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Kamera perfekt einstellen

21.03.2011 | 10:00 Uhr |

Alle digitalen Kameras machen Aufnahmen im Automatik-Modus. Einfach den Auslöser durchdrücken und das Bild wird geschossen. Einige Kameras haben zudem die Möglichkeit, Blenden- und Verschlusszeit-Modi zu wählen, in denen Sie die Größe der Blende anpassen und die Länge der Verschlusszeit. Die Kamera selbst kontrolliert dann nur noch die anderen Variablen automatisch.

Typischerweise benutzt man den Modus "Blendenpriorität", um die Tiefenschärfe eines Bildes selbst zu bestimmen. Also zum Beispiel um den Hintergrund verschwimmen zu lassen, während der Vordergrund scharf gestellt wird. Der Modus "Zeitpriorität" wird benutzt, wenn schnelle Objekte fotografiert werden. Eine Kamera, die lediglich einen Automatik-Modus bietet, konzentriert sich stattdessen darauf, sowohl Vorder- als auch Hintergrund scharf zu stellen und würde das bewegte Objekt vermutlich verschwommen darstellen.

Szenen-Modi Einige Kameras locken Käufer - bevorzugt Fotografie-Anfänger - mit einer Vielzahl an verschiedenen Szenen-Modi - also Voreinstellungen für bestimmte Foto-Verhältnisse wie den Strand, Feuerwerk, Party und Unterwasser. Bei manchen Modellen lassen sich solche Modi bequem über ein Kontrollrädchen einstellen, bei anderen erfordern sie nervige Klickereien durch Kamera-Menüs.

Ein besonders nützlicher Modus ist die Gesichtserkennung, der von immer mehr Kameras unterstützt wird. Erkennt die Kamera die Gesichter der fotografierten Personen, versucht sie, den Fokus darauf zu setzen - und ist dabei meist erfolgreicher, als jeder normale Portrait-Modus. Neuere Modelle besitzen sogar die Funktion, lächelnde Gesichter zu erkennen - sie schießen also nur dann ein Foto, wenn die Person im Fokus lächelt. Besonders für Babyaufnahmen ist dieser Modus ideal.

Weißabgleich
Fast alle Digitalkameras erlauben Ihnen die Festlegung eines neutralen Weißwertes in den Voreinstellungen. Damit sagen Sie der Kamera, welcher Bereich des Bildes weiß aussehen soll. Anhand dieser Angaben bestimmt die Kamera dann selbst, welche Elemente schwarz aussehen müssten und welche Farben alle anderen Details im Bild haben. So wird für Farbechtheit gesorgt. Wenn Sie's besonders akkurat mögen, greifen Sie zu einer Kamera mit manuellem Weißabgleich; dazu fotografieren Sie zunächst selbst ein Objekt, das Ihrer Vorstellung von Weiß entspricht, die Kamera passt alle weiteren Farben genau an.

Display und Bildsucher
Alle digitalen Kameras haben einen LCD-Bildschirm; lediglich die Größe ist unterschiedlich und reicht von 1,8 bis 3,5 Zoll. Je kleiner der Bildschirm, desto ungenauer werden Ihre eben geschossenen Bilder wiedergegeben. Ein guter LCD ist daher essentiell um festzustellen, ob Ihnen ein Foto gelungen ist, oder eben nicht. Einige neuere Kameras haben berührungssensitive Bildschirme, die es Ihnen erlauben, ein Objekt im Rahmen anzutippen und so darauf zu fokussieren. Sie sind aber auch handlich, um durch die teils unübersichtlichen Kameramenüs zu navigieren.

Auch die Qualität des LCDs variiert stark: viele Bildschirme bleichen im Sonnenlicht aus oder werden grieselig bei schlechtem Licht. Bei manchen verändert sich das angezeigte Bild sogar, je nachdem, wie Sie die Kamera halten. Wenn möglich, probieren Sie die Kamera draußen aus, bevor Sie sie kaufen.

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