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Alles up to date (I)

Zu Hause oder im Büro arbeiten Sie am PC, unterwegs haben Sie das Notebook oder den PDA dabei. Auf beiden Systemen bearbeiten Sie dieselben Dokumente oder verwalten Adressen und Termine - also müssen Sie die Dateien regelmäßig zwischen beiden Computern hin- und herkopieren. Mit einer Diskette ist das ziemlich lästig, zumal Sie dazu bei vielen Notebooks ein externes Diskettenlaufwerk benötigen. Auch bei USB-Sticks sind viele einzelne Arbeitsschritte nötig. Eine drahtlose Lösung ist viel besser.

Infrarot verbindet Notebook und Handy

Alte wie neue Notebooks haben oft eine Infrarot-Schnittstelle. Auch bei Handys und PDAs ist Infrarot - kurz: IrDa - verbreitet. Das ältere IrDa 1.x schafft gerade mal 115 KBit/s (SIR-Modus), eine Datei mit 100 KB lässt sich also in rund zehn Sekunden übertragen. Schneller geht es mit IrDa 2.0, hier sind 1,15 MBit/s (MIR-Modus) oder sogar 4 MBit/s (FIR-Modus) realisierbar. Das ist dann sogar schneller als Bluetooth. Anders als beim Funk ist zwischen Empfänger und Sender allerdings eine Sichtverbindung nötig, bereits ein Blatt Papier stört.

Bei PCs müssen Sie Infrarot dagegen fast immer nachrüsten. Wegen der hohen Datenübertragungsrate bietet sich als Schnittstelle zum Rechner USB an, damit ist dann auch kein extra Netzteil erforderlich. Entsprechende IrDa-Adapter gibt es beispielsweise bei Conrad ab etwa 30 Euro. Für die Datenübertragung brauchen Sie dann noch die entsprechende Software. Bei Handys und PDAs ist sie oft mit dabei, und auch beim IrDa-Adapter für den PC gehört Software oft zum Lieferumfang.

Für den Abgleich zwischen PC und Notebook bietet sich auch Fernwartungs-Software an: Programme wie das deutschsprachige Netop Remote Control (für Windows 3.1, 95/98, NT 4, XP sowie Windows 2000 - einschließlich 2000 Server & 2000 Advanced Server - und Windows CE 2.11/3.0, Mac, OS/2, DOS, Linux, Symbian - zum Beispiel Nokia Communicator - und Internet Explorer ab Version 4.0 über ein Active-X-Plugin, www.crossteccorp.com ) oder PC Anywhere für Windows 98/ME, NT 4, 2000 und XP ( www.symantec.de ) versetzen einen in die Lage, ganze Verzeichnisse abzugleichen.

Bluetooth: Eigenwillige Konfiguration

Sind Notebook oder PDA mit Bluetooth ausgestattet, lassen sich auch darüber Dateien synchronisieren. Allerdings geht Bluetooth mit maximal rund 800 KBit/s nicht eben schnell zu Werke. Zudem ist die Konfiguration der Datenübertragung hakelig. Für PDAs ist Bluetooth dennoch die richtige Wahl, hier ist die erforderliche Software bereits eingebaut. Das erleichtert die Konfiguration meist erheblich.

Bluetooth ist aber nicht gleich Bluetooth. Es existieren mehrere Dutzend Profile, die unterschiedliche Aufgaben erfüllen. So gibt es Profile für die Anbindung eines Modems oder ISDN-Adapters, eines Headsets ans Handy und so weiter. Für die Datenübertragung bei PDAs ist eine serielle Bluetooth-Verbindung eine oft benutzte Lösung. Dabei simuliert Bluetooth eine serielle Schnittstelle. Zum Datenabgleich müssen beide Adapter beim Sender und Empfänger dieses Profil beherrschen. Sind beide Adapter korrekt eingestellt, müssen Sie noch die passende Software einspielen. Bei PDAs liefert der Hersteller diese meist mit. Bei Pocket-PCs mit Windows ist dies Activesync, bei Geräten mit Palm-OS Hotsync. Sowohl auf dem PC als auch dem PDA stellen Sie die serielle Bluetooth-Schnittstelle als Übertragungskanal ein. Dann stehen beim PDA umfangreiche Synchronisierungsfunktionen zur Verfügung; bei Pocket-PCs können Sie beispielsweise ganze Ordner freigeben.

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