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Die wichtigsten Argumente Pro und Contra Outlook

26.09.2010 | 08:38 Uhr |

.pst-Dateien werden in Microsofts proprietären MAPI-Format und nicht gemäß dem MIME-Format (Multipurpose Internet Mail Extensions) gespeichert. Dadurch wird Antiviren- und SPAM-Software das Scannen der Inhalte erschwert. Hinzu kommt, dass Anwender die Outlook 2003 ohne den Exchange-Server nutzen, keine Message-ID für ihre Nachrichten-Header erhalten und so gegebenenfalls im Spam-Filter des Empfängers hängen bleiben. Die vielen neuen Features von Outlook 2010 stehen ebenfalls nur im Zusammenspiel mit Exchange 2010 zur Verfügung.

Für Macintosh-Nutzer müssen Unternehmen eine spezielle Microsoft Office-Version mit " Entourage 2008 " als Mail-Client installieren, der laut CIO vielen Anwendern wie ein Fremdkörper auf dem Apple-Desktop vorkommt. Sind zudem Linux-Desktops im Einsatz, ist ein Emulator nötig oder der Benutzer wechselt gleich ganz zu einer anderen Email-Software. Alternativ zur Pflege diverser Email-Clients könnte ein Benutzer auch auf Webmail umsteigen. Mit dem Email-Client "Thunderbird " steht zudem ein kostenloses Programm bereit, dass sich auf Windows, Mac und Linux gleichsam nutzen lässt.

Outlook ist ein mächtiges Programm, das immer mehr Rechenleistung beansprucht und Akkus mobiler Rechner leert. Gerade mobile Nutzer sollten Alternativen wie Thunderbird, Eudora oder PegasusMail in Betracht ziehen. Und natürlich besteht auch hier die Option, statt eigener Software auf Webmail zu setzen.
Immerhin: Outlook 2010 beansprucht nicht mehr Hardwareressourcen als der Vorgänger Outlook 2007.

Nicht zuletzt wegen der großen Verbreitung von Microsoft Office und Outlook gibt es viele Spammer und Betrüger, die sich auf diese Anwendungen spezialisiert haben. Deren Umtriebe werden noch dadurch erleichtert, dass in vielen Unternehmen nur die IT-Abteilungen Updates aufspielen dürfen und dies nicht immer zeitnah machen oder dass ältere, anfällige Outlook-Versionen noch im Einsatz sind.

Muss es Outlook sein, sollten Unternehmen ihre Benutzer gerade am Anfang betreuen sowie einzelne Anwender und den internen Help Desk für den späteren Support schulen, der mit Sicherheit nötig sein wird, so das Fazit der Outlook-Gegnerin. (Computerwoche/mha)

Dieser Artikel basiert auf einem Beitrag unserer US-Schwesterpublikation CIO und wurde von der Computerwoche übersetzt.

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