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AMD Athlon XP

Sempron
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AMD führte mit der XP-Reihe den SSE-Befehlssatz von Intel ein. Das "XP" in der Namensbezeichnung bedeutete "eXtreme Performance", lehnte sich an Microsofts XP an und war erster Hinweis auf AMDs aggressive Marketing-Strategie. Im Zuge der Werbung entdeckte der Hersteller wieder das Performance Rating (Quantispeed-Rating). Die XP-Version Thoroughbred, auch T-Bred genannt, wurde mit einer Struktur von 130 Nanometern gefertigt. Die Taktfrequenz des Frontsidebus steigerte AMD von 100 Megahertz im Thunderbird auf 133 Megahertz im ersten XP-Chip auf schließlich 166 Megahertz im T-Bred.

Im Jahr 2003 brachte AMD den Athlon-XP-Barton heraus. Die ersten Ausführungen wurden mit einem ungesperrten Vervielfältiger ausgeliefert. Übertaktungsexperten konnten daher die Leistung des Prozessors auf die Höhe von AMDs Flaggschiff "Barton 3200+" hochschrauben. Im Barton verdoppelte AMD den L2-Cache auf 512 KB. Die Zahl der Schalter erhöhte der Hersteller von 37 Millionen auf 54,3 Millionen.

Wussten Sie: Mobile Athlon-XP-Chips waren besonders beliebte Objekte der Übertaktungsexperten. Angeblich wurden einige Chips mit 3,1 Gigahertz betrieben.

Athlon 64
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AMD Sempron

AMDs Sempron löste die Lowend-Serie der Duron-Prozessoren ab. Ebenso wie die Duron-Chips kamen auch die Semprons zunächst mit reduziertem Level-2-Cache auf den Markt. Hinter diesen Prozessoren verbarg sich im Grunde ein Athlon-XP-Prozessor mit weniger Speicher. Immerhin spendierte AMD dem Sempron 3000+ 512 KB Level-2-Cache, eine CPU-Taktfrequenz von 2 Gigahertz und einen mit 166 Megahertz getakteten Frontsidebus. Die Sempron-Linie gibt es immer noch.

Wussten Sie: Während AMD das Perfomance-Rating der Athlon-XP-Prozessoren an Intels Pentium-4-Familie ausrichtet, orientierten sich die Semprons an den Celerons.

AMD Athlon 64

Während Intel damit beschäftigt war, die NetBurst-basierenden Pentium-4-Prozessoren zum Erfolg zu führen, konnte sich AMD mit dem Athlon 64 erneut die Krone des leistungsstärksten Prozessors schnappen. Der 64-Bit-Prozessor glänzte mit effizienter Architektur und einem integrierten Speicher-Controller. Er war rückwärts-kompatibel zur 32-Bit-Architektur, was vor allem für die Windows-Anwender wichtig war.

Nicht ohne Geburtswehen brachte AMD mit dem A64 den ersten Prozessor für Hauptplatinen mit Sockel 754 heraus, der allerdings nur über ein Single-Speicher-Interface verfügte. Nichtsdestotrotz nutzte AMD diesen Sockel noch bis Mitte 2006 für einige Prozessortypen. Weitere verwendete Sockel waren die Typen 940 und 939, sie unterstützten Dual-Channel-Memory-Interfaces und bildeten die Grundlage für die Leistungssteigerung.

Wussten Sie: Der Athlon 64 wurde für fünf unterschiedliche Sockel gefertigt. Neben den 754-, 939- und 940-Ausführungen waren dies Socket AM2 und Socket F (mit 1207 Pins).

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