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2. Windows (II)

21.12.2001 | 13:46 Uhr | Thorsten Eggeling, David Wolski

Genügt ein aktuelles Windows für die Euro-Umstellung?

Frage:

Kann man davon ausgehen, dass mit einem Euro-fähigen Windows alle Anwendungen ebenfalls fit für die neue Währung sind?

Antwort:

Ja - jedenfalls für die meisten Anwendungen. Ein paar Probleme treten trotzdem auf. So geht das Euro-Zeichen zuweilen verloren, wenn Sie Dokumente zwischen mehreren Textverarbeitungen austauschen und dabei konvertieren.

Besonders MS-Office-Programme haben beim Import Schwierigkeiten: Winword erkennt keine Euro-Zeichen, die in Ascii-Textdateien enthalten sind. Auch Dateien früherer Word-Versionen lassen sich nicht immer so importieren, dass das Euro-Zeichen hinterher enthalten ist.

Vorbildlich verhält sich Star Office: Es erkennt den Euro in Ascii- und Ansi-Codierung und ist somit geeignet, Texte zu importieren, die unter DOS erstellt wurden.

Auch mit dem Word-Import gab es keinerlei Probleme.

Für Mailprogramme gilt: Neben den üblichen Voraussetzungen wie der richtigen Schriftart und einem Euro-fähigen Windows muss sowohl das sendende als auch das empfangende Programm das "€" richtig interpretieren können.

Eine allgemein gültige Mime-Codierung - Beispiel: "=FC" für ein "ü" - gibt es nicht. Ein Mailprogramm kann das Euro-Zeichen deshalb nur als 8-Bit-Zeichen oder in Unicode senden. Beides kann Probleme verursachen - im ersten Fall, wenn der Empfänger ein anderes Betriebssystem verwendet, im zweiten Fall, wenn sein Mailprogramm kein Unicode versteht.

Erhalten Sie also vom Empfänger die Nachricht, das Euro-Symbol sei nicht lesbar, verwenden Sie ganz pragmatisch "EUR" oder schreiben das Wort aus. In den meisten Fällen können Sie jedoch davon ausgehen, dass ein gesendeter Euro auch richtig ankommt.

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