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Test: Turtle Beach Elite Atlas Aero - komfortables Wireless-Gaming-Headset

31.10.2019 | 11:10 Uhr |

Mit dem Elite Atlas Aero möchte Turtle Beach „das ultimative kabellose PC-Headset“ für Gamer und auch Streamer liefern. Ob das klappt und welche Maßnahmen Turtle Beach dafür ergreift, lesen Sie im Test.

Das Turtle Beach Elite Atlas Aero ist das neue Wireless-Gaming-Headset, das explizit für PC-Spieler konzipiert wurde. Denn vorbei sind die Zeiten, in denen der Hersteller lediglich als Produzent von Gaming-Gear für Konsolen bekannt war. Mit einem Preis von rund 150 Euro sollten Käufer auch einiges erwarten dürfen. Dafür setzt das amerikanische Unternehmen auf einige vermeintlich einzigartigen Features – ob das reicht?

TEST-FAZIT: Turtle Beach Elite Atlas Aero

Das Turtle Beach Elite Atlas Aero ist ein gutes und solides Wireless-Gaming-Headset für PC-Spieler. Der Klang kann definitiv überzeugen, genau wie der hohe Tragekomfort. Dazu kommen einzigartige Features wie die Aussparung in den Ohrpolstern für Brillen, ein eSports-taugliches Klangprofil namens „Superhuman Hearing“ und eine übersichtliche Software mit vielen Funktionen. Auch die Nutzung über Klinke ist positiv anzumerken. Nur die linke Ohrmuschel wirkt aufgrund der vielen Bedienelemente überladen und die Mikrofonqualität ist nur durchschnittlich – allerdings ist das bei fast allen Wireless-Gaming-Headsets ein Problem. Der Preis von 150 Euro ist für den Leistungsumfang aber dennoch gerechtfertigt.

Pro:

+ überzeugender Klang fürs Gaming

+ hoher Tragekomfort, auch für Brillenträger

+ aktivierbares, eSports-taugliches Klangprofil

+ abnehmbares Mikrofon

Contra:

- durchschnittliches Mikrofon

Turtle Beach Elite Atlas Aero: Komfortabler Sitz, auch für Brillenträger

Das Turtle Beach Elite Atlas Aero ist unverkennbar ein Gaming-Headset, dank seiner scharfen Kanten, gewinkelten Komponenten und Mesh-Elemente. Auf RGB-Beleuchtung müssen Gamer jedoch verzichten. Die Ohrpolster bestehen aus vergleichsweise solidem Memory-Gel und fühlen sich sehr angenehm an. Selbst nach mehreren Stunden Zockens kommen wir um die Ohren herum nicht ins Schwitzen. Auch die Abschirmung von Außengeräuschen ist damit recht effektiv. Dafür sorgt auch der der relativ hohe Anpressdruck, den wir aber nicht als störend empfinden. Die Ohrpolster lassen sich auch tauschen, falls nach einiger Zeit der Nutzung Bedarf besteht.

Nicht nur die Ohpolster, sondern auch das Mikrofon lassen sich abnehmen.
Vergrößern Nicht nur die Ohpolster, sondern auch das Mikrofon lassen sich abnehmen.
© Steelseries

Das Besondere bei den Ohrpolstern des Turtle Beach Elite Atlas Aero: Einmal abgenommen befindet sich an der Rückseite ein verstellbares Band, das eine Aussparung im Polster öffnet. Das soll weniger Druck auf Brillengestelle verursachen, was in der Praxis auch tatsächlich der Fall ist. Turtle Beach hat sich dieses „ProSpecs Glasses Relief-System“ sogar patentieren lassen. Hinter den Polstern der rechten Ohrmuschel lässt sich der mitgelieferte USB-Dongle verstecken, der für die Wireless-Anbindung sorgt.

