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Tipps & Tricks für Ihren Standard-Providerrouter

11.09.2017 | 08:09 Uhr |

Obwohl seit gut einem Jahr die „Endgerätefreiheit“ gilt, schicken viele Internetanbieter weiterhin einen speziellen Provider-Router an ihre Neukunden. Wir liefern Ihnen die passenden Tipps zum Konfigurieren.

Die Zeit der Zwangsrouter ist vorbei… Das sollte man meinen. Tatsache ist aber: Die meisten Provider zwingen Sie auch weiterhin dazu, beim Auftrag für einen Anschluss einen Router mitzubestellen. Wie kann das sein? Ganz einfach: §41b des Telekommunikationsgesetzes (TKG) regelt zwar, dass Sie jeden beliebigen technisch geeigneten Router an Ihrem Anschluss betreiben dürfen und der Provider Ihnen zu diesem Zweck alle notwendigen Zugangsdaten mitteilen muss. Aber der Provider kann weiterhin den Vertragsabschluss davon abhängig machen, dass Sie ein kostenpflichtiges Gerät mitbestellen, auch wenn es danach nur bei Ihnen im Schrank liegt. Oder er stellt Ihnen zwangsweise einen Router „kostenlos“ zur Verfügung und kalkuliert den Preis dafür intransparent in die Einrichtungsgebühr oder die monatlichen Kosten ein.

Andererseits sind zumindest einige der Provider-Router gar nicht so schlecht wie ihr Ruf: Gerade in puncto Funktionsumfang und Konfigurationsmöglichkeiten werden sie oftmals unterschätzt. Das liegt auch daran, dass sich die von den Providern gelieferten Geräte in der Regel bei der ersten Inbetriebnahme wie von Geisterhand automatisch einrichten, sobald Sie sie mit dem Stromnetz und der Telefon- oder Kabelanschluss-Dose verbinden. Dadurch kommen viele Anwender gar nicht mehr mit dem Routermenü in Kontakt. Für Einsteiger ist das sinnvoll und hilfreich. Fortgeschrittene übersehen andererseits leicht, dass ihr Router mehr kann, als sie vielleicht angenommen hatten. Daher geben wir Ihnen in diesem Beitrag Tipps zu den wichtigsten aktuellen Provider-Routern. Da die Konfigurationsoberfläche meist geräteübergreifend vom Provider gestaltet wird, werden Sie die meisten hier vorgestellten Tipps auch mit anderen als den jeweils angegebenen Modellen nachvollziehen können. Auf die Fritzbox-Modelle von AVM gehen wir diesmal nicht ein.

Router-Grundlagen: Fünf Tipps zur optimalen Einrichtung

Log-in & Statusübersicht: So kommen Sie ins Routermenü

Die Konfigurationsmenüs von Routern sind HTML-basiert. Um darauf zuzugreifen, öffnen Sie einen Webbrowser und geben die Adresse Ihres Geräts ein. Wie diese lautet, verraten wir Ihnen im Folgenden. Außerdem nennen wir Ihnen – soweit vorhanden – das standardmäßig voreingestellte Passwort für das jeweilige Gerät. Nach dem Log-in erhalten Sie bei den meisten Routern eine Übersichtsseite, der Sie wichtige Statusinfos entnehmen können.

Hitron CVE 30360 (Vodafone Kabel Deutschland): Die Box ist über die Adresse http://kabel.box erreichbar. Das Log-in erfolgt standardmäßig mit dem Benutzernamen „admin“ und mit „password“ als Passwort.

O2 Homebox 6441: Auf den WLAN-Router greifen Sie über die Adresse http://o2.box zu. Ein Passwort ist standardmäßig nicht gesetzt.

Technicolor TC 7200 (Unitymedia): Der Zugriff erfolgt über http://192.168.0.1 . Als Benutzernamen und Passwort geben Sie jeweils „admin“ ein.

