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12. Hitachi Microdrive: Flinke Minifestplatte

Mit dem – vormals von IBM produzierten – Microdrive bietet Hitachi die passende Lösung für den drastisch gestiegenen Speicherbedarf hochauflösender Digitalkameras ab vier Megapixel. Beim Microdrive handelt es sich nicht um einen Flash-Speicher, sondern um eine herkömmliche Festplatte im Miniformat. Es hat die Größe einer Compact-Flash-Karte vom Typ II und wird mit 1 GB, 2 GB und 4 GB Kapazität angeboten. Größere Versionen mit bis zu 8 GB sind angekündigt.

Ideal ist das Microdrive für Anwender, die viele Bilder in hoher Auflösung fotografieren und die unterwegs unabhängig vom PC sein wollen. Aufgrund der großen Kapazität muss das Speichermedium äußerst selten gewechselt werden. Und auch beim Überspielen der Aufnahmen auf den PC können Sie sich Zeit lassen. In einer 8- Megapixel-Kamera nimmt die 2-GB-Variante rund 480 Fotos in höchster Auflösung auf.

Microdrives bieten zudem unter allen Speicherkarten das beste Verhältnis von Speicherplatz zu Anschaffungspreis. Deshalb steckt ein Microdrive übrigens auch in manchen tragbaren MP3-Playern, etwa dem Ipod Mini von Apple. Zwei Nachteile gegenüber Flash-Speichern sind die längere Anlaufzeit bis zur Aufnahmebereitschaft und der höhere Energieverbrauch. Dieser wird durch den Motor im Laufwerk verursacht, der trotz spezieller Energiesparmechanismen die Standby-Zeit der Kamera verkürzt.

Die höhere beziehungsweise relativ hohe Schockempfindlichkeit im Betrieb fällt insofern nicht ins Gewicht, als Sie mit Ihrer empfindlichen Digitalkamera ohnehin sehr pfleglich umgehen müssen. Wichtig: Die Minifestplatte lässt sich nicht in jeder Kamera verwenden. Bevor Sie sich ein Microdrive anschaffen, sollten Sie deshalb unbedingt im Kamerahandbuch überprüfen, ob Ihr Modell überhaupt damit funktioniert.

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