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1955: Zenith Flash-Matic TV-Fernbedienung

09.04.2011 | 07:01 Uhr | Benjamin Schischka

Zenith Flash-Matic Foto zur Verfügung gestellt von tvhistory.tv
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Denken Sie mal kurz nach: wann sind Sie das letzte Mal von Ihrem Sofa aufgestanden, um den Fernsehkanal zu wechseln? Oder wann haben Sie zuletzt ein Garagentor von Hand geöffnet oder Ihr Auto mit einem Schlüssel aufgesperrt? Wenn Sie nicht gerade Technik von anno dazumal besitzen lautet die Antwort wahrscheinlich: zumindest nicht in den letzten 30 Jahren. Diese Bequemlichkeit verdanken wir dem Flash-Matic, der ersten kabellosen TV-Fernbedienung. Das Gerät benutzte blinkende Lampen, um den Fernseher an- und auszuschalten, die Lautstärke zu regeln und die Kanäle zu wechseln.
Eingeführt wurde die Flash-Matic im Jahre 1955, kurze Zeit später folgte die Zenith Space Command, die statt mit Lampen mit Ultraschall-Wellen arbeitete. Bis in den frühen 80ern die ersten Infrarot-Fernbedienungen auf den Markt kamen, beherrschte diese Technologie das Leben von Couch Potatoes und Co.

Vor der Fernbedienung war es üblich, sich beim Einschalten des TVs für einen von drei Sendern zu entscheiden und diesen so lange laufen zu lassen, bis irgendwann nur noch das Testbild ausgestrahlt wurde. Fernbedienungen waren für viele Sender ein eindeutiger Ansporn, bessere Sendungen zu schalten und förderten vor allem auch mehr Sender insgesamt zu Tage. Außerdem veränderten sie unsere Einstellung dazu, was wir von einem Gerät erwarten dürfen.
Mittlerweile gibt es Fernbedienungen für alle Lebenslagen. Sogar Apps, zum Beispiel fürs iPhone, fungieren bisweilen als Fernbedienung, beispielsweise für den Fernseher, den Computer, die Stereoanlage, die Hausbeleuchtung, Alarmanlagen und bestimmte Automodelle.

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