Unitymedia Connect Box: Die Adresse des Routers lautet: http://192.168.0.1 . Das Passwort finden Sie auf dem Aufkleber unter dem Standfuß der Connect Box im Feld „Settings password“.

Telekom Speedport Smart: Auf die Routereinstellungen greifen Sie über die Adresse http://speedport.ip zu. Bei der Kennwortabfrage geben Sie das „Gerätepasswort“ ein, das auf einem Kärtchen im Standfuß aufgedruckt ist.

Vodafone Easybox 804: Die Adresse zum Aufrufen der Konfigurationsoberfläche lautet http://easy.box . Ein Passwort ist standardmäßig nicht gesetzt.

Die wichtigsten Einstellungen fürs Heimnetz und Internet

Ein Router ist nicht nur für den Internetzugang zuständig, sondern ist auch Dreh- und Angelpunkt Ihres Heimnetzwerks. Sein integrierter DHCP-Server weist jedem Netzwerkgerät automatisch eine interne IP-Adresse zu, damit es mit dem Router und anderen Geräten Daten austauschen kann. Der Adressbereich lässt sich bei vielen Routern bei Bedarf anpassen. Ebenso können Sie teilweise einstellen, dass bestimmte Geräte immer die gleiche interne IP-Adresse zugewiesen bekommen. Das ist wichtig, wenn Sie Portfreigaben für diese Geräte anlegen möchten, mit dem Ziel, dass Sie oder andere berechtigte Personen vom Internet aus darauf zugreifen können.

Standardmäßig verhindert die Firewall des Routers aus Sicherheitsgründen eingehende Verbindungsanfragen. Außerdem sind die internen IP-Adressen, die Ihr Router vergibt, aus dem Internet nicht erreichbar. Wenn Sie externe Zugriffe zulassen wollen, ist es nötig, im Router eine Portfreigabe auf die IP-Adresse des jeweiligen Geräts einzurichten. Sie müssen den Router also anweisen, die Portnummer, auf dem der jeweilige Serverdienst Anfragen entgegennimmt, zu öffnen, und die Anfragen an den betreffenden Rechner im Heimnetz weiterzuleiten. Ferner können Sie bei vielen Routern auch einstellen, dass die auf Ihren Geräten befindlichen Anwendungen automatisch Ports öffnen dürfen. Dafür müssen sowohl die Software als auch der Router Upnp (Universal Plug and Play) unterstützen. Was Sie noch beachten müssen, wenn Sie einen oder mehrere Geräte übers Internet zugreifbar machen wollen, lesen Sie ausführlich im Kasten „Dynamisches DNS: Feste Webadresse fürs Heimnetz“.

Die Firewall im Router dient übrigens nicht nur dazu, Ihr Netz gegen Angriffe aus dem Internet zu schützen. Sie können sie bei manchen Routern auch dafür nutzen, dass sie bestimmten Geräten in Ihrem Heimnetz den Zugriff aufs komplette Internet oder auf bestimmte Webseiten oder Server-Ports verweigert.

Einstellungen für USB-Geräte

Nur wenige Provider-Router bieten einen USB-Anschluss, an den Sie ein Speichermedium (Stick oder externe Festplatte) oder einen Drucker anschließen können. Diese lassen sich dann im Heimnetz – und teilweise auch übers Internet – freigeben und von mehreren Rechnern aus nutzen. Sie möchten mehrere Geräte anschließen, obwohl der Router nur über eine einzige USB-Buchse verfügt? Dann nutzen Sie einen USB-Hub, den es schon für wenige Euro gibt. Nehmen Sie vorzugsweise einen mit eigener Stromversorgung.

O2 Homebox 6441: Im Menü „Heimnetz –> USB“ sehen Sie, welche externen Speichermedien und Drucker per USB an die Box angeschlossen sind. Auf die Speichermedien greifen Sie zu, indem Sie \\o2.box in die Adresszeile des Windows-Explorers eingeben. Der Router unterstützt die Dateisysteme FAT16, FAT32, ext2, ext3 und NTFS. Auf der Registerkarte „Nutzerverwaltung“ schränken Sie bei Bedarf den Zugriff ein, indem Sie Benutzerkonten einrichten, denen Sie nur Lese- oder Leseund Schreibzugriff gewähren.

