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Alternative Software wirklich sicherer?

02.01.2003 | 09:37 Uhr |

Natürlich lässt sich das Software-Angebot nicht in Schwarz und Weiß aufteilen - etwa nach dem Motto: Die Anbieter von Standard-Software programmieren generell grob fahrlässig, Freeware-Projekte oder Produkte kleinerer Anbieter sind per se ohne Mängel. Fehler werden überall gemacht. Doch es gibt zwei Argumente, warum Sie mit alternativer Software trotzdem sicherer leben.

Auch der Programmierer eines Wurms oder Virus will Erfolg. Also wird er immer die Software angreifen, die am weitesten verbreitet ist. Während sich beispielsweise der Autor einer Web-Seite möglichst um die Kompatibilität zu allen Browsern bemühen sollte, genügt einem Angreifer, wenn er den meistbenutzten Browser "unterstützt".

Anbieter von Standard-Software, allen voran Microsoft, sehen sich in der Pflicht, möglichst alle Benutzerbedürfnisse zu bedienen. Deshalb überladen sie ihre Programme mit Funktionen und sorgen für größtmöglichen Komfort. Warum sollte das von Nachteil sein? Natürlich ist es bequem, unter Outlook eine HTML-Mail gleich mit dem vollen Funktionsumfang des Internet Explorers angezeigt zu bekommen. Nur gehört dazu auch das Ausführen von Scripts - und das ist gefährlich. Komfortabel ist es auch, wenn Sie per Office-Makro ein gerade fertig gestelltes Dokument mit einem Klick an eine Empfängerliste senden können, ohne jedes Mal erst umständlich das Mailprogramm aufzurufen. Doch Würmer benutzen diese Funktionen zur Verbreitung. Die geringeren Möglichkeiten zur Integration bei alternativer Software stören viele Anwender jedoch gar nicht: In den wenigsten Fällen macht sich jemand tatsächlich die Mühe, Office, Internet Explorer und Windows-Adressbuch per Script oder VBA zu einer Gesamtlösung zusammenzufassen.

Die meisten Anwender verwenden die Programme nebeneinander her und benötigen die komplexen Scriptfunktionen nicht. Im Gegenteil: Vielen Benutzern ist ein offenes Format wichtiger, das es ihnen etwa erlaubt, Mailordner auch mit anderen Programmen einzusetzen. Damit lassen sich etwa beim Parallelbetrieb von Windows und Linux die selben Maildateien benutzen, wenn sie auf einer gemeinsamen Datenpartition liegen. Hier gewinnen Profi-Anwender sogar zusätzlichen Komfort, den Microsoft beharrlich verweigert.

Das Weiterlesen lohnt sich übrigens auch, wenn die vorgestellten Alternativen Sie nicht überzeugen - oder Sie einfach keine Lust auf einen Wechsel haben. Wir informieren Sie nicht nur über die wichtigsten Sicherheitsprobleme von Internet Explorer, Outlook (Express), Microsoft Office, Media Player, MSN Messenger und ICQ - wir nennen auch die wichtigsten Tipps, die es Ihnen erlauben, mit Ihrer Standard-Software so sicher wie möglich zu arbeiten.

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