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Abgeschossen mit Wordperfect

Anforderung

Fortgeschrittener

Zeitaufwand

Gering

Wer mit Wordperfect und Winword gleichzeitig arbeitet, ist zunächst einmal damit geschlagen, daß Winword die Wordperfect-Texte nicht im Originalformat erkennt. Das sollte eigentlich kein Problem sein, kann man doch Wordperfect so einstellen, daß es Texte standardmäßig in Fremdformaten speichert, beispielsweise als Winword-2.0-Dokument. In einer Redaktion, in der sich die verschiedensten Textverarbeitungen die Hand geben, ist das alltägliche Praxis.Überrascht waren wir allerdings, als sich herausstellte, daß ein einfacher, mit Wordperfect 6.1 im Winword-2-Format abgespeicherter Text Winword 6.0 zum Absturz bringt. Man braucht lediglich zu versuchen, den Text dort umzuformatieren und beispielsweise in einem markierten Abschnitt auch nur die Schriftgröße zu ändern.

Als Ursache kristallisierte sich nach einigem Suchen eine Wordperfect-Spezialität heraus: Die Novell-Textverarbeitung erlaubt eine fast stufenlose Einstellung des Zeilenabstands in Zehntelschritten. Winword hat dafür eigene Standards - zum Beispiel halbe Zeilenabstände. Diejenigen Texte, deren Zeilenabstand nicht diesen Standards entspricht, entlocken Winword beim ersten Versuch einer Formatierung eine freundliche Fehlermeldung. Und dann landet das Programm im großen Siliziumnirvana - selbstredend, ohne die geöffneten Texte zu speichern.Auch wenn man den Text in Winword ins Word-6.0-Format umwandelt und ihn speichert, so ändert das nichts an den Tatsachen: Winword mag keine Zehntelschritte bei den Zeilenabständen.Die einzige Möglichkeit, einen solchen Text weiterzuverarbeiten, besteht darin, ihn komplett in die Zwischenablage zu kopieren und in ein neues Winword-Dokument einzufügen - dann geht auch das Umformatieren ohne Probleme.Der Absturz läßt sich sowohl mit den Winword-Versionen 6.0 und 6.0a als auch mit Winword 7 nachvollziehen.

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