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Odroid-XU4 - Einplatinenrechner mit acht CPU-Kernen

16.07.2015 | 10:22 Uhr |

Der Einplatinenrechner Odroid-XU4 soll den Vorgänger XU3 ersetzen. Die bemerkenswerte Preisreduktion gegenüber dem XU3 geht allerdings mit einer Reduktion der Peripherie einher.

Vor einem Jahr hatte Hardkernel, ein südkoreanischer Hersteller von Einplatinencomputern, dem Odroid-XU3 vorgestellt . Dieser kleine Rechner für Entwickler war mit reichlich Schnittstellen und einem leistungsfähigen Prozessor mit acht Kernen bestückt, von denen allerdings vier zur leistungsschwächeren Familie Cortex-A7 gehören. Diese benötigen weniger Energie als die leistungsfähigeren Cortex-A15-Kerne. Die resultierende Architektur nennt sich big.LITTLE-Technologie und soll den Energieverbrauch optimieren, indem je nachdem, ob mehr oder weniger rechenintensive Operationen laufen, zwischen den CPUs gewechselt wird.

Das Odroid-XU3 war mit 179 US-Dollar plus Versand recht teuer, aber auch gut mit Schnittstellen ausgestattet, darunter DisplayPort, und verfügte über 2 GB RAM. Das neue Odroid-XU4 behält denselben Prozessor bei und ist mit ebenfalls 2 GB RAM genauso leistungsfähig wie sein Vorgänger. Der Preis wurde jedoch auf 74 US-Dollar reduziert und die Platine ist mit 82 x 58 x 22 mm deutlich kleiner als das UX3. Beide Rechner sollen auf der Softwareseite vollständig kompatibel sein und sind für Android und eine Vielzahl von Linux-Distributionen vorgesehen, seien es Ubuntu, Suse, Debian, Arch, Gentoo oder Fedora.

Die Peripherie des UX4 wurde sowohl modernisiert als auch reduziert. So weist der Ethernet-Adapter jetzt 1 Gbit/s auf, und es gibt zwei USB 3.0-Ports statt einem normalen und einem OTG-Port, dafür aber nur noch einen USB 2.0-Port statt vier. Statt HDMI- und DisplayPort gibt es nur noch HDMI für den Display-Anschluss. Für die Grafik sorgt nach wie vor eine Mali-T628 MP6 GPU, die OpenGL ES 3.0 und OpenCL 1.1 Full Profile unterstützt. Die eMMC5.0 Flashspeicher-Steckplatz wurde ebenfalls beibehalten. Laut Linux Gizmos ist ein zwölfpoliger GPIO-Anschluss hinzugekommen. Dafür müssen die Benutzer den Verlust der Audio-Schnittstelle verkraften, die jetzt allenfalls in Form eines USB-Adapters nachgerüstet werden kann.

Das ungefähr 20 Watt schluckende Board wird normalerweise mit einem Lüfter betrieben, der wie das Netzteil im Lieferumfang enthalten ist. Odroid ist ein Open-Hardware-Projekt und stellt die vollständigen Schalt- und Layout-Pläne sowie eine Designdatei für ein Gehäuse bereit. [ Quelle: pro-linux.de ]

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