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Test: Wireless-Gaming-Headsets im Vergleich - top Spiele-Sound ohne Kabelsalat

11.03.2021 | 10:20 Uhr |

Wir haben für Sie Gaming-Headsets mit drahloser Audioübertragung im Test - so können Sie perfekten Spiele-Sound ohne Kabelsalat genießen.

Wireless-Gaming-Headsets haben einen großen, offensichtlichen Vorteil: sie haben kein Kabel. So lässt sich das Headset aufbehalten, wenn man sich mal strecken oder schnell einen Kaffee holen will. Generell ist man einfach flexibler und nicht durch ein Anschlusskabel in den Bewegungen eingeschränkt. Einen schnellen Überblick aller getesteten drahtlosen Gaming-Headsets inklusive Kurz-Fazit & Link zum besten Preis bietet die folgende Bildergalerie:

Das sollten Sie beim Kauf von Wireless-Gaming-Headsets beachten

Beim Kauf drahtloser Headsets für Gamer gibt es einige Dinge, die Sie berücksichtigen sollten. Da wäre allen voran die Akkulaufzeit, die mindestens zehn Stunden betragen sollte. Dank ausgefeilter Techniken kommen manche Modelle aber schon auf deutlich höhere Laufzeiten. Dann gibt es wiederum Headsets, die einen austauschbaren Akku oder eine Schnellladefunktion besitzen. Beides ermöglicht eine schnelle Wiederaufnahme des Zockens, wenn die Batterie zur Neige geht.

Nicht weniger wichtig ist aber auch die Wireless-Anbindung. Die muss nicht nur stabil, sondern auch flott sein, damit beim Gaming kein Nachteil entsteht. Die meisten Drahtlos-Headsets für Spieler setzen hier auf den bewährten 2,4-GHz-Funkstandard, der in der Regel recht zuverlässig und nahezu latenzfrei ist. Manche Hersteller ergänzen den Standard um eigene Techniken, um eine noch robustere und schnellere Übertragung zu gewährleisten. Wieder andere sorgen auch dafür, dass die Übertragungen möglichst wenig Energie verbrauchen, damit der Akku länger hält. Manche Modelle verfügen gleichzeitig auch über ein Bluetooth-Modul, womit sich das Headset dann auch an Mobilgeräten oder Spielekonsolen nutzen lässt. Das erweitert das Einsatzgebiet ungemein, jedoch ist Bluetooth etwas langsamer als das Übertragen im 2,4-GHz-Netz.

Bei Wireless-Gaming-Headsets befinden sich die Bedienelemente direkt am Hedset selbst. Die sollten natürlich alle komfortabel und intuitiv erreichbar sein.
Vergrößern Bei Wireless-Gaming-Headsets befinden sich die Bedienelemente direkt am Hedset selbst. Die sollten natürlich alle komfortabel und intuitiv erreichbar sein.
© Razer

Zu guter Letzt ist natürlich auch der Klang ein wichtiger Faktor bei der Wahl eines passenden Wireless-Gaming-Headsets. Die beste Drahtlos-Anbindung und die längste Akkulaufzeit nützen kaum etwas, wenn der Klang Schrott ist. Leider lässt sich dieser Faktor auch kaum mit einem Blick aufs Datenblatt einschätzen. Denn große Audiotreiber bedeuten nicht zwingend, dass der Klang kräftiger oder besser ist als bei kleineren Treibern. Hier müssen Sie sich auf Tests verlassen oder das gewünschte Headset im Elektromarkt oder bei Freunden einfach mal ausprobieren. Schließlich ist Klang eine sehr subjektive Sache.

Abnehmbares Mikro, Bedienung und Anschlüsse

Es gibt noch weitere Merkmale bei Wireless-Gaming-Headsets, die Sie unserer Meinung nach beachten sollten. Wenn das Mikrofon abnehmbar oder einfahrbar ist, dann ist auch das Hören unterwegs nicht ganz so peinlich – schließlich wollen Sie nicht als vermeintlicher Callcenter-Mitarbeiter oder Pilot in der Gegend herumspazieren. Darüber hinaus sollten sich alle Bedienelemente - komfortabel erreichbar - an den Ohrmuscheln befinden, um beispielsweise schnell das Mikrofon stumm zu schalten. Besonders flexibel sind Modelle, die auch noch einen Klinkenanschluss anbieten. Damit erweitert sich das Einsatzgebiet um ein Vielfaches!

