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Keine Chance für Datendiebe mit Steganos Privacy Suite

28.01.2019 | 08:07 Uhr | Arne Arnold

Verschlüsselungstrojaner, Keylogger, Spionageviren und neugierige Mitbenutzer des PCs: Es gibt viele Gründe, die eigenen Daten gut zu schützen. Wir zeigen, wie das mit der Vollversion Steganos Privacy Suite sicher und einfach funktioniert.

Ihre persönlichen Daten auf dem PC sind durch Trojaner und neugierige Mitleser gefährdet. Zum Glück jedoch können Sie Ihre Daten recht einfach und dabei zuverlässig gegen alle gängigen Angriffe schützen. Das nötige Tool dafür, die Vollversion Steganos Privacy Suite 19, ist schnell installiert und eingerichtet.

Die Steganos Privacy Suite 19 bietet Ihnen unter anderem die bewährten Sicherheitsprogramme Safe zum Aufbewahren Ihrer wertvollen Daten, einen Passwort-Manager sowie einen zuverlässigen Spurenvernichter für den PC. Der Safe und der Passwort-Manager schützen Ihre Daten mit einer starken 384-Bit AES-XEX-Verschlüsselung. Den Datensafe können Sie zusätzlich zum Kennwort mit einer Zwei-Wege-Authentifizierung schützen. Das geht etwa mit der universalen App Google Authenticator, die Sie auch für andere Dienste mit Zwei-Wege-Authentifizierung nutzen können. Schließlich bietet die Suite etliche Erweiterungen für den Browser und den Windows-Desktop sowie Apps für Android und iOS, was die Bedienung der Programme sehr einfach macht. Wie Sie mit der Steganos Privacy Suite Ihre Daten schützen, erklärt Schritt für Schritt dieser Ratgeber.

Die Steganos Privacy Suite 19 bietet alle wichtigen Funktionen, um Ihre Daten zu schützen.
Vergrößern Die Steganos Privacy Suite 19 bietet alle wichtigen Funktionen, um Ihre Daten zu schützen.

Safe: Daten sicher verschlüsselt abspeichern

Das macht das Tool: Eine der Kernfunktionen von Steganos Privacy Suite ist der Datensafe, in dem Sie Ihre Dateien oder ganze Ordner zuverlässig verschlüsseln und per Passwort vor fremden Zugriff schützen. Nur wer das Passwort kennt, kann den Safe wieder öffnen und an die Daten herankommen. Der Steganos Safe bietet dabei vier interessante Varianten:

1. Einen einfachen „Safe“, der als verschlüsselte Datei auf der Festplatte liegt.

2. Einen „Cloud-Safe“, den Sie in Ihrem Cloudspeicher speichern und von vielen Geräten aus nutzen können.

3. Einen „Portabler Safe“, den Sie etwa auf einen USB-Stick packen können.

4. Einen „Partition Safe“, der eine ganze Partition, also ein komplettes Laufwerk, verschlüsselt. Wenn Sie einen Safe öffnen, wird dieser als eigenes Laufwerk in Windows eingebunden. Das geschieht in Sekundenschnelle. Sie können so viele sichere Laufwerke erstellen, wie Sie möchten.

Dafür ist es wichtig: Der Safe schützt Dateien vor fremden Blicken. Entsprechend gehören in den Safe alle Dateien, deren Inhalt nur für Sie bestimmt ist. Einen Zusatznutzen hat der Safe als Schutz vor Erpressertrojanern. Denn Erpressertrojaner verschlüsseln in der Regel alle Anwenderdateien, also Office-Dokumente und Fotos. Danach fordern sie vom Opfer ein Lösegeld für die Entschlüsselung. Safedateien stehen aber meist nicht auf dem Speiseplan der Erpresserviren. Zumindest, so lange der Safe geschlossen ist, sind die enthaltenen Dateien vor den Schädlingen geschützt.

So geht’s: Klicken Sie in der Suite auf „Safe“. Ein Assistent fordert Sie auf, ein möglichst langes und kompliziertes Passwort zu vergeben. Danach haben Sie die Wahl zwischen einem Safe aus den oben genannten vier Varianten. Nach dem Festlegen der Safegröße wird die Safedatei angelegt, was bei großen Safes mit fester maximaler Größe durchaus eine Zeit lang dauern kann. Im Test nahm das Anlegen eines Safes mit einer fixen Größe von 300 GB deutlich mehr als eine halbe Stunde in Anspruch. Dagegen war ein Safe mit dynamischer Größe von 20 GB schon innerhalb von 30 Sekunden fertig. Dynamische Größe bedeutet, dass die Safedatei erst dann Platz auf der Festplatte belegt, wenn man Dateien in sie hineinpackt. Ihre Größe wächst mit dem Inhalt des Safes mit.

