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1. Wandeln Sie den PC in ein NAS/Heim-Server um

27.06.2013 | 16:29 Uhr |

Wenn Sie zu Hause ein Heim-Netzwerk haben und mehrere Nutzer, Sie, Ihr Partner oder Partnerin und Ihre Kinder, darauf zugreifen, dann könnten Sie den Computer als zusätzlichen Speicher oder sogar als Server verwenden.

Natürlich reicht es nicht aus, den alten PC an das Netzwerk anzuschließen. Die meisten Desktop-Computer sind nicht dafür konzipiert als effektive Speicher oder Server zu fungieren. Zunächst ist der Stromverbrauch der meisten PCs unverhältnismäßig hoch. Deswegen sollten Sie das BIOS Power-Management umschalten und die Kühlung im Minimalmodus laufen lassen, vorausgesetzt es gibt diese Option. Desweiteren sollten Sie das Betriebssystem anpassen, sodass es sich nicht nach einer gewissen Zeit automatisch abschaltet. Trotzdem sollten Sie die Leistungsaufnahme-Optionen so einstellen, dass möglichst wenig Strom vom Alt-PC verpulvert wird.

Behalten Sie im Hinterkopf, dass Sie Ihren Server wahrscheinlich "kopflos" (das heißt ohne Monitor) und ohne Tastatur und Maus laufen lassen werden. Zwar benötigen Sie für die anfänglichen Einstellungen einen Monitor und die Eingabegeräte, aber der PC sollte danach auch ohne diese Geräte fehlerfrei funktionieren. Beispielsweise kommt es bei alten Rechnern häufig vor, dass ein geplanter Neustart hängt, nur weil dem Computer die Tastatur fehlt ist. Das ist dann, gelinde gesagt, nervig.

Desweiteren sind ältere Betriebssysteme nicht sehr gut für Speicheranwendungen, insbesondere für mehrere Nutzer, geeignet. Während Windows XP, Vista oder Windows 7 gut als Speicherablage für mehrere Nutzer genutzt werden können, müssen Sie jedoch Zeit investieren, um mehrere Benutzerkonten einzurichten. Jede Person, die Zugriff haben möchte benötigt dann noch ein eigenes Konto. In manchen Fällen ist es sinnvoll die Speicherkapazität der einzelnen Konten zu limitieren.

Deswegen wäre es besser, wenn Sie direkt ein vernünftiges Netzwerkbetriebssystem, wie beispielsweise Windows Home Server, installieren. Jedoch kostet die Lizenz etwa 100 Euro und das Betriebssystem wird wahrscheinlich auf neuerer Hardware besser laufen. Eine gute Alternative dazu bietet FreeNAS.

Wie der Name es bereits vermuten lässt, handelt es sich bei FreeNAS um eine Open-Source Software, welche einen PC in einen, am Netzwerk angeschlossenen, Speicher umwandelt. Das Programm basiert auf einer UNIX variante namens FreeBSD. Wenn Sie sich unsicher sind, ob Sie auf ein Ihnen unbekanntes Betriebssystem umsteigen wollen, so können Sie FreeNAS auch als Live-CD herunterladen. Bei einer Live-CD handelt es sich um eine ISO-Datei, von der aus gebootet werden kann, wenn die ISO-Datei auf CD gebrannt wurde. So ist es möglich das Betriebssystem nur über den Arbeitsspeicher auszuprobieren. Sie können Ihr altes Betriebssystem so lange behalten, bis Sie feststellen, ob FreeNAS Ihren Wünschen entspricht oder nicht.

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