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3. Dateinamen und -Erweiterungen

26.02.2004 | 10:42 Uhr | Markus Pilzweger

Ein wesentlicher Unterschied zwischen Linux und Windows besteht darin, dass Linux zwischen Groß- und Kleinschreibung in Dateinamen unterscheidet, Windows jedoch nicht. Wenn Sie unter Windows Dateinamen mit unterschiedlicher Groß- und Kleinschreibweise vergeben, kümmert sich das Betriebssystem nicht darum. Linux hingegen benötigt die exakte Schreibweise, um eine Datei zu erkennen. Um dieses Problem von vornherein zu vermeiden, sollten Sie Dateinamen grundsätzlich klein schreiben.

Beide Dateisysteme kommen mit langen Dateinamen zurecht, die bis zu 255 Zeichen enthalten dürfen. Problematisch sind für Linux Leerzeichen und Sonderzeichen innerhalb eines Dateinamens. Leerzeichen beispielsweise interpretiert Linux als Backslash. Auf der sicheren Seite sind Sie, wenn Sie Dateinamen mit Unterstrichen statt Leerzeichen vergeben, etwa "brief_vom_datum.sxw", und auf Sonderzeichen verzichten.

Seit dem Einzug grafischer Windowmanager hat auch die MIME-Verknüpfung (Multipurpose Internet Mail Extensions) unter Linux an Bedeutung gewonnen. Der MIME-Standard kommt ursprünglich aus der Internet-Welt und sorgt dafür, dass sich in Mails enthaltene Zusatzdokumente, etwa Bilder, mit dem entsprechenden Programm öffnen lassen. Sowohl unter Windows als auch Linux erfüllt MIME den gleichen Zweck, nämlich über die Datei-Erweiterung festzustellen, mit welchem Programm eine Datei geöffnet werden soll.

Die Einschränkung aus der DOS-Zeit, dass Datei-Erweiterungen lediglich drei Zeichen enthalten dürfen, behalten beide Betriebssysteme aus Gründen der Kompatibilität weitgehend bei. Einige Ausnahmen sind etwa "jpeg" statt "jpg", "mpeg" statt "mpg" oder "conf" für Konfigurationsdateien unter Linux.

Früher hat man unter Linux ganz auf Datei-Erweiterungen verzichtet, da das System den Dateityp auch ohne diese erkennt. Ausführbare Dateien tragen bis heute keine Erweiterungen, das System erkennt sie dennoch.

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