Ist das Erstellen erledigt, gestaltet sich die Arbeit mit den Safes unkompliziert: Zum Öffnen gibt man das Passwort ein; der Safe wird als eigenes Laufwerk im Explorer dargestellt. Alle Dateien, die Sie auf dieses Laufwerk kopieren oder darauf speichern, werden beim Schließen des Safes sicher verschlüsselt. Als zusätzliche Option kann auch ein „Safe im Safe“ angelegt werden.

Wenn Sie Dateien aus Ihrem Safe herauskopieren, müssen Sie darauf achten, dass Windows diese nicht über den Dateiversionsverlauf in sein Backup einschließt.
Vergrößern Wenn Sie Dateien aus Ihrem Safe herauskopieren, müssen Sie darauf achten, dass Windows diese nicht über den Dateiversionsverlauf in sein Backup einschließt.

Sicherheitstipp: Wenn Sie einen Safe öffnen, finden Sie die enthaltenen Dateien auf einem neuen Laufwerk vor. Sobald Sie eine Datei für die Bearbeitung oder Anzeige an einen anderen Ort kopieren, etwa den Desktop, entsteht ein Sicherheitsrisiko. Denn dort liegt die Datei unverschlüsselt vor und kann etwa durch die Windows-Backup-Funktion „Dateiversionsverlauf“ in eine Datensicherung wandern. Ein solches Backup ist für einen Datenspion oft ein gefundenes Fressen.

Welche Quellen Windows bei Ihrem PC automatisch sichert, prüfen Sie in Windows 10 über „Windows-Logo –› Einstellungen –› Update & Sicherheit –› Sicherung –› Weitere Optionen –› Diese Ordner sichern“. Hier sollten die Laufwerke für Ihre Safes nicht auftauchen.

Steganos Passwort-Manager: So sichern Sie Ihre Passwörter

Das macht das Tool: Der Steganos Passwort-Manager sammelt alle Ihre Passwörter, Ihre Adresse und andere Log-in-Daten in einer verschlüsselten Datei und fügt die Daten bei Bedarf über Browser-Erweiterungen und Desktop-Widgets sowie Apps für Mobilgeräte automatisch in die passenden Websites und Programme ein.

Dafür ist es wichtig: Jeden Tag werden mehr als 240 000 Passwörter gestohlen. Das meldet die auf Passwortdiebstahl spezialisierte Website https://breachalarm.com . Insgesamt kennt Breachalarm rund 800 Millionen gestohlene Log-in-Daten. Darum muss jeder Log-in unbedingt ein eigenes Passwort bekommen. Anderenfalls könnte ein Passwortdieb die Log-in-Daten für eines Ihrer Konten gleich auch für alle anderen Konten, Dienste und dergleichen nutzen.

Die meisten gestohlenen Passwörter stammen übrigens gar nicht von privaten Rechnern. Das passiert zwar auch, etwa durch sogenannte Password-Stealer, doch weit mehr Passwörter erbeuten die Hacker von den Servern der Internetdienste.

Im Passwort-Manager von Steganos können Sie nicht nur Ihre Log-in-Daten speichern, sondern auch Ihre Adresse eingeben, um diese mit einem Klick in Formulare einfügen zu können.
Vergrößern Im Passwort-Manager von Steganos können Sie nicht nur Ihre Log-in-Daten speichern, sondern auch Ihre Adresse eingeben, um diese mit einem Klick in Formulare einfügen zu können.

Passwort-Manager von Steganos nutzen: Nach dem Start von Steganos Passwort-Manager legen Sie als Erstes einen neuen Schlüsselbund an. Das geht über „Datei –› Neu“. Diese Datei müssen Sie mit einem guten Master-Passwort schützen. Bei der Eingabe, die auch über eine Bildschirmtastatur möglich ist, um etwaige Keylogger zu umgehen, zeigt der Manager Länge und Sicherheit des Passworts an. Wahlweise können Sie sich automatisch ein Passwort generieren lassen, oder man setzt auf die „Picpass“-Methode, bei der der Zugang durch das Auswählen einer beliebigen Anzahl von Bildern erfolgt. Zusätzlich ist eine Zwei-Faktor-Authentifizierung mittels Smartphone-App verfügbar, oder Sie speichern Ihr Master-Passwort auf einem USB-Stick.

Ist das erledigt, können Sie Ihre Zugangsdaten für Webseiten, aber auch Bankkonto- und Kreditkartendaten sowie „geschützte Favoriten“, also Bookmarks, eingeben. Dies funktioniert übrigens auch per Drag&Drop mithilfe der Maus.

