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PCs im Wandel der Moderne

21.04.2019 | 09:09 Uhr |

1996

USB taucht auf: Im Gegensatz zu Serial- und Parallel-Ports, die gerne mal wählerisch sind, bedeutet USB den Schritt hin zu selbstkonfigurierenden Geräten und macht das Anschließen von Tastaturen, Mäusen und Kameras an den PC zu einem echten Kinderspiel. Zudem entsteht ein komplett neuer Markt für USB-Flash-Speicher.

1997

DVD-Laufwerke lösen CD-Laufwerke ab
Vergrößern DVD-Laufwerke lösen CD-Laufwerke ab
© iStockphoto.com/the-thor

DVD-Player und -Disks im Handel: DVD-Laufwerke werden Bestandteil vieler PCs, lösen so die ausgedienten CD-Laufwerke ab und werden nahezu überall auf der Welt zum neuen Standard für optische Laufwerke - ein Schritt, den spätere Blu-ray-Laufwerke nicht schaffen.

1998

DMCA wird verabschiedet: In den USA wird der Digital Millennium Copyright Act verabschiedet - ein umstrittenes Gesetz, das unter anderem die Rechte von Copyright-Inhabern stärkt. Es kriminalisiert die Produktion und Verbreitung von Technologien, Geräten und Diensten, die den Kopierschutz eines Produktes knacken - auch, wenn dabei das Copyright selbst gar nicht verletzt wird. In der Europäischen Union wurde im Jahr 2001 mit der Richtlinie 2001/29/EG ein ähnliches Gesetz verabschiedet.

1999

WLAN verbreitet sich immer weiter
Vergrößern WLAN verbreitet sich immer weiter
© istockphoto.com/s_john79

Ratifizierung der 802.11a/b-Standards: Der erste 802.11-Standard für kabellose Netzwerke wird eingeführt - parallel dazu wird die Wi-Fi-Alliance gegründet, um Produkte auf Basis dieses Standards zu zertifizieren und bewerben. Wi-Fi entwickelt sich später zu einer der Netzwerk-Technologien mit der größten Verbreitung und Akzeptanz und ist sowohl bei Firmen, als auch bei Privatnutzern ausgesprochen beliebt.

Rückblick: Diese Technik nutzten wir in den 90ern

2000

Will Wright landet mit "Die Sims" einen Megahit
Vergrößern Will Wright landet mit "Die Sims" einen Megahit
© EA/ Maxis

Electronic Arts veröffentlicht "Die Sims": Erdacht von Will Wright wird im PC-Spiel "Die Sims" der Alltag virtueller Personen simuliert. Auch, wenn das Gameplay eher steril und ein wenig einschläfernd ist, besteigt "Die Sims" schnell den Thron des meistverkauften Computerspiels aller Zeiten und verschlingt Unmengen an Spielzeit, während die Spieler versuchen, den Alltag ihrer virtuellen Menschen kontinuierlich zu verbessern.

2001

Benutzeroberfläche von Windows XP
Vergrößern Benutzeroberfläche von Windows XP

Windows XP kommt: Windows XP vereint Windows 2000 und ME in einem 32-bit-Betriebssystem und wird so zu dem erfolgreichsten OS in der Geschichte von Microsoft.

2002

Debut der Tablet-PCs: Auch, wenn schon vorher Tablets existiert haben, erlangen sie erst 2002 mit Microsofts Windows XP Tablet PC Edition größere Aufmerksamkeit in der Bevölkerung. Zwar schaffen sie es noch nicht, sich auf dem Markt zu etablieren, ganz im Gegenteil sind sie ein ziemlicher Flop. Sie legen aber den Grundstein für die aktuellen Windows-8-Tablets.

2003

AMD bringt die erste x86-CPU mit 64 bit
Vergrößern AMD bringt die erste x86-CPU mit 64 bit
© AMD

AMD bringt die erste 64-bit-x86-CPU: AMD kommt Intel zuvor und bringt als erster Konzern die Athlon-64-CPU auf den Markt, die sowohl 64-bit-Register, als auch 64-bit-Speicher in ihrer Architektur bietet. Microsoft startet daraufhin die Entwicklung einer Windows-Version mit 64-bit-Unterstützung - Intel bringt sein eigenes x86-64-Produkt erst zwei Jahre später auf den Markt.

2004

Verkaufsstart des Intel Pentium M: Entwickelt von Intels Design-Team in Israel, ist die Pentium-M-CPU eine stark modifizierte Version des Pentium 3 mit Fokus auf Leistungseffizienz statt hoher Taktung - und damit ein starker Gegensatz zu Intels Pentium 4. Der M-Prozessor wird zum Vorläufer der Core-Reihe des Herstellers.