Ein Wireless-Gaming-Headset sollte nicht ausschließlich nur per USB-Dongle funktionieren, sondern sich auch über alternative Anschlussarten betreiben lassen - beispielsweise per Klinke.
Vergrößern Ein Wireless-Gaming-Headset sollte nicht ausschließlich nur per USB-Dongle funktionieren, sondern sich auch über alternative Anschlussarten betreiben lassen - beispielsweise per Klinke.
© Steelseries

TEST-SIEGER: Corsair Virtuoso RGB Wireless SE

TEST-SIEGER: Corsair Virtuoso RGB Wireless SE
Vergrößern TEST-SIEGER: Corsair Virtuoso RGB Wireless SE
© Corsair

Testsieger der Gaming-Headsets: Das Corsair Virtuoso RGB Wireless SE überzeugt beim Klang, der Haptik sowie dem üppigen Funktions- und Lieferumfang und lässt sich dank Klinken-, USB- und Wireless-Anbindung überaus flexibel einsetzen. Das sehr gute Mikrofon können Sie komplett abnehmen. Und die Drahtlosübertragung begeistert mit nahezu latenz- und störungsfreier Verbindung. Zwar erreichen wir nicht ganz die Herstellerangaben bei der Laufzeit und Reichweite, doch das ist Kritik auf hohem Niveau. Den Preis von rund 200 Euro geht für den Leistungsumfang gerade noch in Ordnung.

Zum ausführlichen Test: Corsair Virtuoso RGB Wireless SE

PREIS-LEISTUNGS-SIEGER: Steelseries Arctis 1 Wireless

PREIS-LEISTUNGS-SIEGER: Steelseries Arctis 1 Wireless
Vergrößern PREIS-LEISTUNGS-SIEGER: Steelseries Arctis 1 Wireless
© Steelseries

Beim Steelseries Arctis 1 Wireless handelt es sich um ein Gaming-Headset, das den 2,4-GHz-Funkstandard nutzt. Hierfür liefert der Hersteller einen Empfänger mit USB-Typ-C-Stecker plus Typ-A-Adapter mit, womit sich das Gerät kabellos am PC, der PS4 und der Nintendo Switch nutzen lässt. Das Headset-Mikrofon ist komplett abnehmbar. Der Klang ist richtig gut, weil Explosionen schöne Tiefe haben, aber auch Details klar herüberkommen. Mit einer Laufzeit von knapp 20 Stunden hält das Headset auch ziemlich lange durch. Zum Preis von 105 Euro ist das Steelseries Arctis 1 zwar kein Schnäppchen, aber dank gutem Klang, hohem Tragekomfort und Anschluss-Vielfalt ist der Preis absolut gerechtfertigt.

Zum ausführlichen Test: Steelseries Arctis 1 Wireless

INNOVATIVE TECHNIK: Razer Nari Ultimate

INNOVATIVE TECHNIK: Razer Nari Ultimate
Vergrößern INNOVATIVE TECHNIK: Razer Nari Ultimate
© Razer

Das Razer Nari Ultimate beeindruckt mit vielen Techniken, Funktionen und Ausstattungsmerkmalen, die unmittelbaren Einfluss auf das Spielerlebnis haben. Die Hypersense-Technik funktioniert meistens recht gut im Einklang mit dem Gesehenen, aber leider nicht immer. Und auf Dauer die Vibrationen aktiviert zu lassen können wir uns nicht vorstellen. Ansonsten funktioniert die Drahtlosanbindung ohne hörbare Latenz oder Fehler, der Tragekomfort ist auch nach Stunden noch angenehm und der flexible Einsatz als analoges Headset oder an der PS4 ist ebenfalls positiv hervorzuheben.
Nur vom Klang ab Werk sind wir nur mäßig angetan, denn Razer stellt den Bass stets zu sehr in den Vordergrund, worunter die Mitten und Höhen leiden. Auch die unterschiedlichen Klangprofile ändern da kaum etwas dran. Der Nutzer selbst muss hier ordentlich nachbessern. Der Preis von aktuell rund 186 Euro ist angesichts der Funktionsvielfalt aber recht hoch.

Zum ausführlichen Test: Razer Nari Ultimate

TOP-DESIGN: Logitech G733

TOP-DESIGN: Logitech G733
Vergrößern TOP-DESIGN: Logitech G733
© Asus

Nach dem Test des Logitech G733 ist klar, dass sich der Hersteller hier vor allem aufs Design konzentriert hat. Natürlich ist die Wireless-Anbindung stets stabil, die Akkulaufzeit nicht übel und auch der Tragekomfort ist hoch. Nur beim Klang und bei der Haptik hätten wir noch ein klein bisschen mehr erwartet bei einem Preis von 130 Euro. Es fehlt an Druck bei den Bässen und der Klang fällt insgesamt etwas flach aus. Erschwerend hinzu kommt die mittelmäßige Mikrofonqualität.

Zum ausführlichen Test: Logitech G733

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