Passwort-Manager fürs Smartphone, die Cloud und den Browser: Hat man seinen Schlüsselbund fertig, kann er nicht nur auf dem Mobiltelefon gespeichert werden (hier steht eine eigene App für iOS und Android zur Verfügung), sondern auch in der Cloud, wobei Dropbox, Onedrive, Google Drive sowie die Magenta Cloud unterstützt werden. Das geht über „Datei –› Mobil“.

Das automatische Ausfüllen der Zugangsdaten von Webseiten funktioniert über Browser-Erweiterungen. Für den Internet Explorer ist die Installation der Erweiterung automatisch vorbereitet. Beim nächsten Start des IE müssen Sie dem nur noch zustimmen. Auch unter Firefox sollte die Installation der Steganos-Erweiterung automatisch klappen. Falls nicht, können Sie sie über www.pcwelt.de/SIfhJY nachinstallieren. Chrome-Nutzer laden die Erweiterung über die Site www.pcwelt.de/UTWh30 herunter.

Außerdem gibt es ein nützliches Desktop-Widget, das am Bildschirmrand angezeigt werden kann. Mit ihr lassen sich Log-in-Daten unter anderem per Drag&Drop in Websites und Programme einfügen.

Spuren im System und im Surfverlauf vernichten

Das macht das Tool: Der Spurenvernichter der Steganos Privacy Suite löscht alle Nutzerspuren auf Ihrem PC.

Dafür ist es wichtig: Zu Ihren persönlichen Daten auf Ihrem PC zählen nicht nur Ihre Fotos und Ihre Dokumente, sondern auch Ihre Datenspuren. Solche Spuren hinterlässt jeder ganz automatisch bei der Nutzung von Windows und beim Surfen im Internet. Vor allem, wenn Sie sich Ihren PC mit jemand anderes teilen, empfiehlt sich eine gründliche Spurenbereinigung. Nur dann kann kein anderer sehen, welche Webseiten Sie zuletzt besucht und welche Dokumente Sie zuletzt bearbeitet haben.

So geht’s: Nach der Installation finden Sie auf dem Desktop das Symbol „One-Click-Vernichtung“. Ein Doppelklick darauf löscht alle Benutzerspuren in den gängigen Windows-Anwendungen.

Genauere Einstellmöglichkeiten bietet der Steganos Spurenvernichter, wenn Sie ihn über die Suite aufrufen.

Lesetipp Vier kostenlose Backup-Tools

Shredder: Dateien sicher löschen – inklusive der Backups

Das macht das Tool: Der Shredder von Steganos löscht Dateien zuverlässig.

Dafür ist es wichtig: Wenn Sie eine oder mehrere private Dateien so löschen möchten, dass kein Spezialprogramm diese wiederherstellen kann, ist auch das ohne Probleme möglich. Nutzen Sie dafür einfach den zuverlässigen Datei-Shredder der Steganos Suite.

So geht’s: Markieren Sie im Windows-Explorer die Dateien, die Sie dauerhaft löschen möchten. Klicken Sie dann mit der rechten Maustaste darauf, und wählen Sie „Vernichten“. Steganos fragt nach, ob Sie es wirklich ernst meinen, und überschreibt auf Wunsch die ausgewählten Dateien mehrfach.

Backups löschen: Als Nächstes sollten Sie sich versichern, dass weder Sie noch Windows Sicherungskopien der gelöschten Dateien angelegt haben. Um die automatische Sicherung durch Windows, die sogenannten Schattenkopien, zu checken, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Ordner, in dem sich die gelöschten Dateien befunden haben, und wählen „Vorgängerversionen wiederherstellen“. Auf der Registerkarte „Vorgängerversionen“ sehen Sie alle Dateien und Ordner, die Windows noch in petto hat. Wenn nur der Ordner angezeigt wird, wählen Sie unten „Im Dateiversionsverlauf öffnen“.

Wenn Sie alle Vorgängerversionen (Dateiversionsverlauf) auf einen Schlag von einer Festplatte löschen möchten, geht das über die Datenträgerbereinigung. Drücken Sie die Tastenkombination Win-R und geben Sie Cleanmgr.exe ein. Es startet die Datenträgerbereinigung, in der Sie „Systemdateien bereinigen“ wählen und dann „Weitere Optionen –› Systemwiederherstellung und Schattenkopien –› Bereinigen“. Der Befehl löscht auch alle Wiederherstellungspunkte von Windows bis auf den letzten. Natürlich sollten Sie zudem checken, ob sich die gelöschte Datei nicht noch in einem Ihrer Backup-Archive befindet.

