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Navigation online/offboard?

04.12.2010 | 07:04 Uhr |

Navigon Mobile-Navigator
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Wenn Sie ein ausreichend leistungsfähiges Smartphone und eine passende Datenflatrate besitzen, steht als nächstes die Entscheidung für die richtige Navigationslösung an. Hierbei kann man zwischen zwei Auswahlkriterien unterscheiden: Erstens ob die Navigation online alias offboard erfolgen soll oder offline alias onboard. Zweites ob die Navi-App gratis sein soll oder ob es sich um eine kostenpflichtige Anwendung handeln darf.

Navigation online/offboard Damit meint man eine Navigationslösung, die ihr Kartenmaterial nicht im internen Speicher des Smartphones und auch nicht auf dessen SD-Karte ablegt, sondern während der Benutzung fortlaufend von einem Server aus dem Internet bezieht. Somit ist eine durchgehende, möglichst breitbandige Internet-Verbindung (UMTS, HSDPA, künftig auch LTE) während der Navigation zwingend Voraussetzung.

Vorteile dieser Online-Lösung: Sie müssen sich nicht um Karten-Updates kümmern, sondern nutzen automatisch immer die aktuellsten zur Verfügung stehenden Karten. Zudem sind die beiden bekanntesten Online-Navi-Lösungen für Android kostenlos: Skobbler von einem Berliner Unternehmen und das bekannte Google Maps Navigation. Google Maps Navigation glänzt zudem durch ein tolles Feature wie Satellitenansicht - da kann kein normales Navigationsgerät mithalten.

Google Maps Navigation kann aber noch viel mehr: Es bietet eine Sprachsteuerung (sie können es also per Sprache bedienen und die Zieladresse aufsprechen) und Text-to-Speech: Also gesprochene Fahranweisungen. Zudem können Sie sich einen Überblick über die Verkehrslage auf der gewählten Route verschaffen.

Nachteile haben diese kostenlosen Online-Lösungen allerdings durchaus: Sie verursachen erhebliches Datenaufkommen zwischen dem Server des Betreibers der Navigationslösung und Ihrem Smartphone. Wenn Sie bei Google Maps nur die Kartenansicht wählen, können Sie den Traffic allerdings deutlich reduzieren: Eine Route von 55-Kilometer versursachte durch Google Maps Navigation in der Kartenansicht nur 1 MB Traffic. Bei der Satellitenansicht waren es bei der gleichen Strecke 11 MB Traffic!

Speziell im Ausland drohen zudem teure Roaming-Gebühren. Sollten Sie eine Online-Navigationslösung also öfter im Ausland verwenden, so besorgen Sie sich am besten eine SIM-/Prepaidkarte für das Zielland oder nutzen eine Onboardlösung.

Und natürlich setzt eine Online-Lösung eine gute Internetverbindung voraus. Wenn Sie also oft fernab der Ballungsgebiete in Gegenden mit einer schlechten Datenanbindung unterwegs sind und deshalb meist mit Edge-Tempo surfen, dann sollten Sie eher zu einer Onboard-Lösung greifen. Allerdings klappte bei uns die Verwendung von Google Maps Navigation durchaus auch mit Edge, sofern man den dabei anfallenden Traffic nicht unnötig erhöht.

Deshalb unser Tipp: Bei einer Online-Navigationslösung wie Google Maps Navigation sollten Sie bei einer eher schlechten Internetverbindung und/oder einem niedrigen monatlichen Trafficlimit auf die Satellitenansicht verzichten und nur die Kartenansicht wählen.

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