Der Mail-Client KMail, der standardmäßig mit KDE installiert wird, bietet Ihnen einfache Filtermöglichkeiten, mit denen Sie Spammails aussortieren und löschen können. Den Filter erreichen Sie unter "Einstellungen, Filter einrichten". Filterregeln definieren: Auf der linken Seite sehen Sie ein Feld mit bereits vorhandenen Filtern. Haben Sie noch keine definiert, ist es leer.

Ein Klick auf die kleine Schaltfläche links unten erlaubt Ihnen nun, einen Filter anzulegen. Unter den Filterbedingungen lassen sich bestimmte Abschnitte der Mail angeben und auf ihren Inhalt hin überprüfen. Sie können etwa im Nachrichtentext oder Betreff (Subject) nach Begriffen filtern, die oft in Spammails vorkommen.

Wollen Sie etwa alle Mails aussortieren, die im Betreff "Money" enthalten, wählen Sie im ersten Drop-down-Feld "Subject", im zweiten "enthält" und geben in das freie Feld rechts davon "money" ein. Beim Filtern lassen sich übrigens auch mehrere Bedingungen kombinieren. Dabei können Sie wählen, ob nur eine der genannten Bedingungen erfüllt sein muss oder ob alle zutreffen müssen, damit KMail die Mail aussortiert. Für Letzteres wählen Sie bei den Filterbedingungen "Trifft auf alle Folgenden zu" und definieren dann mehrere Bedingungen.

Tipp: In KMail gibt es die Möglichkeit, einzelne Filterregeln direkt aus der Mailansicht heraus zu definieren. Dazu wählen Sie eine Spammail im Posteingang aus und gehen auf "Extras, Filter anlegen". Hier legen Sie nun fest, ob die neue Regel sich auf den "Absender", den "Betreff" oder den "Empfänger" dieser Mail beziehen soll.

Aktion festlegen: Nach dem Erstellen der Filterregeln müssen Sie KMail noch mitteilen, wie es mit Nachrichten verfahren soll, die diese Bedingungen erfüllen. Wenn Sie die Mails automatisch löschen lassen möchten, wählen Sie in der Auswahlliste unter "Filteraktionen" die Aktion "verschieben in Ordner" und in der daraufhin rechts davon erscheinenden Liste "Mülleimer". Davon raten wir allerdings ab, da dann auch erwünschte Nachrichten mit dem Wort "money" im Betreff sofort im Mülleimer landen würden. Besser ist es, einen separaten Ordner mit dem Namen "Spam" anzulegen (im Kontextmenü "Neuer Ordner" auswählen) und die Spammails in diesen verschieben zu lassen. Sie können nun von Zeit zu Zeit diesen Ordner kontrollieren, ob nicht doch eine erwünschte Nachricht fälschlicherweise als Spam aussortiert wurde. Ist dies nicht der Fall, leeren Sie den Ordner.

Tipp: Um die Masse des Spams unter KMail auszusortieren, können Sie einfach alle Mails mit ausländischem Absender filtern, denn die Spammer benutzen in ihren gefälschten Absenderadressen nur selten eine deutsche Absenderkennung. Dazu richten Sie eine Regel ein, die alle Mails, die kein ".de" im Absender enthalten, in den Spamordner verschiebt. Haben Sie Freunde mit ausländischen Mailadressen, sollten Sie deren Adressen aus der Spamregel ausnehmen.

Eine solche Ausnahmeregel, die die Form: "From", "ist gleich", "<Mailadresse>" hat, bewirkt, dass alle Mails vom angegebenen Absender im Posteingang bleiben. Aktivieren Sie beim Anlegen der Ausnahmeregel die Option "Bearbeiten hier abbrechen, falls Filterbedingung zutrifft", damit die nachfolgenden Filterregeln keine Anwendung mehr finden.

Schieben Sie die Ausnahmeregel dann im Feld "Vorhandene Filter" ganz nach oben, noch vor die Regel, die alle "nicht .de"-Mails aussortiert. Die Filterfunktion in KMail ist einfach zu bedienen, bedarf aber kontinuierlicher Pflege. Bei starkem Spamaufkommen müssen Sie die Filterregeln immer wieder anpassen. Als Platzhalter dienen reguläre Ausdrücke (siehe Punkt "Effektiv filtern mit regulären Ausdrücken").

PC-WELT Marktplatz

45962