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Test: Die besten Gaming-Laptops im Vergleich - von günstig bis Top-Speed

08.08.2022 | 09:22 Uhr |

Von unter 1000 bis 4000 Euro reichen die Preise der Gaming-Laptops im Test. Wir sagen, wie viel Leistung Sie für Ihr Geld bekommen.

Die Ausstattung muss zur Auflösung passen - das gilt ganz besonders für einen Gaming-Laptop. Denn dort lassen sich CPU und GPU nicht aufrüsten: Sie müssen also schon bei der Auswahl darauf achten, dass die Laptop-Leistung Ihren Anforderungen entspricht.

An der Tempospitze im Testfeld liegen das XMG Neo 15-E21 mit RTX 3080 und Ryzen 9 und das Gigabyte Aorus 17G YD , das die RTX 3080 mit einem Core i7-11800H zusammenbringt. Achten Sie aber beim Gaming-Notebook nicht ausschließlich aufs Tempo: Das optimale Komplettsystem bringt auch ein hochwertiges Display und umfangreiche Ausstattung mit - hier sind das Lenovo Legion 5 Pro 16ACH6H (RTX 3070, Ryzen 7, QHD-Display), das Lenovo Legion 5 Pro 16IAH7H (RTX 3060, Core i7 Alder Lake, QHD-Display) sowie das Alienware M15 R5 (RTX 3070, Ryzen 9, QHD-Display) ganz vorne dabei.

Doch auch wenn das verfügbare Budget deutlich unter 2000 Euro liegt, müssen Sie mit den richtigen Gaming-Laptops kaum Kompromisse machen: Das HP Omen 16 für rund 1700 Euro erzielt eine üppige Spieleleistung mit RTX 3070 und Full-HD-Bildschirm. Kaum langsamer, aber günstiger ist das HP Victus 16 (RTX 3060, FHD-Display). Für noch mehr Ersparnis sorgen das Acer Nitro 5 AN517-55 mit großem 17,3-Zoll-Display und das HP Omen 15 , das auch mit einer RTX 2060 aus der Nvidia-Vorgängergeneration immer noch konkurrenzfähige Spieleleistung für FHD liefert.
Und das sind die herrausragenden Gaming-Notebooks des Vergleichs-Tests:


Testsieger: Lenovo Legion 5 Pro 16ACHGH

Testsieger: Lenovo Legion 5 Pro
Vergrößern Testsieger: Lenovo Legion 5 Pro

Die Spieleleistung mit der RTX 3070 ist top, auch wenn das Notebook nicht ganz die Ergebnisse einer RTX 3080 erreicht. Doch bei der System-Performance müssen Sie keine Kompromisse machen. Außerdem punktet das 16-Zoll-Notebook mit einem großartigen QHD-Bildschirm und üppiger Ausstattung.

Lenoov Legion 5 Pro: Zum ausführlichen Test


Preis-Leistungs-Sieger: HP Victus 16

Preis-Leistungs-Sieger: HP Victus 16
Vergrößern Preis-Leistungs-Sieger: HP Victus 16

Gut genug fürs Spielen in FHD: Die Leistung der RTX 3060 in Verbindung mit der Auflösung macht das HP-Notebook zur Schnäppchen-Empfehlung, denn auch die Bildqualität seines 16-Zoll-Displays überzeugt ebenso wie die Anzahl der Schnittstellen.

HP Victus 16: Zum ausführlichen Test

Beste Spiele-Leistung für QHD: XMG Neo 15 (E21)

Beste Tempo in WQHD-Auflösung: XMG Neo 15 (M21)
Vergrößern Beste Tempo in WQHD-Auflösung: XMG Neo 15 (M21)

Das XMG Neo 15 überzeugt als starkes Power-Paket: Top-Spieleleistung dank RTX 3080 und Ryzen 9, umfassende Ausstattung und als Extra eine ordentliche Akkulaufzeit rechtfertigen den hohen Preis. Tuning-Freunde dürfen sich bei CPU- und GPU-Einstellungen austoben.

XMG Neo 15 (E21): Zum ausführlichen Test


Bestes Spiele-Leistung für FHD: HP Omen 16

Beste Tempo in FHD-Auflösung: HP Omen 16
Vergrößern Beste Tempo in FHD-Auflösung: HP Omen 16

Satte Bildraten - auch für Raytracing - bietet das HP Omen 16 dank FHD auch mit der Geforce RTX 3070. Außerdem hat es sehr viele Anschlüsse, um den kompletten Peripheriepark mit dem Notebook zu verbinden. Sein große 16-Zoll-Bildschirm überzeugt bei Helligkeit, Kontrast und Farbdarstellung.