Telekom Speedport Smart: An die USB-Buchse können Sie Sticks, Festplatten und Drucker anschließen und diese über „Heimnetzwerk –> Netzwerkspeicher –> Dateien und Drucker“ freigeben. Bei Bedarf lässt sich der Schreibzugriff unterbinden und ein Passwort für den Zugriff vergeben.

Tipp: Router mieten oder kaufen - was lohnt sich?

Die unterschiedlichen Router der Provider im Detail

Hitron CVE 30360 (Vodafone Kabel Deutschland): Im Abschnitt „LAN“ ändern Sie bei Bedarf die interne Adresse des Routers und den Adressbereich, aus dem der Dhcp-Server IP-Adressen an Ihre Geräte vergibt. Unter „Firewall“ lässt sich Upnp aktivieren. Manuelle Portweiterleitungen richten Sie über die Registerkarte „Forwarding“ ein. Sollte diese Registerkarte nicht vorhanden sein, besitzen Sie einen Anschluss, dem Kabel Deutschland aufgrund von Adressknappheit keine öffentliche IPv4-Adresse zuweist. Laut Kundenberichten im Internet hilft in dem Fall eine Beschwerde bei der Kabel-Deutschland-Hotline, verbunden mit der Bitte nach einer „Umstellung auf IPv4“. Die Firewall des Hitron CVE 30360 kann übrigens auch ausgehende Daten kontrollieren. So haben Sie die Möglichkeit, einzelne oder alle Geräte im Heimnetz daran zu hindern, bestimmte Internetports zu nutzen. Dazu tragen Sie die gewünschten Portnummern sowie den gewünschten IP-Adressbereich unter „IP-Filterung“ ein.

O2 Homebox 6441: Der Router ist nicht nur hübsch anzusehen, er bietet auch einen USB-Anschluss, über den sich Speichermedien und Drucker im Heimnetz freigeben lassen. Ein Gastzugang fehlt.
Vergrößern O2 Homebox 6441: Der Router ist nicht nur hübsch anzusehen, er bietet auch einen USB-Anschluss, über den sich Speichermedien und Drucker im Heimnetz freigeben lassen. Ein Gastzugang fehlt.

O2 Homebox 6441: Unter „Heimnetz –> LAN –> DHCPv4“ legen Sie die interne IP-Adresse des Routers und den internen Adressbereich fest und weisen bis zu zehn Geräten feste interne IPs zu. Portweiterleitungen richten Sie im Untermenü „Port Forwarding“ ein; hier sind maximal 15 möglich. Im Menü „Sicherheit –> IGD/UPnP“ lassen sich automatische Portfreigaben über das Upnp-Protokoll aktivieren. Unter „Internet –> DynDNS“ konfigurieren Sie dynamische DNS-Dienste.

Technicolor TC 7200: Der Kabelrouter in Schwarz bietet umfangreiche Filtereinstellungen für ausgehenden Datenverkehr, die sich auch als Kindersicherung nutzen lassen.
Vergrößern Technicolor TC 7200: Der Kabelrouter in Schwarz bietet umfangreiche Filtereinstellungen für ausgehenden Datenverkehr, die sich auch als Kindersicherung nutzen lassen.