Wenn Sie nur einzelne Dateien aus dem Dateiversionsverlauf löschen möchten, öffnen Sie das Backup an seinem Speicherort per Windows-Explorer.

Freien Platz auf der Festplatte löschen: Man denkt nicht immer daran, wichtige Daten mit einem Shredder zu löschen. Sollten sich die Daten noch im Papierkorb befinden, könnten Sie sie wiederherstellen und dann mit dem Shredder beseitigen. Sie können aber auch den Papierkorb bewusst leeren und anschließend den gesamten freien Speicherplatz der Festplatte mehrfach überschreiben lassen. Auch das vernichtet gelöschte Dateien zuverlässig.

So geht’s: Starten Sie in der Steganos Privacy Suite das Modul „Shredder“, und wählen Sie darin „Free Space Shredder“. Durch die wenigen weiteren Schritte führt ein Assistent.

Lesetipp Backup und Klonen mit Clonezilla

Backup: Safe und Passwortdatei sichern

Gerade sehr wichtige Dateien benötigen ein Backup. Das trifft natürlich auch auf Ihre Dateien und Passwörter innerhalb der der Steganos Privacy Suite zu. Um von diesen ein Backup zu erstellen, kopieren Sie einfach den geschlossenen Safe oder Passwort-Tresor auf ein externes Backup-Medium. So sind die Daten auch in der Sicherung zuverlässig mit Ihrem Passwort verschlüsselt.

Safe: Die Daten eines Safes liegen in einer Datei mit der Endung .sle. Um eine Sicherheitskopie erstellen zu können, müssen Sie zunächst den Speicherort Ihrer Safedatei feststellen. Klicken Sie dafür mit der rechten Maustaste auf den Titel Ihres Safes und wählen „Speicherort ändern“. Dies öffnet das Einstellungsmenü des Safes und zeigt dessen derzeitigen Speicherort an. Öffnen Sie diesen Pfad im Windows-Explorer. Stellen Sie sicher, dass der Safe geschlossen ist, und kopieren Sie einfach die Datei mit dem Namen Ihres Safes auf Ihr Backup-Speichermedium.

Passwort-Tresor: Ihre Passwörter liegen in der Schlüsselbund-Datei. Auch diese sollten Sie regelmäßig sichern. Das erledigen Sie direkt aus dem Programm Steganos Passwort-Manager. Wählen Sie darin „Datei –› Backup“, um die Schlüsselbund-Datei auf einen externen Datenspeicher zu sichern. Möchten Sie die original Schlüsselbund-Datei mit dem Windows-Explorer oder einen Backup-Programm sichern, müssen Sie den Speicherort der Datei kennen. Starten Sie dafür den Passwort-Manager und wählen Sie „Bearbeiten –› Einstellungen –› Passwort-Manager“. Unter „Schlüsselbund-Datei“ sehen Sie den Speicherort.

Backup-Tool: Eine automatische Sicherung Ihrer verschlüsselten Dateien erstellt die Freeware Personal Backup. Sie müssen dabei allerdings darauf achten, dass die Freeware nur dann eine Sicherung erstellt, wenn Ihr Safe gerade geschlossen ist. Für die einmalige Auswahl der zu sichernden Daten und aller weiteren Einstellungen bietet das Tool einen Assistenten. Auch können Sie angeben, wie häufig die Sicherung stattfinden soll.

Mit dem kostenlosen Programm Personal Backup sichern Sie automatisch wichtige Daten.
Vergrößern Mit dem kostenlosen Programm Personal Backup sichern Sie automatisch wichtige Daten.

Name

Beschreibung

System

Internet

Sprache

Preis

Google Authenticator

Erstellt Zusatz-Passwörter

Android, iOS

https://goo.gl/HSmWnd

Deutsch

gratis

Personal-Backup 5.9.4.4

Backup-Tool

Windows 7, 8, 10

www.pcwelt.de/573786

Deutsch

gratis

Steganos Mobile Privacy

Passwort-Manager für Android

Android

https://go.steganos.com/
smpa

Deutsch

gratis

Steganos Mobile Privacy (iOS)

Passwort-Manager für iPhone und iPad

iOS

https://go.steganos.com/
smpi

Deutsch

gratis

Steganos Passwort-Manager Chrome

Passwort-Manager für Google Chrome

Chrome

www.pcwelt.de/UTWh30

Deutsch

gratis

Steganos Passwort-Manager Firefox

Passwort-Manager für Google Firefox

Firefox

www.pcwelt.de/SIfhJY

Deutsch

gratis

Steganos Privacy Suite 19

Sicherheitspaket für Daten

Windows 7, 8, 10

www.steganos.de

Deutsch

Vollversion auf DVD

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