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2010: Die Cloud

09.04.2011 | 07:01 Uhr | Benjamin Schischka

Cloud Computing
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Ziemliches Dampfgeplauder? Vielleicht. Überbewertet? Wahrscheinlich schon. Trotzdem wird die Cloud unsere technologische Welt stärker verändern, als alle hier vorgestellten Technologien zusammen. Warum? Weil die sogenannte Cloud das Netz in eine Versorgungseinrichtung verwandeln wird - "einfach einen Schalter umlegen oder einen Hahn aufdrehen und schon ist es da", sagt Peter Chang, CEO von Oxygen Cloud, eine auf Cloud basierende Speicherplatz-Verkaufsfirma. Das Prinzip: Die sogenannten Clouds - gigantische, weltweite Server - fungieren quasi als Ersatz für die eigene Festplatte. Man kann hier aber nicht nur Dateien auslagern, theoretisch ist es auch möglich, ein komplettes Betriebssystem, sowie Spiele und andere Anwendungen komplett über die Cloud laufen zu lassen und sich lediglich das Videosignal auf den Monitor streamen zu lassen.

"Genauso wie wir heute Wasserhähne und Steckdosen statt Brunnen und Generatoren benutzen, kann man die Cloud einsetzen, um Daten zu speichern und bei Bedarf zu reproduzieren - egal ob Flickr-Fotos, YouTube-Videos, Facebook, Salesforce, Google Docs oder Online-Games", sagt Chang. "Cloud-Speicher befreit den Nutzer von den Grenzen seiner physischen Speicherlösungen und ermöglicht es ihm, seine Daten überall mit hinzunehmen."

Das Netz begann als Satellit, der ins All geschossen wurde. Jetzt liegt seine Zukunft in der Cloud.

(Dan Tynan)

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