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3D-Grafik installieren

16.04.2008 | 13:43 Uhr |

3D-Unterstützung für Nivdia-Karten installieren

Für Grafikkarten mit Nvidia-Chipsatz aktivieren Sie in Yast unter „Software, Community Repositories“ das Repository „Nvidia“. Dort finden Sie verschiedene Treiber; die „nouveau“-Treiber sind ein Open-Source-Nachbau und befinden sich noch im Alpha-Stadium. Halten Sie sich an die Treiber mit der Zeichenkette „nvidia“. Zunächst ermitteln Sie in einem Terminal-Fenster mit „uname -r“ Ihre Kernel-Version, meist „default“. Installieren Sie dann mit Yast den Nvidia-Treiber mit der gleichen Zeichenkette. Der Treiber mit der Zeichenkette „gfxG01“ unterstützt die meisten neueren Nvidia-Chipsätze, der andere (Version 1.0.9639) eignet sich für ältere Varianten, etwa eine Geforce Ti 4200. Eine Liste der Chipsätze, für den Sie den älteren Treiber brauchen, finden Sie auf der Website von Suse . Nach der Installation starten Sie Ihren Rechner neu: Der Treiber steht Ihnen anschließend automatisch zur Verfügung.

3D-Unterstützung für ATI-Karten installieren

Besitzer von Grafikkarten mit ATI-Chip-satz sollten zunächst prüfen, ob nicht der vorinstallierte Treiber bereits 3D-Unterstützung bietet. Um das zu testen, starten
Sie mit <Alt>-<F2> und der Eingabe von „glxgears“ das gleichnamige Programm,
das bunte Zahnräder zeigt. Drehen sie sich, sollten Sie den vorinstallierten Treiber verwenden. Unter Umständen müssen Sie in SaX2 unter „Monitor“ die Option „3D-Beschleunigung aktivieren“ markieren.

Funktioniert der Test nicht, können Sie in Yast unter „Software, Community Repositories“ die Paketquelle „ATI Repository“ aktivieren. Suchen Sie dann in Yast unter „Software installieren oder löschen“ nach der Zeichenkette „fglrx“. Der Treiber besteht aus zwei Teilen: einem größeren mit dem Namen „x11-video-fglrx“ und einem kleineren mit der Bezeichnung „ati-fglrxG01-kmp“. Letzterer trägt im Namen jeweils auch die Bezeichnung des entsprechenden Kernels, im Normalfall „default“. Welchen Kernel Sie verwenden, erfahren Sie in einem Terminal-Fenster mit „uname -r“. Nach der Installation schließen Sie alle Fenster, wechseln mit <Strg>-<Alt>-<F1> an die Konsole und melden sich dort als root an. Mit dem Befehl „init 3“ wechseln Sie in den Textmodus und geben nach Betätigen der <Return>-Taste die Befehlszeile „sax2 -r“ ein. Mit „init 5“ starten Sie die grafische Oberfläche erneut. Testen Sie nun mit „glx gears“, ob die 3D-Unterstützung funktioniert. Sollte der Bildschirm schwarz bleiben, helfen meist folgende Tipps: Starten Sie Ihren Rechner neu, und wählen Sie im Bootmanager den Eintrag „Failsafe“. Installieren Sie mit „yast -i mc“ den Datei-Browser Midnight Commander, der auch einen Editor mitbringt.

Bei Grafikchips mit „Shared Memory“ sollten Sie in der Datei /etc/fstab folgende Zeile am Ende ergänzen und mit <Return> abschließen:

tmpfs /dev/shm tmpfs defaults 0 0

Die Zeile richtet eine RAM-Disk im Arbeitsspeicher ein, auf die der Grafikchip dann zugreifen kann. Starten Sie danach Ihren Rechner neu.
Bleibt Ihr Bildschirm nach der Eingabe von „sax2 -r“ schwarz, suchen Sie in der Textdatei /var/log/SaX.log nach der Zeichenkette „(EE) fglrx(0): PreInitDAL failed“. Taucht sie auf, öffnen Sie die Textdatei /boot/grub/menu.lst und navigieren im ersten Abschnitt „openSUSE 10.3“ zu der Zeile, die mit „kernel“ beginnt. Dort löschen Sie dann die Zeichenkette, die mit „vga=“ anfängt.

ATI: 3D-Unterstützung für Compiz einrichten

Wenn Sie den 3D-Desktop „Compiz“ mit Ihrer ATI-Grafikkarte verwenden wollen, sollten Sie zunächst prüfen, ob der passende Open-GL-Treiber verwendet wird. Dazu öffnen Sie ein Terminal-Fenster und geben dort als root den Befehl „fglrxinfo“ ein. Falls Sie die vorinstallierten Treiber nutzen, funktioniert der Befehl nicht. Ob Sie damit Compiz einsetzen können, müssen Sie ausprobieren und gegebenfalls proprietäre Treiber nachinstallieren.
Erhalten Sie in der Ausgabe die Zeichenkette „OpenGL vendor string: ATI Technologies Inc.“, ist alles in Ordnung. Verwendet das System stattdessen den „Mesa“ Open-GL-Treiber, wird Compiz nicht funktionieren. Dann müssen Sie den Treiber des Herstellers von dessen Internet-Seite herunterladen. Danach installieren Sie mit Yast die Pakete „gcc“ sowie „kernel-source“ und übersetzen anschließend den heruntergeladenen Treiber als root in einem Terminal-Fenster mit:

sh ati*.run –buildpkg SuSE/SUSE103-IA-32

für 32-Bit Systeme oder

sh ati*.run –buildpkg SuSE/SUSE103-AMD64

für 64-Bit Systeme in ein RPM-Paket, das Sie anschließend im Verzeichnis /usr/src/packages/RPMS/i386 oder /usr/src/packages/RPMS/x86_64 finden. Nun wechseln Sie mit <Strg>-<Alt>-<F1> an die Konsole, melden sich dort als root an, wechseln mit „init 3“ in den Textmodus und dann mit „cd <Pfad>“ in eines der oben erwähnten Verzeichnisse. Dort installieren Sie den Treiber mit dem Befehl „rpm -Uvh fgl*.rpm“. Mit folgenden Befehlen richten Sie den Treiber dann ein:

ldconfigaticonfig –initial –input=/etc/X11/xorg.confsax2 -r -m 0=fglrx

Starten Sie Ihren Rechner neu, und prüfen Sie erneut mit „fglrxinfo“, ob jetzt die korrekten Open-GL-Treiber in Ihrem System verwendet werden.

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