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SAP und die Krisen

31.05.2012 | 10:07 Uhr |

Die Finanzkrise 2008 trifft auch SAP. Das Unternehmen erleidet in 2009 erneut einen Umsatzrückgang und muss infolge der schwierigen Wirtschaftslage zum ersten Mal in seiner Geschichte 3.300 Jobs streichen. Auch in der Chefetage tut sich was. Heinrich und Zencke aus dem Vorstand treten 2008 zurück. Bill McDermott und Jim Hagemann rücken nach. Der CEO Kagermann gibt seinen Rücktritt für 2009 bekannt und benennt Léo Apotheker zum Co-CEO.

Léo Apotheker verlässt nach nicht einmal einem Jahr SAP
Vergrößern Léo Apotheker verlässt nach nicht einmal einem Jahr SAP
© SAP

Apotheker versucht im Sommer 2008 höhere Wartungsgebühren von den Kunden zu verlangen. Dies führt bei den Konsumenten zu einem Unmut, außerdem soll er in erster Linie Schuld an der misslungenen Kommunikationspolitik haben. Obwohl die Kunden wieder beim Support wählen können, endet die alleinige Herrschaft von Apotheker über SAP Anfang Februar 2010 - nach nicht einmal einem Jahr.

Erneute Doppelspitze

Im Frühjahr 2010 kehrt SAP zur Doppelspitze zurück. McDermott und Snabe führen als gleichberechtigte CEOs das Unternehmen und gewinnen mit harter Arbeit das Vertrauen der Kunden zurück. Die Umsätze steigen wieder. 2010 und 2011 teilt das Software-Unternehmen Rekordumsätze mit. Neue Herausforderungen in Form von Cloud Computing, In-Memory-Appliance HANA und dem Vorstoß in den Datenbankmarkt warten bereits auf SAP.

Dieser Artikel basiert auf einem Beitrag unserer Schwesterpublikation Computerwoche .

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