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Alternativen: Nicht nur Openoffice.org gibt es gratis

02.01.2003 | 09:37 Uhr | Thorsten Eggeling, David Wolski

Selbst wenn Sie seit Jahren Office nutzen und sich daran gewöhnt haben, lohnt sich in jedem Fall ein Blick auf Openoffice. org 1.0.1. Es kostet Sie keinen Cent, obwohl Sie das Programm ohne Einschränkungen privat und geschäftlich nutzen dürfen. Openoffice.org bietet einen vergleichbaren Funktionsumfang wie die Microsoft-Programme und sieht diesen auch recht ähnlich. Häufig benötigte Standardfunktionen müssen Sie nicht lange suchen, so dass die Einarbeitungszeit recht kurz ausfällt.

Kostenloser Konkurrent zu Microsoft: Openoffice.org ist ein vollwertiges Office-Paket mit leistungsfähiger Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentations- und Zeichenprogramm

Die Open-Source-Software basiert zu großen Teilen auf demselben Quellcode wie Star Office von Sun Microsystems, das inzwischen aber nicht mehr kostenlos zu haben ist. Openoffice.org 1.0.1 steht dagegen unter Openoffice für Windows, Linux und Solaris zum Download bereit. Die Installationsdateien von Openoffice.org kommen als ZIP-Archiv, die Installation starten Sie mit SETUP.EXE. Die deutschsprachige Rechtschreibprüfung können Sie nachinstallieren ( http://de.openoffice.org/about-spell check.html 340 KB).

Openoffice.org belegt mit der Textverarbeitung Writer, der Tabellenkalkulation Calc, der vektororientierten Zeichen- Software Draw, dem Präsentationsprogramm Impress und dem Formel-Editor Math rund 250 MB auf der Festplatte. Openoffice.org lässt sich ab 64 MB Arbeitsspeicher gut einsetzen - mit diesen bescheidenen Anforderungen eignet es sich auch für etwas ältere Rechner. Das entscheidende Argument für Umsteiger ist die Kompatibilität zu bestehenden MS-Office-Dokumenten. Openoffice. org öffnet fast alles, was Microsoft Office produziert, mit den gängigen Dokumentformaten wie DOC, RTF, XLS und PPT hat es keine Probleme.

Außerdem importiert es alle wichtigen Grafikformate - und natürlich Dokumente aus Star Office. Bilder, Formatierungen und Tabellen aus MS Office übernimmt es, ohne zu murren. Die Tabellenkalkulation kommt grundsätzlich mit Excel-Formeln klar, für einige undokumentierte Zellfunktionen dürfen Sie aber keine Unterstützung erwarten. Elemente wie mathematische Formeln, die als OLE-Objekt in ein Word- Dokument eingebettet sind, funktionieren nicht, sondern zeigen sich nur als schwarze Kästen. Diese Dokumente müssen Sie mit Word erst als HTML-Dateien abspeichern, um Sie mit Openoffice.org öffnen zu können. Makros bleiben außen vor, denn das Paket bietet eine eigene Makrosprache an. Die Entwicklung des Open-Source-Programms geht jedoch weiter. Was die momentan aktuelle Version noch nicht bietet, kann schon in der nächsten Version unterstützt werden.

Übrigens: Wenn Ihnen Openoffice.org zu mächtig ist, da Sie lediglich zu Word kompatible Dokumente in einer Textverarbeitung verfassen möchten, bietet sich als kleinere Alternative Abiword 1.0.3 an. ((abiword)) BU: Textverarbeitung pur: Die schlanke Open-Source-Software Abiword bietet die nötigen Funktionen für das Gestalten von Texten und öffnet Word-Dokumente im DOC-Format Dieses Open-Source-Programm bietet die nötigsten Funktionen und steht unter www.abisource.com für Windows, Linux und andere Plattformen zum Download bereit (etwa 4 MB, mehrsprachig, deutsche Sprachdatei unter www.abisource.com/down load/abispell.phtml 750 KB).

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