Technicolor TC 7200: Im „Grundeinstellung“- Unterpunkt „Lokales Netzwerk (LAN)“ können Sie sowohl die IP-Adresse des Routers als auch den IP-Adressbereich und die DNS-Server-Adressen ändern. Über „Fortgeschritten –> Optionen“ aktivieren Sie bei Bedarf Upnp. Unter „Fortgeschritten“ finden Sie noch einige weitere Unterpunkte, mit denen Sie den Zugriff Ihrer Geräte aufs Internet detailliert steuern: Über „IP-Filter“ verbieten Sie den Internetzugriff für bestimmte interne Adressen oder Adressbereiche und über „MAC-Filter“ für bestimmte Hardwareadressen. Falls Sie nur bestimmte Ports oder Portbereiche sperren wollen, nutzen Sie den „Portfilter“. Portfreigaben richten Sie über den Punkt „Weiterleitung“ ein. In den „Jugendschutzeinstellungen“ können Sie die Kindersicherung einschalten und konfigurieren. Dazu fügen Sie Netzwerkgeräte über ihre Hardware-(„MAC“)-Adresse hinzu und weisen diesen Tageszeit- oder Websitefilter zu. Beim Websitefilter definieren Sie entweder eine Blacklist mit gesperrten oder eine Whitelist mit erlaubten Seiten.

Pretty in white: Der Telekom Speedport Smart hat mehr auf dem Kasten, als seine schlichte Eleganz erahnen lässt: zum Beispiel Zeitkontingente für Ihre Kinder und einen Gastzugang.
Vergrößern Pretty in white: Der Telekom Speedport Smart hat mehr auf dem Kasten, als seine schlichte Eleganz erahnen lässt: zum Beispiel Zeitkontingente für Ihre Kinder und einen Gastzugang.

Telekom Speedport Smart: Um auf alle Einstellungen zugreifen zu können, aktivieren Sie zunächst über „Einstellungen –> Ansicht“ den „Expertenmodus“. Dann wechseln Sie zu „Heimnetzwerk –> Heimnetzwerk (LAN)“. Über „Name und Adresse des Routers“ konfigurieren Sie die interne IP-Adresse des Routers und unter „DHCP“ die internen IP-Adressen, die der Router den verbundenen Geräten zuweist. Unter „Internet –> Portfreischaltung“ richten Sie Portweiterleitungen ein. Dynamische DNS-Dienste konfigurieren Sie unter „Internet –> Dynamisches DNS“.

Im Bereich „Internet –> Filter und Zeitschaltung“ lässt sich für jedes Gerät im Heimnetz festlegen, an welchen Tagen und innerhalb welchen Zeitfensters diese aufs Internet zugreifen können, und zusätzlich jeweils ein Zeitbudget bestimmen. Das Regelwerk könnte zum Beispiel so aussehen: „Smartphone Kind“ darf von Montag bis Freitag von 14 bis 20 Uhr aufs Internet zugreifen, aber maximal 120 Minuten pro Tag; am Wochenende ist eine Nutzung zwischen 8 und 20 Uhr möglich, und zwar 360 Minuten pro Tag.

Unabhängig von den Zeitregeln schränken Sie bei Bedarf unter „Internet –> Filter und Zeitschaltung“ im Abschnitt „Erweiterte Sperre(n)“ den Internetzugriff für einzelne Geräte funktional ein, indem Sie die Ports für bestimmte Internetdienste sperren. Allerdings sind Sie hierbei auf einige wenige vordefinierte Optionen festgelegt und können nicht selbst weitere zu sperrende Ports eintragen. So ist es zum Beispiel nicht möglich, selektiv gängige Tauschbörsenports zu blockieren.

Die Connect Box für Kabelanschlusszugänge von Unitymedia kann sich optisch durchaus sehen lassen, bietet aber technisch außer einem Gastzugang nur das Nötigste.
Vergrößern Die Connect Box für Kabelanschlusszugänge von Unitymedia kann sich optisch durchaus sehen lassen, bietet aber technisch außer einem Gastzugang nur das Nötigste.

Unitymedia Connect Box: Unter „Erweiterte Einstellungen“ lässt sich die Adressvergabe des Dhcp-Servers steuern. Außerdem legen Sie hier fest, welche Geräte immer die gleiche Adresse zugeteilt bekommen sollen. Im Untermenü „UPnP“ schalten Sie bei Bedarf die automatische Portfreigabe über Upnp aus und ein. Außerdem lässt sich hier der Zugriff vom Internet aus auf die Konfigurationsoberfläche aktivieren. Diesen Schritt sollten Sie sich aber zweimal überlegen. Portweiterleitungen richten Sie unter „IP und Portfilter“ ein.

