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4MBO reagiert mit Einstweiliger Verfügung31.10.2002, etwa 17:30 Uhr1.11.20024.11.20025.11.2002, vormittags6.11.2002, 10:30 Uhr6.11.2002, 17 Uhr7.11.2002, nachmittags

02.12.2002 | 14:15 Uhr |

Eine Gerichtsvollzieherin stellt der IDG Magazine Verlag GmbH eine Einstweilige Verfügung zu. Sie wurde am selben Tag von 4MBO beim Landgericht Hamburg erwirkt. Wir dürfen vorläufig die Behauptung, der "Volks-PC I" strahle, nicht mehr verbreiten.

Wir löschen unsere Berichte zum Thema "Volks-PC I" auf www.pcwelt.de. Abends sitzen Geschäftsführung, Verlagsleitung und Chefredaktion mit der Anwältin zusammen. Ergebnis der kurzen Besprechung: An unserer Berichterstattung gibt es nichts zu kritisieren, wir haben nichts zurückzunehmen. Der Verlag wird gegen die Einstweilige Verfügung Widerspruch einlegen und die Sache bis zum Ende durchfechten.

In Bayern ist Feiertag, die Büros sind leer. Doch einige PC-WELT-Redakteure hängen am Telefon: Sie suchen weitere CE-akkreditierte Prüflabors, die unsere "Volks-PCs I" noch einmal nachtesten.

In der Süddeutschen Zeitung liegt eine Beilage des Media Markts. Die dort beworbene "Höllen-Leistungs-Maschine" E-Media 25120 für 1099 Euro stammt ebenfalls von 4MBO, verfügt wie der "Volks-PC I" über das Schnittstellenfeld an der Vorderseite, und auch das Gehäuse gleicht dem des "Volks-PCs I".

Wir wollen wissen: Strahlt der E-Media auch? Das bedeutet: Wir brauchen ein weiteres Testlabor. Wir rufen beim VDE in Offenbach an. VDE steht für Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik. Der Verband ist unabhängig und erarbeitet unter anderem Normen und Sicherheitsbestimmungen. Wir vereinbaren als Messtermin für die E-Media- Rechner den 11. November. Ende der Woche werden wir einkaufen gehen.

Wir erhalten vom TÜV Rheinland die Zusage, dass er zwei unserer "Volks-PCs I" am nächsten Tag testen kann. Ein Redakteur verstaut die Kartons im Auto, packt zu Hause ein paar Klamotten ein und fährt nach Ratingen.

Der PC-WELT-Redakteur beim TÜV Rheinland meldet sich in der Redaktion. Erste Vortests haben ergeben, dass der PC strahlt. Die Testingenieure gehen ins Freifeld.

Der TÜV Rheinland hat zwar nur einen PC vermessen, den aber gründlich. Das Ergebnis: Der "Volks-PC I" von 4MBO strahlt, und zwar dann, wenn man die USB-2.0-Festplatte vorne am PC anschließt und Daten transferiert. An der rückwärtigen USB-2.0-Buchse angeschlossen, hält der PC die Grenzwerte ein.

Testaufbau: Der TÜV Rheinland bestückte den "Volks-PC I" kaum mit Peripherie und schaltete den zweiten Monitor ab. Mit einer vorn angeschlossenen externen Festplatte strahlte der PC dennoch kräftig

Wir erhalten den Bericht vom TÜV Rheinland - der getestete PC entspricht nicht der EN 55022, Klasse B. Er trägt zu Unrecht das CE-Siegel.

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