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2. Grundeinstellungen für den Bildschirm auswählen

04.04.2009 | 09:33 Uhr | Markus Schelhorn,

2. Grundeinstellungen für den Bildschirm auswählen

Bevor Sie sich daran machen, Fotos zu bearbeiten, sollten Sie den Monitor auf einen Referenzwert einstellen. Eine relativ einfache Methode besteht darin, den Bildschirm auf die Werkseinstellungen zurückzusetzen. Doch hier ist Vorsicht geboten: Viele Modelle sind ab Werk auf eine Farbtemperatur von 9300 Grad Kelvin eingestellt. In diesem Fall ist eine Verschiebung in Richtung Blau zu erkennen. Das passt zwar für Einsatzgebiete im Büro, aber nicht für das Retuschieren von Digitalfotos.

Tageslicht dagegen hat eine Farbtemperatur zwischen 5500 Grad Kelvin (sonnig) und 7500 Grad Kelvin (bedeckt). Bei den meisten Monitoren können Sie die Farbtemperatur anpassen, entweder direkt am Gerät über Bedientasten oder per Software, die der Monitorhersteller beigelegt hat.

Als Standardwert für die Bildbearbeitung empfehlen sich eine Farbtemperatur von 6500 Grad Kelvin und ein Gammawert von 2,2. Der Gammawert bestimmt die mittlere Helligkeit eines Bildes. Die entsprechende Einstellung finden Sie im Bildschirm-Menü oder der Monitor-Software.

3. Bildschirmfarben tunen

Nun geht es ans Kalibrieren des Bildschirms. Häufig legt der Hersteller des Monitors oder der Grafikkarte seinem Produkt ein Programm bei, mit dem Sie die Farbeinstellungen optimieren. In den Referenztreibern von Nvidia und ATI sind diese Werkzeuge enthalten. Aufrufen lassen sich solche Tools etwa bei Rechnern mit Windows XP folgendermaßen: Klicken Sie auf „Systemsteuerung“, danach auf „Anzeige, Einstellungen, Erweitert“. Dort finden Sie eine Registerkarte mit dem Titel „Farbverwaltung“. Sie dient dazu, mehrere Monitorprofile zu speichern und bei Bedarf aufzurufen, etwa eines für Spiele und eines für die Bildbearbeitung.

Je nach Grafikkarte sind zudem ein oder mehrere Tools vorhanden, mit denen sich die Einstellungen Ihrer Grafikkarte verändern lassen - inklusive der Gammawerte.

4. Digital Quality Tool zur Farbabstimmung

Für Privatnutzer reicht in vielen Fällen auch das kostenlose Werkzeug DQ (Digitale Qualität) , das der Photoindustrie Verband e.V. entwickelt hat. Klicken Sie dazu auf der Website erst unten auf „Archiv“ und dann auf „DQ-Tool“. Mit Hilfe von Referenzbildern kann der Anwender Kontrast und Farbdarstellung seines Monitors bequem anpassen.
Der Vorteil von solchen Software-gestützten Kalibrierungsverfahren: Sie sind preisgünstig, weil sie vielen Grafikkarten, Monitoren und Bildbearbeitungs-programmen beiliegen, und sie lassen sich relativ einfach bedienen.
Der Nachteil: Sie liefern nur Annäherungswerte . Für jemanden, der nur ab und zu ein paar Schnappschüsse macht und sie ausdrucken möchte, reichen die Bordmittel jedoch aus.

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