Splitter und Modem - bei ADSL immer inklusive

Wenn Sie einen Mobilfunkvertrag abschließen, bekommen Sie das Handy oft umsonst - bei einem ADSL-Vertrag ist das nicht anders: Die notwendige Hardware gibt's dazu. So kann der ADSL-Anbieter sicher sein, dass das Modem (NTBBA - Netzwerkterminationspunkt Breitbandangebot) und der Splitter (BBAE - Breitband-Anschluss-einheit) beim Kunden zu den entsprechenden Geräten in der Vermittlungsstelle passen.

Ab Sommer dieses Jahres sollen Sie Ihre ADSL-Hardware selbst kaufen können. Gerüchten zufolge will die Telekom bis dahin die ADSL-Anschlüsse in den Vermittlungsstellen standardisiert haben. Sie schaltet dann nur noch den ADSL-Anschluss frei, die Hardware besorgt sich der Kunde selbst.

Alle Modems, die dem Standard G.992.1 entsprechen, sollen dann am ADSL-Anschluss funktionieren. Die Preise werden sich im Bereich von 300 bis 500 Mark bewegen. Den Splitter bekommen Sie aber weiterhin vom ADSL-Anschlussbetreiber.

Splitter und Modem sind nur für den ADSL-Betrieb. ADSL ist ein reiner Datendienst- telefonieren oder faxen können Sie damit nicht. Die bisher von Ihnen verwendeten Telekommunikationsgeräte- Telefon, Faxgerät, Modem oder ISDN-Netzabschluss - können Sie weiter einsetzen.

Sie müssen sich aber eine Netzwerkkarte besorgen. Die Telekom bietet bei Abschluss eines T-DSL-Vertrags eine Netzwerkkarte für eine Mark an. Aber auch jede andere Ethernet-Karte mit RJ45-Schnittstelle ist für ADSL geeignet - zum Beispiel die DFE-530TX von D-Link (Preis: 60 Mark). Ihr PC muss übrigens keinen allzu hohen Anforderungen genügen - einen Pentium 166 und 32 MB RAM sollte er allerdings mindestens mitbringen.

DSL-Modem bald kostenpflichtig? (PC-WELT Online, 20.02.2001)

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