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8.2. Schlüsselaustausch bei PGP

25.06.2003 | 16:00 Uhr |

Beim Verschlüsseln fragt Sie das Programm nach dem Empfänger der Datei. Im Kontextmenü finden Sie unter dem Menüpunkt "PGPkeys" die Schlüsselverwaltung. Hier befinden sich die öffentlichen Schlüssel, die Sie bereits benutzen - auch Ihr eigener.

So versenden Sie Ihren öffentlichen Schlüssel an andere: Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Ihren Schlüssel, und wählen Sie aus dem Kontextmenü "Copy". Jetzt befindet er sich in der Zwischenablage, und Sie können ihn zum Beispiel in eine Mail einfügen. Wählen Sie dagegen "Export", wird er in einer ASC-Datei gespeichert. Aktivieren Sie aber nie die Option "Include Private Key(s)" - damit würden Sie Ihren privaten Schlüssel mitschicken.

Hat Ihnen jemand einen öffentlichen Schlüssel zugesandt, können Sie die ASCDatei einfach mit der Maus in das Fenster von "PGPkeys" ziehen. Sie können den Schlüssel auch als Text in einer Mail erhalten. Sie erkennen ihn an einem Abschnitt, der von den Zeilen "BEGIN PGP PUBLIC KEY BLOCK" und "END PGP PUBLIC KEY BLOCK" eingeschlossen ist. Markieren Sie einfach die komplette Mail, verfrachten Sie sie mit "Strg"-"C" in die Zwischenablage, und fügen Sie sie mit "Strg"-"V" in "PGPkeys" ein. Das Programm findet daraus den Schlüssel.

Bequemer als das Hin- und Herschicken von Schlüsseln ist die Schlüsselabfrage über einen Keyserver (etwa www.dfn-pca.de/pgpkserv ) - vorausgesetzt, Ihr Adressat hat seinen Schlüssel gemeldet. Dazu wählen Sie aus dem Menü "Server" den Punkt "Search", wenn Sie mit dem Internet verbunden sind. Um Ihren Schlüssel zu publizieren, markieren Sie ihn und wählen aus dem Menü "Server" den Punkt "Send To". Welchen Keyserver Sie auswählen, ist egal, da diese den Datenbestand untereinander abgleichen.

PGP ist nicht das einzige asymmetrische Verschlüsselungsverfahren. Für Mails können Sie prinzipiell auch die in Outlook und Outlook Express integrierte Verschlüsselung verwenden. Diese erfordert aber, dass Sie bei einem Anbieter wie Verisign ( www.verisign.com ) einen Schlüssel anfordern, was Sie etwa 15 Dollar pro Jahr kostet. Außerdem unterstützen nicht allzu viele Mailprogramme dieses Verfahren.

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