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1. So funktionieren kabellose Netzwerke

28.08.2003 | 08:38 Uhr |

WLANs lassen sich in zwei Formen aufbauen: Per Ad-Hoc-Modus verbinden Sie zwei Rechner. Dazu benötigen Sie für jeden PC einen WLAN-Adapter, also etwa ein USB-Gerät oder eine PCI-Karte im PC beziehungsweise eine PC-Card am Notebook. Für den Infrastruktur-Modus brauchen Sie zusätzlich noch einen Access Point (Basisstation). Er arbeitet als Hub im WLAN und verteilt die Datenpakete zwischen den einzelnen Stationen. Außerdem dient er als Brücke zu einem kabelgebundenen Netzwerk oder dem Internet.

Alle WLAN-Standards arbeiten nach dem gleichen Prinzip: Sie übertragen Daten per Funkwellen statt via Kabel. Sender und Empfänger einigen sich dabei auf einen bestimmten Funkkanal in einem Frequenzspektrum, alle anderen Funksignale verwerfen sie. Das bedeutet, dass sich alle Geräte auf einem bestimmten Funkkanal die Bandbreite teilen - je mehr Nutzer sich zum Beispiel an einem Access Point anmelden, desto geringer ist der Datendurchsatz für jeden Einzelnen.

Ohnehin sind die Herstellerangaben zu den maximal möglichen Datenraten der Geräte mit Vorsicht zu genießen: Die tatsächlich erreichbaren Durchsatzraten liegen oftmals weit unter dem theoretischen Maximum: In unseren Praxistests (Punkt 7) erreichten etwa 802.11b-Komponenten nur maximal 580 KB/s (4,6 MBit/s) - also rund 40 Prozent des theoretischen Durchsatzes. Die Gründe: Erstens ist der maximal mögliche Durchsatz nur zu schaffen, wenn Sender und Empfänger nahe beieinander sind und die Funksignale nicht gestört, gedämpft oder reflektiert werden - und das ist in der Praxis nicht zu realisieren. Zweitens werden nicht nur die reinen Nutzdaten übertragen, sondern auch Protokollinfos wie Daten zur Fehlerkorrektur (etwa Prüfsummen oder Empfangsbestätigungen).

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