlsystem an und wurde ursprünglich auch speziell für diesen Anwendungsbereich entwickelt. Der Service ClickandBuy DIREKT bietet angemeldeten Händlern die Möglichkeit, Kunden die direkte Zahlung über Giropay (Deutschland), Sofortüberweisung (Deutschland und Österreich), EPS Online-Überweisung (Österreich) und iDEAL (Niederlande) anzubieten. Nach der Bezahlung wird das Geld dann unmittelbar auf dem ClickandBuy-Konto gutgeschrieben.

Kunden: Die Benutzung ist für den Kunden kostenlos. Einfache Handhabung, einmalige Anmeldung mit vielen möglichen Bezahlmethoden (z.B. Lastschrift, ELV, Kreditkarte, Überweisung, Einzahlung, Guthaben), weite Verbreitung. Weitergehende Sicherheitsfunktionen (etwa TANs oder Security-Token, siehe Seite 5) gibt es nicht.

Kosten: Auf der Internetseite von ClickandBuy sind die Konditionen für Händler als Anbieter der Bezahlmethode übersichtlich aufgelistet. Für Händler von physikalischen Waren und digitalen Inhalten fallen jeweils 2,9 Prozent + 0,35 Euro pro Transaktion an, daneben 19,95 Euro Anmeldegebühr und eine monatliche Grundgebühr von 19,95 Euro. Für Stornierungen durch das Callcenter werden pauschal 6 Euro pro Fall berechnet. Die Ausbuchung eines Nutzers, von dem die verursachten Beträge nicht beigebracht werden können, wird mit 6 Euro berechnet. Service-, Support-, Registrierungs- und Callcenter-Kosten werden zusätzlich auf die Anbieter umgelegt: Pro registriertem Nutzer, der kostenpflichtige Angebote des Anbieters nutzt, sind 0,10 Euro pro Jahr fällig. Bei allen Preisen handelt es sich um Netto-Preise. Die bisher bekannten Gebührenvarianten, genannt Basic- und Premium-Account, sind nicht mehr verfügbar.

Links:
Website
Konditionen und Registrierung für Anbieter
Shopsysteme mit integriertem ClickandBuy
FAQs für Anbieter
ClickandBuy Spenden-Modul

PayPal
Bekannt durch eBay ist dessen Tochtergesellschaft PayPal. Für Einkäufe bei eBay hat dieser Bezahldienst nahezu eine Monopolstellung. Bietet Käuferschutz und Verkäuferschutz. Es finden sich im Internet auch viele kritische Berichte.

Händler: Bei eBay der einzige durchgängig verfügbar Online-Bezahldienst. Mit Käufer- und Verkäuferschutz, wobei die jeweiligen Bedingungen beachtet werden müssen (siehe Links). Insgesamt hoher Bekanntheitsgrad. PayPal gibt auf seiner Website an, dass allein in Deutschland bereits 5 Mio. PayPal-Konten bestehen und weltweit 100.000 Onlineshops diese Bezahlmethode integriert haben. Die angebotenen Sicherheitsfunktionen steigern das Vertrauen der Kunden. Der Verkäufer erhält sofort eine Bezahlungsbestätigung und kann dadurch die Ware schneller verschicken.

Kunden: Für den Kunden kostenlos. Eine sofortige Zahlungsbestätigung macht den schnellen Versand der Ware möglich. Für Einkäufe bei eBay kaum zu umgehen, auch in vielen anderen Webshops verfügbar, insgesamt großer Bekanntheitsgrad. Sicherheitsleistungen wie Käuferschutz werden angeboten, sind aber mit Bedingungen verbunden, die vorher bedacht werden sollten (siehe Links). Erhöhte Sicherheit durch Sicherheitsschlüssel möglich (siehe Seite 5 dieses Ratgebers). Außerdem können Kunden an andere Personen Geld versenden – und das kostenlos in 190 Ländern. Das funktioniert an jede beliebige Mail-Adresse unabhängig davon, ob bereits vorher ein Konto bei PayPal besteht oder nicht.

