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4G-Dienste im Ausland und auf dem Land: Weitere Fragen rund um 4G

Mit 3G und 4G können Sie bald überall schnell surfen (Bild: T-Mobile)
Vergrößern Mit 3G und 4G können Sie bald überall schnell surfen (Bild: T-Mobile)
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Kann ich 4G-Dienste genauso mobil nutzen, wie es schon jetzt mit dem Handy möglich ist?
Ja, denn die Idee hinter 4G ist, dass man ein wirklich mobiles Breitband-Internet zur Verfügung hat. Durch die verbesserte Antennentechnik ist der Betrieb während der Fahrt sogar noch besser möglich, als es bei 3G der Fall war.

Kann man 4G-Dienste auch im Ausland nutzen?
Ja, teilweise. Es ist egal, in welchem Land man sich befindet: Die Geräte sind kompatibel, solange die zu Grunde liegende 4G-Technik (LTE beziehungsweise WiMax) die gleiche ist. Wie bisher schon bei 3G und GSM üblich, wird dafür wohl eine Roaming-Gebühr anfallen.

Wird 4G auch in ländlichen Gebieten angeboten?
Bei der Vergabe der Lizenzen durch die Bundesnetzagentur wird extra vertraglich festgelegt, dass die ländlichen Gebiete bevorzugt beim Ausbau behandelt werden müssen, um die Kluft zwischen Stadt und Land beim digitalen Netzzugang nicht noch größer werden zu lassen. Durch diese Regelung wird es für die Provider interessanter, die „letzte Meile“ an das bestehende Netz anzubinden: War dies bis jetzt nur durch die Verlegung eines Kupferkabels in der Erde möglich, so geht das zukünftig einfach per Funk.

Wird DSL mit der 4G-Technik überflüssig?
Nein, denn um alle Anwender, die jetzt per DSL surfen, mit 4G zu versorgen, müssten viel mehr Funk-Basisstationen aufgestellt werden. Selbst wenn, wäre es fraglich, ob in Großstädten die Frequenzen ausreichen würden, um alle Anwender mit konstanten Datenraten versorgen zu können. Für den ein oder anderen, der sowohl zu Hause als auch unterwegs schnell surfen möchte, wird 4G aber eine echte Alternative zu DSL.

Gibt es für 4G auch WLAN-Router?
Ja, das Prinzip ist das Gleiche wie bei DSL, nur ohne Kabel: Die Router sind per Funk mit der Basisstation verbunden und verteilen die Daten per WLAN oder Netzwerkkabel im Haus. Natürlich könnte man sich auch pro PC einen Surfstick anschaffen. Aber durch einen Router können alle Familienmitglieder über die gleiche Flatrate surfen.
Auch einige 4G-Handys werden in der Lage sein, ihre Datenverbindung über WLAN freizugeben.

Was genau ist HSPA+, das manchmal auch als 3.5G-Dienst bezeichnet wird?
HSPA+ ist eine aufgebohrte Version von HSDPA beziehungsweise HSUPA: Auch hier werden verbesserte Übertragungsverfahren und Antennentechniken eingesetzt, um die Empfangsqualität zu erhöhen und den Durchsatz auf theoretisch 28 MBit/s zu steigern.
HSPA+ wird in Deutschland zurzeit nur von O2 angeboten: Das Angebot richtet sich allerdings nur an Bestandskunden an zwei Standorten in München. Besser sieht die Situation in den USA aus: Hier will T-Mobile den Dienst bis Ende 2010 in über 100 Städten anbieten.

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