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20. Bietet Windows 2000 besonders hohe Zuverlässigkeit?

Was dahinter steckt: In der Tat ist Windows 2000 ebenso wie NT 4 stabiler als Win 9x. Störfaktoren wie ein defektes Programm, eine nicht eingelegte Diskette oder CD haben unter Windows 2000 kaum eine Chance, einen Blue Screen wie unter Windows 9x zu bescheren. Durch den System File Checker (siehe Punkt 19) und Treibersignaturen (siehe Punkt 2) ist auch die Sicherheit höher.

Für besonders hartnäckige Installationsprogramme gibt es allerdings immer noch eine Hintertür. Wird eine Treiberdatei - ob mit Treibersignatur oder ohne - per Registry-Eintrag direkt eingebunden, ist das System dagegen wehrlos. Es gibt durchaus noch Installationsprogramme, die so verfahren, so dass auch eine Windows-2000-Installation auf diese Weise beschädigt werden kann. Unter Windows NT 4 hatten Sie in einem solchen Fall jedoch ein arges Problem: Ohne Registry-Backup auf einer Notfalldiskette war ein nicht mehr startendes System nicht mehr zu reparieren.

Unter Windows 2000 dagegen können Sie von der Installations-CD booten und die "Wiederherstellungskonsole" aufrufen. Das ist eine Art Minimal-Windows-2000 mit etwas über 30 Kommandozeilenbefehlen. Damit lassen sich etwa eine beschädigte Registrierdatenbank gegen ein funktionierendes Backup oder auch einzelne Sys-temdateien austauschen. Sie können einen widerspenstigen Treiber löschen oder den entsprechenden Dienst dauerhaft abschalten. Daneben bietet die Wiederherstellungskonsole auch so wichtige Reparaturoptionen wie die Rekonstruktion von Master Boot Record und Boot Record sowie die Überprüfung von Festplatten. In der Konsole lassen sich nur die vordefinierten Befehle ausführen, keine externen Programme.

Tipp: Wenn Sie nach der Installation von Windows 2000 WINNT32.EXE (auf der Installations-CD im Verzeichnis \I386) noch einmal mit dem Parameter "/cmdcons" starten, richtet Windows 2000 die Wiederherstellungskonsole auf der Festplatte ein, so dass sie auch ohne CD erreichbar ist. Sie erscheint dann als Option im Bootmenü.

Übrigens: Falls Sie von Windows NT 4 her gewohnt sind, Ihre Systemdateien mit RDISK.EXE auf eine Diskette zu sichern, dann müssen Sie umdenken - dieses Programm gibt es nicht mehr. Eine Rettungsdiskette und das Backup der aktuellen Registry erstellen Sie nun mit dem Backup-Programm (siehe Punkt 16) unter dem Menü "Extras". Das Registry-Backup kommt allerdings nicht mehr mit auf die Diskette, sondern wird nur noch im Verzeichnis \Winnt\Repair\Regback abgelegt.

Fazit: Windows 2000 ist ein robustes Betriebssystem. Für eventuell auftretende Fehler hat es zur Reparatur die Wiederherstellungskonsole mit an Bord.

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