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1. Fiese Dialer-Tricks: Fallen Sie nicht darauf herein

03.02.2003 | 11:39 Uhr |

Frage: Über welche Wege können Sie sich Dialer einfangen?

Antwort: Solange Sie sich auf den Hauptstraßen des Webs bewegen, sprich: große und seriöse Seiten wie www.spiegel.de , www.netscape.de und natürlich www.pcwelt.de aufrufen, gehen Sie kein Risiko ein. Sobald Sie aber in eine der Nebenstraßen einbiegen, Erotik-Angebote, illegale Download-Seiten für Filme, Cracks oder MP3-Musik aufrufen, wächst die Gefahr rapide, sich Dialer einzufangen.

Dabei müssen Sie gar nicht einmal absichtlich solche einschlägigen Adressen eingeben. Häufig kommt es vor, dass die Seiten irreführende Titel oder Meta-Tags haben und so in vielen Suchmaschinen auch bei harmlosen Suchwörtern in den Ergebnislisten auftauchen. Ein Beispiel: Zum Recherchezeitpunkt erhielten wir bei Google bei der Suche nach "Sicherheit Firewall Virenscanner " bereits an vierter Stelle der Ergebnisliste einen Link zu angeblichen "Tipps zur Serversicherheit "und an fünfter Stelle einen Verweis zu einer Seite mit dem Titel "Sicherheit im eBusiness".

Klickt man auf einen der Links, gibt 's statt "Tipps zur Serversicherheit" nackte Tatsachen zu sehen oder Websites, die gecrackte Software anpreisen. Wer auf der Hut ist, der wird schon bei manchen URLs aus der Ergebnisliste misstrauisch. Denn sie haben oft eindeutige Namensbestandteile wie "serial", "keys" und "knacken" - darauf verlassen kann man sich allerdings nicht.

Aggressive Anbieter programmieren ihre Websites so, dass sofort eine Installationsaufforderung erscheint (siehe Tipp 2). Weniger dreiste Anbieter weisen erst nach einem Klick auf einen Link der Startseite darauf hin, dass Sie sich über einen weiteren Link einen Dialer herunterladen müssen, um Zugriff auf die Inhalte zu erhalten. Das Wort Dialer nennen die Anbieter selbstverständlich nicht.

Stattdessen ist von "kostenlosen Zugangstools" und "Browser-Erweiterungen" die Rede. Gerne verwenden Anbieter auch das Argument, der Server wechsle häufig seine Adresse, um Benutzer zum Download eines "IP-Recovery-Tools" zu bewegen. Immer häufiger verbreiten sich Dialer per Mail - entweder als Attachment oder als Link. In der Mail stehen dann so blumige Worte wie "Ich will Dich wieder sehen. Du hast mich verzaubert. Klicke hier, um mich wieder zu sehen." Der Klick auf den Link führt Sie schnurstracks zum Download eines Dialers.

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