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SAP – Die Ären R/2 und R/3

31.05.2012 | 10:07 Uhr |

Die R/2-Programmgeneration

R/2-Programmgeneration entsteht um 1980
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© SAP

Um 1980 zieht SAP von Weinheim nach Walldorf um und richtet sein eigenes Rechenzentrum ein. Es entsteht die R/2-Programmgeneration. Im selben Zeitraum verlässt Wellenreuther das Unternehmen. Zehn Jahre nach der Gründung, nämlich im Jahr 1982, arbeiten bereits 100 Mitarbeiter bei SAP und betreuen über 250 Firmenkunden. Der Umsatz steigt auf rund 24 Millionen Mark.

Nach dem Erfolg in Deutschland expandiert SAP. 1986 entsteht die erste internationale Niederlassung in Österreich. Im gleichen Jahr stellt das Unternehmen zudem seine Produkte auf der CeBIT in Hannover vor. Es kommen Niederlassungen in Frankreich, Großbritannien, Niederlande und Spanien hinzu. Kurz darauf im Oktober 1988 geht das Unternehmen aus Walldorf an die Börse. Die Bilanz: Im ersten Börsenjahr erwirtschaftet das Unternehmen fast 70 Millionen Mark bei 340 Millionen Mark Einnahmen. Des Weiteren wird SAP vom „ Manager Magazin “ zum Unternehmen des Jahres gewählt.

Die R/3-Programmgeneration

R/3 wird auf der CeBIT 1991 vorgestellt
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© SAP

Ende der 80er lösen PC-Arbeitsplatzrechner Großrechner ab. SAP zählt über 1000 Kunden und entwickelt seine Softwarelösung weiter. Das Ergebnis wird 1991 auf der CeBIT in Form der neuen Programmgeneration R/3 vorgestellt. Die Internationalisierung wird weiter vorangetrieben. Die neueste Software-Generation ist auch auf Japanisch erhältlich. Außerdem öffnet SAP seine Lösung für weitere Plattformen. Die Produkte aus Walldorf werden auch durch die Zusammenarbeit von SAP und Microsoft und der Portierung auf Windows NT vorangetrieben. Hinzukommt, dass die Software-Lösungen auf allen wichtigen RISC-Architekturen laufen. Als Großkunden können die Walldorfer im gleichen Jahr die Deutsche Telekom , IBM und Microsoft gewinnen. Der Umsatz liegt 1994 erstmalig über einer Milliarde.

Der Vorstand verändert sich. 1996 tritt Hector aus dem operativen Geschäft aus. Zudem veräußert er seine SAP-Aktien. Hopp und Tschira wechseln 1998 in den Aufsichtsrat. Das Unternehmen wird nur noch mit der Doppelspitze Plattner und Henning Kagermann, der 1991 bereits in den Vorstand ernannt wurde, geführt. Die nächste Management-Generation folgt mit Peter Zencke (1993), Claus E. Heinrich und Gerhard Oswalt (beide 1996).

Kagermann bereitete die Neuausrichtung von Plattner vor. Letzterer gab 1999 die mySAP.com-Strategie bekannt. Hierbei handelt es sich um eine Internet-Strategie. 2003 wechselt Plattner in den Aufsichtsrat und löst Hopp als Aufsichtsratsvorsitzender ab und Kagermann übernimmt die alleinige Führung des Unternehmens.

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