Kosten: Für Anbieter der Bezahlmethode entstehen keine Anmeldegebühren oder monatliche Grundgebühren. Die Gebühren sind abhängig von den Transaktionen und liegen bei Zahlungen aus Deutschland je nach Umsatz zwischen 1,2 und 1,9 Prozent des jeweiligen Warenwertes zuzüglich einer Pauschale von 0,35 Euro. Zahlungen aus dem Ausland werden zwar mit 3,2 bis 3,9 Prozent des jeweiligen Warenwertes berechnet – dafür sind sie aber unproblematisch möglich und PayPal ist in vielen Ländern etabliert. Deshalb bietet sich dieser Online-Bezahldienst besonders für Händler mit vielen Kunden aus anderen Ländern an.

Links:
Website
Bedingungen für Käuferschutz
Bedingungen für Verkäuferschutz
Sicherheitsfunktionen
Gebührenübersicht
Informationen zur Integration in Webshops
Shops die PayPal anbieten

T-Pay
Bezahldienst von der Telekom. Die Bezahlung ist über die Telekomrechnung möglich, daneben aber auch per Online-Überweisung, MicroMoney oder Kreditkarte. Informationen zu der Möglichkeit auch per Telefonanruf zu bezahlen, finden Sie auf der Seite 4 dieses Ratgebers.

Händler: Hoher Bekanntheitsgrad der Telekom, T-Pay ist dagegen nicht so weit wie andere Bezahldienste verbreitet. Verschiedene Bezahlvarianten machen das Angebot für verschiedene Verwendungszwecke interessant (siehe Links). Die potentielle Reichweite der Bezahlmöglichkeiten mit T-Pay erstreckt sich auf 30 Millionen Festnetzanschlüsse und 9 Millionen T-Online-Benutzer, wie auf der Internetseite der Telekom angegeben wird. Zusätzlich können Händler in die T-Pay-Einkaufswelt aufgenommen werden, die monatlich in einem Newsletter beworben wird. T-Pay bietet zur Überwachung der Transaktionen zusätzliche Funktionen im Händlerbereich an.

Kunden: Für den Kunden kostenlos. Die Bezahlung ist über die Telekomrechnung am Ende des Monats möglich. Die Telekom genießt einen hohen Bekanntheitsgrad, die Bezahlung mit T-Pay ist dagegen nicht so weit verbreitet wie andere Bezahldienste bzw. oft in bestimmten Nischen (Date- und Flirt-Seiten) anzutreffen. Eine Übersicht über getätigte Käufe und entstandene Kosten kann jederzeit online abgerufen werden. Mit der Variante MicroMoney (siehe Links) kann auch ohne Anmeldung und anonym bezahlt werden. Die Erstellung eines separaten T-Pay-Accounts entfällt für T-Online-Kunden, ein Login ist über den sogenannten Netzausweis möglich. Die persönlichen Zugangsdaten werden aus Sicherheitsgründen auf dem Postweg zugesendet, vorher ist die Nutzung von T-Pay nur eingeschränkt möglich. Weitergehende Sicherheitsfunktionen werden nicht angeboten.

Kosten: Die Gebühren variieren je nach Bezahlvariante. Genauere Informationen zu den einzelnen Kosten finden Händler in der Händlerbroschüre .

Links:
Website
Händlerbroschüree mit Gebührenliste
Überblick über die Bezahlvarianten mit Nennung der Partner
Informationen zur Variante MicroMoney
Anmeldeinformationen für Händler

giropay
Bei giropay handelt es sich um ein von der deutschen Kreditwirtschaft entwickeltes Bezahlsystem. Die Bezahlung mit giropay funktioniert über eine direkte Verbindung zum Onlinebanking-Konto des Käufers und wurde speziell für Zahlungen im Internet entwickelt. Der Kunde gibt einfach seine Bankleitzahl ein und wird dann direkt zu seiner Bank weitergeleitet, wo er sich wie gewöhnt mit seiner PIN und seinem Passwort anmeldet. Das Überweisungsformular muss dann mit einer TAN bzw. der von der jeweiligen Bank angebotenen Methode bestätigt werden. Giropay ist laut Anbieter-Check (siehe Links) momentan in 813 Onlineshops verfügbar und kann von Kunden indirekt auch über die Bezahldienste PayPal, Moneybookers und ClickandBuy in weiteren 10.000 Shops als Bezahlmethode genutzt werden.

