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3. Private Veräußerungsgeschäfte: Auch hier fallen Steuern an


Eine besondere Falle steckt im „privaten Veräußerungsgeschäft“ nach den §§ 22 und 23 Einkommensteuergesetz: Danach kann bereits ein einzelner Ebay-Verkauf steuerpflichtig sein – denn auf die Nachhaltigkeit der Betätigung kommt es hier nicht an. Ein steuerpflichtiges privates Veräußerungsgeschäft liegt nach § 23 Absatz 1 Nr. 2 des Einkommensteuergesetzes beispielsweise immer dann vor, wenn der Zeitraum zwischen Anschaffung und Veräußerung nicht mehr als ein Jahr beträgt. Neben der Ein-Jahres-Frist braucht es allerdings noch eine Einkünfteerzielungsabsicht – und die fehlt, ähnlich der unter 2 Punkt 2 beschriebenen Gewinnerzielungsabsicht, bei Gegenständen des täglichen Lebens. Wenn Sie also einzelne Stücke aus Ihrem Hausrat, Ihr Auto oder Ihren letzten CD-Fehlkauf bei Ebay versteigern wollen, führt dies noch nicht zu steuerpflichtigen Einkünften.

Anders sieht es dagegen aus, wenn Sie Schmuckstücke oder Kunstgegenstände, etwa ein Ölgemälde oder eine Bronzefigur, anbieten. Kaufen Sie beispielsweise einen alten Kupferstich bei einem Antiquitätenhändler für 500 Euro und versteigern den Stich bei Ebay für 1000 Euro, ist der Gewinn steuerpflichtig – selbst dann, wenn Sie sonst keine weiteren Versteigerungen durchführen. Immerhin bleiben Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften jedoch steuerfrei, soweit sie im Kalenderjahr weniger als 512 Euro betragen.

Tipp: Im Falle einer Steuerpflicht können Sie die Auktionsgebühren von Ebay als Werbungskosten geltend machen.

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