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16-GB-Monsterriegel und DDR4-SDRAM

21.10.2009 | 15:15 Uhr | Michael Schmelzle, Ines Walke-Chomjakov, Verena Ottmann

Steht vor der Tür, muss aber noch warten: DDR4-Speicher (Quelle: Kingston)
Vergrößern Steht vor der Tür, muss aber noch warten: DDR4-Speicher (Quelle: Kingston)
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Arbeitsspeicher so langlebig wie nie: Die Speicherhersteller prognostizieren DDR3-SDRAM eine lange Lebenszeit. Bis die nächste RAM-Generation DDR4 reif für den Massenmarkt ist, dürften noch mindestens zwei Jahre vergehen. Wichtigste Änderung zu DDR3 ist der Speicherdatentakt (I/O-Takt), der es erlaubt, pro Taktsignal zweimal so viele Daten wie bisher zu übertragen. Die physikalische Taktrate der ersten DDR4-Speicherriegel (DDR4-1600) wird daher bei 100 (effektiv 1600) MHz liegen und soll bis zunächst 200 (effektiv 3200) MHz gehen. Zudem soll die Nominalspannung eines DDR4-Speicherriegels auf 1,2 Volt sinken, um den Energieverbrauch weiter zu senken.

Arbeitsspeicher so groß wie nie: Auch die Kapazität der Speichermodule soll steigen - allerdings nur, wenn die Nachfrage groß genug ist, um die aufwendige Fertigung wieder einzuspielen. Ende der Fahnestange bei PC-Arbeitsspeicher ist derzeit 4 GB. Für Server bieten die Speicherhersteller bereits 8-GB-Module an - für unter 500 Euro sind die Monsterriegel mit Fehlerkorrekturverfahren (Error Correction Code, ECC) aber nicht zu haben. Das es in naher Zukunft auch 8- oder gar 16-GB-Speichermodule für Desktop-PCs und Notebooks geben wird, ist allerdings recht unwahrscheinlich. Es fehlen hier schlicht und ergreifend Anwendungen und Einsatzgebiete, die so viel Arbeitsspeicher auch nutzen.

Fazit: Wenn Sie den Speicher Ihres PCs oder Notebooks aufrüsten wollen, sollten Sie nicht mehr allzulang damit warten, weil mit hoher Wahrscheinlichkeit die Preise in den nächsten Wochen anziehen werden.
Wenn Sie die Wahl haben, achten Sie beim Neukauf eines Computers darauf, dass das Gerät bereits mit DDR3-Speicher ausgestattet ist. DDR3-SDRAM ist in der Praxis zwar nicht schneller, aber sparsamer im Stromverbrauch. Gerade bei Sub-Notebooks kann das die Akku-Laufzeit signifikant verlängern. Außerdem ist DDR3-SDRAM zukunftssicher: Sie können Ihren Rechner später mit den sparsamen 1,35-Volt-Modulen aufrüsten und fahren auch kostengünstiger, da DDR2-Riegel als auslaufende Technik schon jetzt mehr kosten als vergleichbare DDR3-Module.

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