Händler: Sofortige Zahlungsbestätigung und dadurch Zeitvorteil gegenüber einer normalen Überweisung/Lastschrift. Hohe Zahlungssicherheit wegen direkter Zahlung über die Hausbank des Kunden. Vertrauensgewinn beim Kunden, da dieser direkt über seine eigene Bank bezahlen kann und den Vorgang des Onlinebankings bereits kennt. Mit einem Konto bei einer der teilnehmenden Banken steht die Zahlungsmethode laut Angabe auf der Internetseite von giropay bereits 17 Millionen Onlinebanking-Kunden von Sparkassen, Postbank, Volksbanken Raiffeisenbanken sowie MLP-Bank, Cronbank und Ready-Bank zur Verfügung. Dazu sei das System offen und weitere Banken können sich unproblematisch anschließen, außerdem sei es einfach in bestehende Shopsysteme zu integrieren. Aufgrund der direkten Zahlung entstehen keine Rückbelastungskosten. Durch vorausgefüllte Formulare (Daten des Händlers) können Eingabefehler von Seiten der Kunden vermieden werden. Negativ ist das untransparente Gebührensystem (siehe Kosten).

Kunden: Schneller Versand, da die Zahlung sofort bestätigt wird. Daten müssen nicht auf der Website des Verkäufers eingegeben werden, sondern auf der Seite der eigenen Bank. Diese Prozedur ist vom herkömmlichen Onlinebanking bekannt und ist schnell. Sicherheitsrisiko mindestens genauso vorhanden wie beim Onlinebanking (Phishing) und bei unseriösen Websites theoretisch verstärkt, da eine Weiterleitung auf eine falsche Seite denkbar ist und unter Umständen nicht vom User erkannt werden kann (siehe auch Seite 4 dieses Ratgebers). Nutzung nur möglich, wenn die eigene Bank giropay unterstützt (siehe Links). Kostenfrei, sofern die Hausbank oder Sparkasse keine Entgelte für Online-Überweisungen erhebt, denn dann gelten diese auch für Transaktionen mit giropay.

Kosten: Auf der Internetseite finden sich keine Angaben zu den Kosten, die dem Händler entstehen. Es wird darauf verwiesen, dass Grundvoraussetzung ein giropay-Acquirer als kaufmännisches Bindeglied zwischen dem giropay-Betreiber und dem Online-Händler ist. Ein Vertrag mit einem der giropay-Acquirer sei die Grundvoraussetzung für eine giropay-Akzeptanz in einem Shop. Auf der Internetseite werden die möglichen verschiedenen Acquirer angegeben, über diese erfahre man dann auch die Konditionen, zu welchen man giropay als Bezahlverfahren anbieten könne.

Links:
Banken-Check
Anbieter-Check
Voraussetzungen für giropay
Internet-Kassensysteme mit integriertem giropay

Sofortüberweisung.de
Bei Sofortüberweisung.de handelt es sich um einen weiteren Bezahldienst, der ähnlich wie giropay eine direkte Online-Überweisung beim Einkauf vermittelt. In der Anbieterübersicht werden einige, auch größere, Partner in verschiedenen Rubriken aufgelistet. Vor- und Nachteile entsprechen denen bei giropay – insbesondere ist ein sofortiger Versand für den Händler möglich, da die Zahlung sofort bestätigt wird. Der sichert Kunden unter bestimmten Bedingungen ab.

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