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3. Währungsgefälle: Zahlen Sie nur die Hälfte bei Amazon UK

24.11.2008 | 12:49 Uhr |

Wegen des starken Euros lohnen sich virtuelle Abstecher zu Amazon-Seiten in Ländern außerhalb der Euro-Zone. Für Einkäufe in den USA fallen neben der Einfuhr-Umsatzsteuer aber oft Zollgebühren und hohe Versandkosten an. Wir empfehlen Ihnen daher, sich eher bei Amazon England umzuschauen. Lieferungen von Großbritannien nach Deutschland sind zollfrei, außerdem sind die Versandkosten moderat. Wir haben bei DVDs und CDs ein Sparpotenzial von bis zu 66 Prozent enteckt.

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4. Zurück an Absender: Nutzen Sie die Amazon-Resterampe
Wenn Sie online bestellen, haben Sie ein 14-tägiges Widerrufsrecht. Doch Produkte, die Kunden fristgerecht nach Gebrauch zurückschickt haben, lassen sich nicht mehr als Neuware verkaufen. Amazon bietet die Rückläufer zu reduzierten Preisen in einem eigenen Shop mit dem Namen „ Resterampe “ an. Den Spezial-Shop können Sie über das untere der beiden Suchfelder (neben dem Drop-down-Menü „resterampe“) durchstöbern. Wenn Sie etwas Relevantes gefunden haben, sehen Sie auf der Produkt-Detailseite, wie hoch der Unterschied zwischen dem reduzierten Preis (mittig auf der Seite) und dem normalen Preis (Kasten „Jetzt kaufen?“) ist. Mit dem Klick auf den „XX Angebote erhältlich ab“ neben der Preisangabe gelangen Sie auf eine Info-Seite, die den Preis und die Versandkosten anzeigt. In der Spalte „Verkäufer-Information“ ist unter „Anmerkungen“ hinter dem Standardsatz „Ein Amazon.de Subunternehmen“ der Artikelzustand beschrieben, etwa „unbenutzt/ungelesen, Kleine Falte/Knick auf der Rückseite“. Wenn alles Ihren Vorstellungen entspricht, legen Sie den Artikel in den Einkaufswagen.

Auch für Resterampe-Produkte besteht, wie von Neuwaren gewohnt, ein Rückgaberecht und die Gewährleistung. Das einzige Manko sind die Versandkosten: Sie fallen pro Produkt an und nicht nur pro Bestellung. Auch die von Amazon gewohnte portofreie Lieferung ab einem Bestellwert von 20 Euro wird hier nicht angeboten. Zum Recherchezeitpunkt waren wegen Umstrukturierung auf der Amazon-Website einige Menüpunkte in der Resterampe auf englisch – zum Beispiel „Used from EUR 32,69“ statt „Gebraucht ab EUR 32,69“ und „Items 1–24“ statt „Artikel 1–24“.

5. Unfair: Super-Minipreis durch gefakete Angebote
Amazon bietet anderen Händlern gegen Provision die Möglichkeit, ihre Waren über die Amazon-Website zu verkaufen. Unter diesen Händlern herrscht ein erbitterter Wettbewerb um die erste Position in der Preisliste, die mit dem günstigsten Angebot beginnt. Einige Profi-Schnäppchenjäger nutzen diese Kenntnis zu einem halbseidenen Trick: Sie tun so, als würden sie ihren Wunschartikel selbst anbieten – zu einem deutlich niedrigeren Preis. Wenn sie Glück haben, reagiert einer der Händler und schraubt seinen Preis herunter. Dann schlagen die Schnäppchenjäger zu, kaufen das Produkt mit einem zweiten Amazon-Account und löschen ihr Scheinangebot.

Um zu verhindern, dass jemand auf das Fake-Angebot eingeht, geben sie einen schlechten Zustand des Produktes an. Beispiel bei einer DVD: „Verkratzt, ohne Box, russisch mit finnischen Untertiteln“. Viele Händler erkennen so ein fingiertes Angebot nicht, weil sie ihre oft riesigen Produktbestände mit Spezial-Software pflegen. Diese Preis-Software gleicht automatisch ab, ob konkurrierende Händler gleiche Produkte zu niedrigeren Preisen anbieten, und reagiert entsprechend den Vorgaben des Verkäufers. Gibt dieser keinen Mindestpreis (Einkaufspreis plus Handling) ein, könnte ein unfairer Profi-Schnäppchenjäger den Preis sogar auf wenige Cent drücken. Ob der Verkäufer die Bestellung dann tatsächlich ausführt oder sie mit einer Ausrede storniert, steht auf einem anderen Blatt.

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