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9. Bilddateien nach dem Kalibrieren farblich anpassen

04.04.2009 | 09:33 Uhr | Markus Schelhorn,

9. Bilddateien nach dem Kalibrieren farblich anpassen

Haben Sie die Bildschirmkalibrierung abgeschlossen, stellen Sie wahrscheinlich Farbstiche in einigen Ihrer Bilder fest. Um Fotos schnell und einfach farblich anzupassen, sollten Sie jedoch nicht die Auto-Tonwertkorrektur und Auto-Farbkorrektur im Bildbearbeitungsprogramm verwenden.

Nur mit einer manuellen Anpassung der Farbparameter finden Sie eine zum Bildschirm passende Bildabstimmung. In Photoshop rufen Sie dazu zunächst den Befehl „Überarbeiten, Anpassen, Tonwertkorrektur“ auf. Schieben Sie dort die kleinen Dreiecke links und rechts vom Histogramm bis zum Beginn der Kurve. Damit legen Sie den Schwarz- und Weißpunkt fest. Mit der mittleren Pipette stellen Sie den Grauwert ein: Klicken Sie dazu auf den Teil des Motivs, der einem neutralen Grau entsprechen soll. Damit ergibt sich ein farblicher Abgleich des gesamten Fotos. Wenn Sie mit dem Resultat nicht zufrieden sind, müssen Sie den Vorgang an einem anderen Bildbereich wiederholen. Insoweit ist also ein wenig Ausprobieren unumgänglich.

10. Farbnachhilfe für den Drucker

Zum Kalibrieren von Druckern und Scannern müssen Sie zu einer Farbtafel mit Graustufenkeil greifen. Eventuell lag Ihrem Scanner eine solche Tafel bei. Wenn nicht, sollten Sie im Fotofachhandel eine bekommen; allerdings sind diese Karten nicht billig. Selbstgedruckte oder -gescannte Vorlagen sollten Sie jedoch nicht verwenden, da diese bereits Farbfehler enthalten könnten.

Zum Kalibrieren sind Testtafeln notwendig
Vergrößern Zum Kalibrieren sind Testtafeln notwendig

Scannen Sie die Karte im Farbmodus mit einer Auflösung von 300 Punkten pro Inch ein. Schalten Sie hierfür jede automatische Optimierungsfunktion des Scanners aus. Nachdem Sie das Bild als TIF-Datei gespeichert haben, öffnen Sie es in jenem Bildbearbeitungsprogramm, das Sie auch in Zukunft für Fotoretuschen verwenden wollen. Dieses sollte über ein Pipetten-Werkzeug verfügen. Schnappen Sie dieses, und fahren Sie damit über die Felder des Graustufenkeils der gescannten Farbtafel.

Die zuvor eingescannte Farbtafel landet jetzt am besten auf jenem Papier, auf dem Sie Ihre Ausdrucke in Zukunft ausgeben wollen. Der Blick auf den Graukeil sollte im weißen Feld echtes Weiß und im schwarzen Feld ein tiefes Schwarz zeigen. Jede Graustufe sollte sich ohne Farbstich mit dem Auge vom benachbarten Feld unterscheiden lassen. Allfällige Farbstiche korrigieren Sie in den Einstellungen des Druckertreibers. Beim Umstieg auf anderes Papier wiederholen Sie diese Schritte.

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