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Abnehmbares Mikrofon und zahlreiche Bedienelemente

Wie auch die Ohrpolster lässt sich das Mikrofon komplett abnehmen, was eine potenzielle Nutzung auf Reisen ermöglicht. Apropos: Das Turtle Beach Elite Atlas Aero lässt sich für einen platzsparenden Transport auch zusammenklappen. Ausgestattet ist das Mikro auch mit einer Geräuschunterdrückungs- und der sogenannten „TruSpeak“-Technik, was eine detailreiche und verständliche Stimmübertragung gewährleisten soll. Drüber hinaus ist der Mikrofonarm selbst sehr flexibel und erlaubt eine gute Positionierung. Im Test handelte es sich bei der Sprachqualität zwar nicht um eine Offenbarung, aber die Stimme war jederzeit klar und deutlich verständlich und wurde ohne Rauschen übertragen. Vergleichen mit einem kabelgebundenen Mikrofon sind die Unterschiede aber deutlich hörbar.

Selbst Brillenträger dürften vom Tragekomfort des Turtle Beach Elite Atlas Aero begeistert sein.
Vergrößern Selbst Brillenträger dürften vom Tragekomfort des Turtle Beach Elite Atlas Aero begeistert sein.
© Steelseries

An der linken Ohrmuschel befinden sich gleich fünf Bedienelemente, was unserer Meinung etwas zu viel für eine Blindbedienung ist. Es stehen zwei Lautstärkedrehräder zur Verfügung, wovon eines das Monitoring steuert – also wie laut man sich selbst hört, wenn man über das Mikrofon spricht. Das andere Drehrad ist für die Klangwiedergabe zuständig. Hinzu kommt ein relativ frei belegbarer Knopf, der ab Werk mit der „Superhuman Hearing“-Funktion belegt ist. Dieses spezielle Klangprofil sorgt dafür, dass der Spieler wichtige Details wie Schritte oder das Nachladen besonders gut zu hören und damit Gegner verorten zu können. Das klappt in der Praxis beeindruckend gut und gewährt uns sogar den ein oder anderen Vorteil gegenüber den Kontrahenten.

An der linken Ohrmuschel bündelt Turtle Beach die Bedienelemente - etwas zu viel, unserer Meinung nach.
Vergrößern An der linken Ohrmuschel bündelt Turtle Beach die Bedienelemente - etwas zu viel, unserer Meinung nach.
© Steelseries

Sound vom Grammy-ausgezeichneten Studio

Für die Klangwiedergabe sorgen zwei 50 Millimeter große „Nanoclear“-Audiotreiber, die auch 3D-Audio von Waves Nx beherrschen. Bei letzterem handelt es sich um ein mit einem Grammy ausgezeichnetes Studio, das mit einer besonders realistischen Raumwiedergabe aufwarten kann. Generell klingt der Sound für ein Gaming-Headset satt und warm. Auch die Höhen kommen nicht zu kurz, während der Bass mit einer schön differenzierten Tiefe überzeugen kann. Der Fokus liegt hier aber generell auf den Mitten, was bei einem Gaming-Headset nicht unüblich ist.

Die Audiotreiber haben einen Durchmesser von 50 Millimetern. Im Bild zu sehen ist auch die Aussparung für die Aufbewahrung des USB-Dongles.
Vergrößern Die Audiotreiber haben einen Durchmesser von 50 Millimetern. Im Bild zu sehen ist auch die Aussparung für die Aufbewahrung des USB-Dongles.
© Steelseries

Und wie steht es um die Latenz und Störungsfreiheit über die Wireless-Anbindung? Da gibt es unsererseits nichts zu bemängeln. Die angegebene Akkulaufzeit von 30 Stunden erreichen wir im Test allerdings nicht. Wir messen lediglich knappe 20 Stunden. Aber keine Angst: Das Headset lässt sich während des Ladevorgangs (via mitgelieferten Micro-USB-Kabel) auch weiter nutzen. Toll finden wir auch, dass sich das Headset auch mit einem ebenfalls mitgelieferten Klinkenkabel betreiben lässt, was den Einsatzbereich sehr erweitert.

Für einen platzsparenden Transport lassen sich die Turtle Beach Elite Atlas Aero auch zusammenklappen.
Vergrößern Für einen platzsparenden Transport lassen sich die Turtle Beach Elite Atlas Aero auch zusammenklappen.
© Steelseries

Gamer können sich auch eine Software herunterladen, die auf den Namen Control Studio hört. Die ist erfreulich übersichtlich gestaltet und bietet allerhand Optionen, um den Sound noch weiter auf seine eigenen Bedürfnisse zu optimieren. Auch verschiedene Klangprofile lassen sich wählen oder auch selbst erstellen und abspeichern.

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