Quadratisch, praktisch, okay: Der Funktionsumfang der Vodafone Easybox 804 geht prinzipiell in Ordnung. Zum Prädikat „gut“ fehlen aber ein paar Extras.
Vergrößern Quadratisch, praktisch, okay: Der Funktionsumfang der Vodafone Easybox 804 geht prinzipiell in Ordnung. Zum Prädikat „gut“ fehlen aber ein paar Extras.

Vodafone Easybox 804: Um auf alle Optionen Zugriff zu erhalten, klicken Sie rechts oben auf „Standard-Modus“ und wählen stattdessen „Experten-Modus“. Über „Einstellungen –> Netzwerk“ haben Sie Zugriff auf die IP-Adresskonfiguration des Dhcp-Servers. Über den Menüeintrag „Internet –> Port-Mapping“ definieren Sie Portweiterleitungen. Im Abschnitt „DNS & Ddns“ legen Sie bei Bedarf einen alternativen DNS-Server fest und konfigurieren einen dynamischen DNS-Dienst.

Router-Check - So sichern Sie Ihr Netzwerk ab

WLAN-Einstellungen optimieren und den Gastzugang einrichten

Diverse Einstellmöglichkeiten bietet auch die WLAN-Funktion des Routers. Der wichtigste Aspekt dürfte hier die Verschlüsselung sein. Der derzeit sicherste WLAN-Verschlüsselungsstandard ist WPA2. Diesen wählen Sie, wenn alle von Ihnen genutzten WLAN-Geräte ihn unterstützen. Ansonsten aktivieren Sie den gemischten Modus WPA/WPA2. Keinesfalls sollten Sie WEP nutzen, da sich das Verfahren relativ einfach knacken lässt.

Eher in Richtung „Tuning“ geht die Anpassung des Funkkanals. Fast alle Geräte suchen sich automatisch den am wenigsten belegten Kanal. Aber nicht immer funktioniert die Erkennung zuverlässig. Wenn Sie mit dem WLAN-Tempo unzufrieden sind, sollten Sie mit einem Tool wie Inssider selbst den idealen Kanal herausfinden und manuell im Router festlegen. Weitere WLAN-Tuning-Tipps finden Sie hier . Immer mehr Router bieten einen WLAN-Gastzugang an. Dabei handelt es sich um ein zweites WLAN-Netz, für das Sie einen anderen Namen und ein anderes Passwort als für Ihr Haupt-WLAN festlegen und auf Anfrage Ihren Besuchern mitteilen. Diese können darüber ins Internet gehen, haben aber keinen Zugriff auf Ihre Geräte im Heimnetz.

Hitron CVE 30360 (Vodafone Kabel Deutschland): Die Verschlüsselungseinstellungen legen Sie über die Registerkarte „Sicherheit“ fest. Hilfreich bei der manuellen Suche nach einem möglichst leeren Kanal ist die Registerkarte „Wi-Fi Site Survey“. Per Klick auf „Scan“ starten Sie eine WLAN-Suche, die anzeigt, welche Funknetze gerade auf welchem Kanal mit welcher Signalstärke aktiv sind.

O2 Homebox 6441: Im Untermenü „WLAN“ schalten Sie das Funknetzwerk ein und aus, ändern den Namen und den Kanal und passen die Sendeleistung stufenweise zwischen 6 und 100 Prozent an. Alle eben genannten Optionen lassen sich getrennt nach Frequenzband (2,4 und 5 GHz) ändern. Auf der Registerkarte „Verschlüsselung“ passen Sie bei Bedarf den Verschlüsselungsmodus an, wählen also zum Beispiel statt der Voreinstellung „WPA2 (AES)“ den Kombimodus „WPA/WPA2“. Über die Registerkarte „Zeitschaltung“ legen Sie anhand mehrerer Regeln festlegen, ob und wann Ihr WLAN automatisch aus- und wieder eingeschaltet wird.