2005

Apple steigt auf Intel-CPUs um
Vergrößern Apple steigt auf Intel-CPUs um
© Apple

Apple wechselt zu Intel-CPUs: Bisher hatte sich Hersteller Apple bei seinen Heim-PCs auf CPUs von PowerPC verlassen. Jetzt allerdings stehen sie mit dieser Wahl leistungstechnisch vor einer Einbahnstraße - und wechseln daher zu Intels Prozessoren. Auch Apples Betriebssysteme und Software werden nun nativ an die Intel-Architektur angepasst.

2006

Intel bringt Core 2 Duo auf den Markt: Der Chip-Hersteller Intel trägt seine Pentium-4-Architektur mit der neuen Core 2 Duo CPU endgültig zu Grabe. Obwohl der neue Prozessor sogar niedriger getaktet ist als sein Vorgänger, schafft es Core 2 Duo dank effizienterem Befehlsvorrat, seinem Konkurrenten AMD die Leistungskrone wieder zu entreißen. Core 2 Duo braucht deutlich weniger Energie und produziert weniger Abwärme als AMD-Prozessoren.

2007

2007 erscheint das erste iPhone
Vergrößern 2007 erscheint das erste iPhone
© Apple

Premiere des Apple iPhone: Apples iPhone erfindet Smartphones, entwickelt eine unglaubliche Beliebtheit und zwingt Konkurrent Google dazu, selbst Fuß im Bereich mobile Betriebssysteme zu fassen. Auch Microsoft erkennt das Potenzial und bringt später Touch-Funktionen und vereinfachte Nutzersteuerung in seine PC- und mobilen Betriebssysteme ein.

2008

Laptops verkaufen sich besser als Desktops: Mobilität wird in diesem Jahr zum primären Fokus für Computerhersteller - insbesondere, weil die starke Verbreitung von Wi-Fi und die sinkenden Preise immer mehr Menschen dazu bringen, sich einen Laptop zuzulegen. In manchen Haushalten ist der Laptop nun der einzige vorhandene PC.

2009

Windows 7 wird zum Kassenschlager
Vergrößern Windows 7 wird zum Kassenschlager

Release von Windows 7: Nach dem Versagen von Windows Vista will Windows 7 das Comeback sein, das Microsoft so dringend braucht. Mit dem schnittigen Design und der größeren Bedarfssteuerung will Microsoft nahtlos an den Erfolg von Windows XP anknüpfen. Windows 7 vollführt außerdem den Wechsel von 32-bit- zu 64-bit-Computing: Es werden deutlich mehr 64-bit-Versionen verkauft, als 32-bit-Versionen des Betriebssystems.

2010

Das iPad macht Tablets salonfähig
Vergrößern Das iPad macht Tablets salonfähig
© Apple

Apple bringt das iPad: Im Gegensatz zu Microsofts vergeblichen Mühen, interessante Versionen seiner Tablet-PCs an den Mann zu bringen, schafft es Apple, den Markt quasi über Nacht zu dominieren. Der Schlüssel zum Erfolg: Das iPad ist kein PC, der sich wie ein Tablet verhält, sondern ein Tablet durch und durch. Zudem haben Nutzer die Möglichkeit, zwischen zahlreichen Apps für wenig bis gar kein Geld zu wählen - und das Apps-Ökosystem vergrößert sich nach wie vor.

2011

Intel entwickelt Ultrabooks: Angestachelt durch das Versagen der PC-Hersteller, Apples MacBook Air erfolgreich zu kopieren, erdenkt Intel grobe Richtlinien für ultraportable PCs: Die Ultrabook-Standards. Mit einer starken Finanzspritze hilft der Konzern Firmen dabei, die neuen Laptops zu entwerfen und zu bauen. Die Verkäufe von Ultrabooks stellen sich bislang zwar als zweischneidiges Schwert heraus, vom Markt verschwinden werden die ultraflachen und ultraleichten Laptops aber vorerst nicht.

2012

Spaltet die Meinungen: Windows 8
Vergrößern Spaltet die Meinungen: Windows 8

Debut von Windows 8: Das zwiespältigste Betriebssystem seit Windows 95 ist Windows 8. Es führt den Microsoft Store für Apps ein und wirft das Startmenü zugunsten von einem Startbildschirm über Bord, der das gesamte Display belegt. Windows 8 schafft es nie von den Anwendern geliebt zu werden. Das gelingt erst wieder Windows 10.

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