HP Omen 16: Zum ausführlichen Test

Gaming-Performance: Raytracing ab RTX 2060 möglich

Die schnellsten Notebooks im Test sind die Modelle mit einer RTX 3080: Nvidias Top-GPU schultert die meisten Spiele auch in hohen Qualitätseinstellungen problemlos - Raytracing-Effekte inklusive. Doch auch bei QHD-Auflösung liefert Nvidias Top-Modell eine starke Spiele-Leistung, höchstens bei hoher Raytracing-Qualitätsstufe kommt es je nach Spiel ein wenig ins Schwitzen. Ähnliches gilt auch für eine RTX 3070 Ti.

Nur rund 10 Prozent langsamer ist eine RTX 3070 bei WQHD, in vielen Spielen beträgt der Abstand zur RTX 3080 nur wenige fps. Deshalb spricht das Preis-Leistung-Verhältnis auf hohem Niveau für Notebooks mit dieser GPU. Für intensive Raytracing-Einstellungen oder eine höherere Auflösung auf einem externen Monitor bietet sie aber weniger Potential als die RTX 3080.

Die Geforce RTX 3060 passt optimal fürs Spielen in Full-HD-Auflösung: Die meisten Spiele laufen geschmeidig, und wenn Sie es nicht übertreiben, klappt es auch mit aktiviertem Raytracing. In QHD ist diese GPU mit Raytracing häufig überfordert, aber packt viele Spiele in Ultra-Einstellungen ohne RT. Für mittlere Raytracing-Qualität in FHD-Auflösung reicht sogar eine RTX 2060.

Die Spieleleistung einer GPU hängt maßgeblich von der Auflösung des Notebook-Displays ab: Mit einer RTX 3060 in Full-HD lassen sich durchaus mehr Frames erzielen als mit einer RTX 3070 und WQHD. Außerdem müssen Sie den TGP-Wert der GPU beachten: Je höher die zulässige Leistungsaufnahme, desto mehr Frames kann die Grafikkarte liefern. Den TGP-Werte finden Sie in den Tests sowie in den technischen Daten des Notebooks.

Im Asus ROG Strix Scar 15 sitzt eine Alder-Lake-CPU aus der neuen Intel-Generation.
Vergrößern Im Asus ROG Strix Scar 15 sitzt eine Alder-Lake-CPU aus der neuen Intel-Generation.
© Asus

System-Leistung: Top-Tempo bei allen Geräten

Spiele-Notebooks bringen nicht nur in Games herausragende Leistung: Sie arbeiten mit CPUs aus den H-Serien von AMD und Intel, die deutlich leistungsfähiger sind als die U-Varianten, die sich in den meisten Standard- und ultramobilen Notebooks finden. Die beste CPU-Leistung bekommen Sie aktuell mit einer Alder-Lake-CPU wie dem Core i7-12700H, denn die neue CPU-Generation von Intel kombiniert leistungsfähige und sparsame Kerne: Durch diese hohe Kerne- und Threadzahl liegt sie in den meisten System-Benchmarks klar vor den 8-Kernern von AMD wie dem Ryzen 9 5900HX oder dem Ryzen 7 5800H. Das gleiche Leistungsniveau wie die AMD-CPUs erreicht ein Core i7-11800H, der ebensfalls acht Kerne mitbringt.

Gaming-Notebook profitieren zudem davon, dass die GPU den Prozessor in vielen Multimedia-Anwendungen besser als eine interne CPU-Grafik unterstützen kann. Und nicht zuletzt verfügen die Notebooks im Test mit 16 GB oder 32 GB Arbeitsspeicher über massig RAM. Vor allem bei CPU- und GPU-intensiven Anwendungen wie Rendering und Fotobearbeitung liegen die Spiele-Notebooks im PC Mark 10 deshalb klar vor Standard-Notebooks und sind zwei- bis viermal so schnell. Bei Office und Web-Anwendungen zeigen sich dagegen weniger Unterschiede. Allerdings liegt in den System-Benchmarks der Leistungsunterschied zwischen den 3000-Euro-Gaming-Laptops und den Modelle für rund 1000 Euro nur bei maximal 30 Prozent, während bei Spielen die High-End-Notebooks je nach Test bis zu dreimal so schnell sind.


Bildschirm: Die Wiederholrate macht den Unterschied

Die meisten Notebooks im Testfeld haben einen 15,6-Zoll- oder einen 17,3-Zoll-Bildschirm. Ein neuer Trend sind Gaming-Notebooks mit 16-Zoll-Display: Sie sind kompakter als 17-Zoll-Geräte, bringen aber genug Platz für einen separaten Ziffernblock auf der Tastatur mit. Entspiegelt ist das Display bei allen Gaming-Notebooks.

