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2003: Der Slammer-Wurm

09.04.2011 | 07:01 Uhr | Benjamin Schischka

Slammer-Wurm
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Auch wenn es schwer ist, einen einzigen Verantwortlichen für das Entstehen von Malware zu nennen, ist der Slammer/Sapphire-Wurm ein exzellenter Schuldiger. Im Januar 2003 hat dieser Wurm in den USA alles lahmgelegt, von Netzwerk-Servern über Geldautomaten und Notrufstellen - ein Schaden von rund 1 Milliarde US-Dollar in nur 10 Minuten. Gleichzeitig markierte dieser Vorfall den Anfang einer neuen Ära von Cyber-Sicherheit. Nach Slammer hat die Zahl und die Raffiniertheit von Malware-Angriffen stetig zugenommen.

2005 zählte die das deutsche Antivirus-Software-Testlabor AV-Test beispielsweise rund 360 Beispiele für Malware täglich. Bis 2010 ist diese Zahl auf etwa 50.000 pro Tag angewachsen - eine Gesamtmenge von knapp 20 Millionen neuen Viren, Würmern, Trojanern und anderen Schädlingen pro Jahr.
"Ich denke, die stetig wachsende Zahl neuer Malwares ist einer der unangenehmsten Meilensteine der Technologie", merkt AV-Test-Mitbegründer Andreas Marx an. "Die Malware wird immer wieder darauf optimiert, nicht von Antivirenprogrammen entdeckt zu werden. Und sobald die Signatur dann doch ausfindig gemacht wurde, ist bereits neue Malware im Anmarsch."
Eine weitere, große Veränderung seit Slammer: Malware zählt mittlerweile zum beliebtesten Mittel von professionellen Cyber-Kriminellen, nicht nur von beliebigen Netz-Vandalen.

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