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2001: Revolution in der Musikindustrie - iPod und iTunes

26.09.2015 | 09:12 Uhr |

Den iPod gibt es in vielen Varianten. Mittlerweile befindet sich der Musikplayer aber auf dem absteigenden Ast, weil ihn immer mehr das iPhone ersetzt.
Vergrößern Den iPod gibt es in vielen Varianten. Mittlerweile befindet sich der Musikplayer aber auf dem absteigenden Ast, weil ihn immer mehr das iPhone ersetzt.
© Apple

Im Januar 2000 verkündet Apple eine neue Strategie hin zu mehr Internet , Unterhaltungselektronik und neuen Gerätekategorien. Das erste Produkt dieses Kurswechsels ist der iPod, ein digitales Musikabspielgerät. Etwas kleiner als eine Zigarettenschachtel mit einer eingebauten Festplatte, einem Klickrad und der dazugehörigen iTunes-Software, stellt der iPod ab Oktober 2001 die gesamte Musikindustrie auf den Kopf. Die erste Version spiele rund 1000 digitale Lieder ab und unterstützt sogar Zufallswiedergabelisten. Die letzte Variante des iPod Classic spielt allerdings 40.000 Lieder ab, abgelegt auf einer Festplatte mit einem Gesamtspeicher von 160 GByte. Mittlerweile gibt es den iPod in vielen Varianten (Shuffle, Nano, Touch).

Der Erfolg des iPod ist aber nicht ohne den internetbasierten iTunes-Store denkbar, der im April 2003 in den USA an den Start geht. Auf der Plattform können Apple-Kunden Musikstücke, Spielfilme, Podcasts oder TV-Serien kaufen. Damit rückt Apple Computer, Software und seine digitale Handelsplattform ganz eng zusammen und erschließt sich eine neue sprudelnde Einnahmequelle.

Im Jahr 2001 eröffnet Apple auch sein erstes Einzelhandelsgeschäft. Mit dem Apple Store wendet sich das Unternehmen direkt an die Verbraucher.

2002-2006: Weitere Innovationen und Umstieg auf Intel-Architektur

2002 stellt Apple Xserve vor, seine ersten Server für ein 19-Zoll-Rack. Mit dieser Technologie zeigt das Unternehmen, dass es sich nicht nur an Endverbraucher richtet, sondern auch Unternehmen im Blick hat. Darüber hinaus veröffentlicht Apple weitere Updates seines Betriebssystems Mac OS X und bringt mit dem Mac mini einen sehr kompakten Desktop-Rechner auf den Markt. Er ähnelt im Konzept dem G4 Cube, ist sogar noch kleiner, aber viel preiswerter.

Doch 2004 gibt es schlechte Nachrichten zum Gesundheitszustand von Steve Jobs. Im Sommer kündigt Steve Jobs seinen Mitarbeitern an, dass er an einem gefährlichen Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt war und erfolgreich operiert werden konnte. In der Rekonvaleszenz-Phase übernimmt COO Tim Cook vier Wochen lang das Ruder bei Apple. Zur Entwicklerkonferenz WWDC im August 2004 tritt Jobs wieder öffentlich auf.

MacBook Pro mit Intel-Prozessoren
Vergrößern MacBook Pro mit Intel-Prozessoren
© Apple

Die wichtigste Änderung bei den Geräten ist sicherlich 2006 der Umstieg von IBM- auf Intel-Prozessoren. Das MacBook Pro ist das erste Apple-Produkt, das auf der Intel-Architektur basiert, ein 15-Zoll-Laptop mit Intel Core Duo Prozessor und bis zu 1 GByte Arbeitsspeicher. Einige Monate später stellt Apple das erste MacBook vor, dessen Spezifikationen denen des MacBook Pros ähneln. Allerdings fällt es mit 13-Zoll etwas kleiner aus. Zu guter Letzt vervollständigt Apple das Trio mit dem MacPro, Apples erster Desktop-Computer mit Intel-Architektur.

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