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11. Bleibt die Bedienerführung von Windows 98 erhalten?

Was dahinter steckt: Der Desktop, die Microsoft-Internet-Programme und das gesamte Active-Desktop-Konzept aus Windows 98 sind lückenlos implementiert. Lediglich einige Icons hat Microsoft ausgewechselt, zum Beispiel für den Arbeitsplatz und die Netzwerkumgebung. Die Unterschiede sind unter der Haube zu finden: Eine Ebene tiefer, etwa bei Hardware- und Netzkonfiguration, haben sich die meisten Funktionen vollkommen verändert. Als Windows-98-Anwender werden Sie erstmal suchen müssen. Sie können allerdings fast immer einen Assistenten nutzen.

Die tägliche Arbeit ist unter Windows 2000 in vielen Punkten einfacher als unter Windows 9x oder NT. So können Sie etwa die Einträge im Start-Menü mit der Maus verschieben, alphabetisch sortieren oder über das Kontextmenü umbenennen. Einige bislang nur über undokumentierte Tricks erreichbare Funktionen sind nun auch offiziell zum Bestandteil der "Einstellungen" der Task-Leiste geworden: Die Systemsteuerung, der Drucker-Ordner, die Netzwerkverbindungen und der Ordner "Eigene Dateien" lassen sich als aufklappbare Menüs ins Start-Menü integrieren.

Die Web-Ansicht für Ordner hat Microsoft deutlich aufpoliert. Wie schon unter Windows 98 kann jedes Verzeichnis seine eigene HTML-Datei mit zusätzlichen Informationen anzeigen. Als weiteren Service gibt es bereits vier Vorlagen: Neben der Standard-Web-Ansicht und Version mit Bildvorschau finden sich zwei einfach gehaltene Web-Vorlagen, die als Ausgangsbasis für eigene HTML-Dateien dienen sollen. Die globalen Ansichtsoptionen für alle Ordner finden sich nun auch in der Systemsteuerung, im Ordnermenü selbst sind sie allerdings unter die "Extras" gewandert.

Schick, aber nutzlos und auf schwächeren Rechnern sogar störend sind Effekte wie das Einblenden der Menüs, halbtransparente Dateien beim Kopieren und Verschieben oder der transparente Schatten des Mauszeigers.

Fazit: An der Bedienerführung hat sich nicht allzu viel geändert - lobenswert. Neben echten Verbesserungen gibt es auf der Windows-2000-Oberfläche überflüssige Spielereien, die sich aber abschalten lassen.

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