In allen Größen haben Sie die Wahl zwischen einem QHD-Display mit 2560 x 1440 oder 2560 x 1600 - letztere haben ein Seitenverhältnis von 16:10 und sind wegen der höheren vertikalen Auflösung geeigneter für den Produktiveinsatz.

Die schnellsten Bildwiederholraten bieten die FHD-Displays mit 300 Hz wie im Gigabyte Aorus 17G YD. Bei den QHD-Panels liegt das Alienware M15 R5 mit 240 Hz vorne, üblich sind bei dieser Auflösung 165 Hz. Ein schnelles Display ist ein Kostenfaktor, weshalb die meisten günstigeren Gaming-Laptops normalerweise mit einem Bildschirm mit 144 Hz ausgestattet sind.

Mit Abstand die beste Bildqualität bieten die beiden Lenovo-Gaming-Notebooks Legion 5 Pro 16IAH7H und 16ACH6H: Sie liegen vor allem bei Helligkeit und Ausleuchtung mit klarem Abstand an der Spitze des Testfeldes. Bei der Farbwiedergabe gewinnt das Alienware M15 R5, das alle wichtigen Farbräume fast vollständig abdeckt.


Asus legt Blenden für das Notebookgehäuse bei.
Vergrößern Asus legt Blenden für das Notebookgehäuse bei.
© Asus

Ausstattung: Standardkost auf hohem Niveau

Die großen Preisunterschiede im Testfeld sind vor allem der GPU und CPU geschuldet. Bei den übrigen Komponenten liegen die Notebooks recht eng zusammen - die Standardgröße der SSD zum Beispiel liegt bei 1 Terabyte, nur im Aorus 17G, im Omen 15 und im günstigen Acer Nitro 5 ist der Flash-Speicher 512 GB groß.

Dafür ist das Acer-Notebook mit einer schnellen PCIe4-SSD ausgestattet, ebenso wie das Lenovo Legion 5 Pro 16IAH7H und das Gigabyte-Notebook. Die höhere Bandbreite macht sich beim sequenziellen Lesen und Schreiben sehr deutlich bemerkbar - hier sind PCIe3-SSDs nur rund halb so schnell. Beim praxisnäheren Full Systerm Drive Benchmark des PC Mark 10 sind die Flash-Laufwerke mit PCIe4 35 bis 70 Prozent schneller.

Während der LAN-Anschluss bei Standard-Notebooks inzwischen Seltenheitswert besitzt, lassen sich alle Spiele-Notebooks im Test auch per Kabel vernetzen: Das XMG Neo 15 E21, das Gigabyte Aorus und das Notebook von Alienware verfügen schon über den LAN-Turbo mit 2,5Gbit-Anschluss, die anderen liefern Gigabit-Tempo. Ins WLAN gehen alle Geräte mit dem Wi-Fi-6-Standard, nur die beiden Omen-Notebooks arbeiten mit WLAN-AC. Im Lenovo Legion 5 Pro 16IAH7H sitzt sogar schon eine WLAN-Karte für den brandneuen Standard Wi-Fi 6E.

Thunderbolt 4 und PCIe 4 für die SSD bringen die Notebooks mit Alder-Lake- und Tiger-Lake-CPU mit. An alle Modelle lassen sich über eine Kombination von HDMI, (Mini-)Displayport und Typ-C mindestens zwei externe Monitore anschließen. Schnelle externe Festplatten laufen an allen Notebooks über Typ-C mit USB 3.2 Gen 2 (10 GBit/s), bei einigen Modellen liefert auch mindestens ein Typ-A-Anschluss bis zu 10 Gbit/s.

Viele Gaming-Notebook kommen in zurückhaltendem Design.
Vergrößern Viele Gaming-Notebook kommen in zurückhaltendem Design.
© HP

Mobilität: Kann man mal mitnehmen

Geringes Gewicht und lange Akkulaufzeit stehen bei einem Spiele-Notebook nicht im Vordergrund: Denn ohne Steckdose ist an Gaming kaum zu denken - entweder, weil das Notebook dann nur sehr kurz durchhält oder die Spieleleistung stark eingeschränkt ist. Wer das Spiele-Notebook mitnehmen und unterwegs arbeiten oder surfen will, greift am besten zum HP Omen 15 oder zum XMG Neo 15 E21, die eine Akkulaufzeit von rund zehn Stunden bieten.

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