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1. Lässt sich Windows 2000 einfacher konfigurieren?

Was dahinter steckt: Eine komplett neue Funktion für die Konfiguration des Rechners ist die "Computerverwaltung" unter "Systemsteuerung, Verwaltung". Dahinter verbirgt sich die "Microsoft Management Console" (MMC), eine Rahmenanwendung für Konfigurationsprogramme aller Art. Die eigentlichen Konfigurationswerkzeuge für bestimmte Aufgaben werden als so genannte Snap-ins in die MMC eingebettet.

Innovativ ist, dass Sie sich hier selbst Konsolen zusammenstellen können, etwa eine nur für Festplatten oder für Gruppen-Richtlinien. Starten Sie dazu die MMC.EXE im System-Verzeichnis, und gehen Sie zu "Konsole, Snap-In hinzufügen/entfernen". Sie bekommen dann alle aktuell vorhandenen Snap-ins angeboten und können sich damit eine fast beliebige Konfigurationskonsole zusammenstellen.

Die Entwicklung von Snap-ins ist einfach, so dass Sie in Zukunft voraussichtlich eine Menge solcher Snap-ins zur Konfiguration Ihrer Hard- und Software von den Herstellern bekommen werden. Der von Win 95/98 bekannte Geräte-Manager ist hier genauso ein Snap-in wie das mitgelieferte Defragmentierungsprogramm oder die Datenträgerverwaltung. Fast alle Verwaltungsfunktionen finden Sie im Kontextmenü des Arbeitsplatzes unter "Verwalten" in einer großen Systemkonsole vereinigt.

Das Prinzip wäre perfekt, wenn es nicht immer noch die Systemsteuerung mit ihren einzelnen Elementen gäbe. So müssen Sie im Laufe der Zeit herausfinden, was Sie in der Systemsteuerung und was in der Computerverwaltung konfigurieren können - teilweise gibt es Überschneidungen. Umsteiger von NT 4 haben hier übrigens genauso viel Lernaufwand wie jene, die von Windows 9x kommen.

Fazit: Die Management-Konsole ist ein nützliches Werkzeug. Es ist allerdings unverständlich, dass Microsoft nicht alle Konfigurationselemente als Snap-ins vorgesehen hat. Je nach Einstellung müssen Sie entweder die Systemsteuerung oder die Computerverwaltung bemühen.

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