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6. Schwenks und Zooms in Maßen

24.09.2008 | 09:15 Uhr |

Wer professionelle Fernsehfilme oder Dokumentationen analysiert, wird wenige Zoom-Sequenzen und Kameraschwenks feststellen. Dagegen sind viele Amateurvideos regelrecht zugepflastert mit hektischen Schwenks und übermäßigem Einsatz des Zoom-Motors. Die bessere Alternative besteht darin, mehreren einzelne Sequenzen zu verwenden. Vermitteln Sie dem Betrachter zunächst einen Eindruck der Umgebung, indem Sie im ersten Schritt eine Totale filmen. Drücken Sie danach einfach die Pause-Taste, zoomen ein Motiv heran und beginnen danach mit der Aufnahme. Durch die Totale kann sich der Zuschauer einen Überblick von der Örtlichkeit verschaffen. Die anschließende Nahaufnahme kann er dann problemlos identifizieren und zuordnen – auch ohne nervige Zoom-Fahrten.

7. Nähe zum Motiv
Kompakte Digitalkameras liefern im Fotomodus meist eine Auflösung von fünf bis acht Megapixeln. Doch im Videomodus ist sie auf 640 x 480 Bildpunkte, also gerade einmal 0,3 Megapixel, beschränkt. Nur so kann die Digicam die anfallende Datenmenge für halbwegs flüssige Videos mit 15 Bildern pro Sekunde schnell genug auf die Speicherkarte befördern. Zwar reicht die wenigen Bildpunkte aus, um kurze Clips auf dem Fernseher anzusehen, aber es bleiben etliche Bilddetails auf der Strecke. Deshalb ist es wichtig, dass Sie so dicht ans Motiv herangehen wie möglich, so dass die Details möglichst groß eingefangen werden.

8. Ideale Ausleuchtung
Trotz des technischen Fortschritts in den letzten Jahren hat sich die Bildqualität unter schlechten Lichtverhältnissen nicht spürbar verbessert. Deshalb gilt vor allem bei Innenaufnahmen mit Kunstlicht die Devise: Je mehr Licht, desto besser. Denn bei dunklen Raumverhältnissen wird ein deutliches Rauschen sichtbar, das selbst leistungsstarke Videofilter im Schnittprogramm nur unzureichend entfernen können. Tipp: Schalten Sie bei Innenaufnahmen immer alle verfügbaren Lichtquellen ein. Wenn Sie dennoch unter schlechten Lichtverhältnissen arbeiten müssen, z.B. bei Szenen mit Kerzenlicht, sollten Sie ein Stativ verwenden und Schwenks sowie Zoom-Aufnahmen vermeiden. Denn je größer der Zoom-Faktor ausfällt, um so geringer ist die Lichtausbeute.

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