Technicolor TC 7200: Unter „Wireless“ finden sich alle wichtigen WLAN-Funktionen. Die Sendeleistung lässt sich auf bis zu 25 Prozent herunterregeln und das Frequenzband von 2,4 GHz auf 5 GHz umstellen. Die gleichzeitige Nutzung beider Frequenzbereiche ist nicht möglich.

Telekom Speedport Smart: Unter „Heimnetzwerk –> WLAN-Grundeinstellungen“ schalten Sie das WLAN getrennt für das 2,4-GHz- und 5-GHz-Band ein und aus und passen andere grundlegende Optionen an. Soll sich das Funknetz zu bestimmten Zeiten aus- und wieder einschalten, konfigurieren Sie dies unter „Zeitschaltung WLAN“. In den „Sendeeinstellungen“ lassen sich die Sendeleistung in drei Stufen regeln sowie die Kanaleinstellungen und Übertragungsmodi getrennt für 2,4 und 5 GHz festlegen. Darüber richten Sie hier auch den WLAN-Gastzugang ein.
Unitymedia Connect Box: Unter „Erweiterte Einstellungen –> WLAN –> Sicherheit“ ändern Sie WLAN-Namen (SSID), Verschlüsselungsmethode und Schlüssel. Die Angaben für das 5-GHz-Frequenzband lassen sich erst anpassen, wenn Sie hierfür eine SSID festgelegt haben, die sich von der des 2,4-GHz-Bandes unterscheidet. Unter „WLAN-Signal“ passen Sie bei Bedarf die Kanaleinstellungen an. Um das Gastnetz zu aktivieren, klicken Sie direkt auf der Einstiegsseite der Router-Konfiguration auf „Ändern Sie Ihr Gastnetzwerk“ und legen in den folgenden Schritten einen eigenen WLAN-Namen, einen WLAN-Schlüssel und optional eine Zeitspanne für die Aktivierung fest.

Vodafone Easybox 804: Über die Startseite gelangen Sie zum Punkt „WLAN“. Dort legen Sie neben dem WLAN-Namen auch den Schlüssel fest, wechseln zwischen den Frequenzbändern 2,4 GHz und 5 GHz und aktivieren den Gastzugang. Unter „Zeitplan“ stellen Sie ein, ob das WLAN zu bestimmten Zeiten aus- und wieder eingeschaltet werden soll. Dies lässt sich für Haupt- und Gästenetz allerdings nicht getrennt festlegen.

Dynamisches DNS: Feste Webadresse fürs Heimnetz

Portfreigaben allein reichen nicht, um übers Internet problemlos auf Rechner beziehungsweise Serverdienste im Heimnetz zugreifen zu können. Denn die meisten Internettarife für Privatkunden beinhalten nur eine dynamische IP-Adresse, die in der Regel alle 24 Stunden wechselt. Damit Sie oder andere jederzeit zugreifen können, muss der Router aber unter einer festen Adresse erreichbar sein. Das Problem lösen Sie mit einem dynamischen DNS-Dienst. Sie erhalten dort einen Domain- oder Subdomainnamen, der immer auf die aktuelle IP-Adresse Ihres Routers verweist. Dazu ist es nötig, dass der Dienst bei einer Änderung der dynamischen IP-Adresse umgehend vom Router informiert wird. Nur wenige Provider-Router bieten diese Funktion. Als Alternative muss der Rechner, der in Ihrem Heimnetz als Server fungiert, mithilfe eines Tools diese Aufgabe übernehmen. Empfehlenswert ist zum Beispiel die Freeware Freedns Update , die auf den kostenlos nutzbaren dynamischen DNS-Dienst http://freedns.afraid.org spezialisiert ist. Eine Auswahl weiterer kostenloser dynamischer DNS-Dienste finden Sie hier .

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