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Test: Steelseries Arctis 9 Wireless - Gaming-Headset mit tollem Sound

21.12.2020 | 11:20 Uhr |

Das Steelseries Arctis 9 Wireless wirkt schlicht und kommt ohne Schnickschnack aus. Dafür beeindruckt es mit einem tollen Klang!

Das Steelseries Arctis 9 Wireless übernimmt das Arctis-typische Design und reiht sich damit in die eher schlichte Modellreihe ein – RGB sucht man hier vergeblich. Wie gewohnt stimmt die Verarbeitung und das Wireless-Gaming-Headset wirkt alles andere als billig. Aber bei Gaming-Headsets sollte vor allem um eines gehen: den Klang. Der überzeugt beim Arctis 9 sowohl am PC als auch an der PS4 und PS5.

Die besten Wireless-Gaming-Headsets im Vergleich

Steelseries Arctis 9 Wireless: Schlichtes Design

Der Tragekomfort des Steelseries Arctis 9 Wireless ist, wie von der Modellreihe bekannt, sehr hoch: Die weichen Ohrpolster mit Netzstoff-Überzug gewähren außerdem noch eine gute Isolation bei guter Belüftung – sehr schön! Toll finden wir auch, dass sich das Headset dank des flexiblen Kopf-Stoffbands automatisch an fast jede Kopfgröße anpasst. Auch die drehbaren Ohrhörer spielen hier positiv mit rein.

Das Steelseries Arctis 9 Wireless übernimmt das Arctis-typische Design komplett und reiht sich damit in die eher schlichte Modellreihe ein.
Vergrößern Das Steelseries Arctis 9 Wireless übernimmt das Arctis-typische Design komplett und reiht sich damit in die eher schlichte Modellreihe ein.
© Steelseries

Ausstattung und Technik

Da es sich beim Steelseries Arctis 9 Wireless um ein kabelloses Gaming-Headset handelt, integriert der Hersteller alle Bedienelemente an den beiden Ohrhörern: Am linken befindet sich der Chatmix-Regler, um in Echtzeit entweder mehr vom Spiel oder vom Sprachchat-Partner zu hören. An der rechten Ohrmuschel befinden sich das Lautstärkedrehrad, der Mikrofonstummschalter, Bluetooth-Schalter und Power-Knopf. Hinzu kommen noch der Micro-USB-Anschluss und eine analoge Buchse für 3,5-Millimeter-Klinke. Wünschenswert wäre ein aktueller USB-Typ-C-Anschluss gewesen, außerdem verzichtet Steelseries darauf, ein entsprechendes Klinkenkabel mit zu liefern. Aber immerhin bietet der Hersteller auch die analoge Anbindung, was das Einsatzgebiet ungemein erweitert.

Da es sich beim Steelseries Arctis 9 Wireless um ein kabelloses Gaming-Headset handelt, integriert der Hersteller alle Bedienelemente an den beiden Ohrhörern.
Vergrößern Da es sich beim Steelseries Arctis 9 Wireless um ein kabelloses Gaming-Headset handelt, integriert der Hersteller alle Bedienelemente an den beiden Ohrhörern.
© Steelseries

Für den Klang sorgen insgesamt zwei 40 Millimeter große Neodymium-Treiber mit einem typischen Frequenzgang von 20 bis 20.000 Hz und einer Mobilgeräte-freundlichen Impedanz von 32 Ohm. Die Übertragung kann über zwei Drahtlos-Techniken erfolgen: Einmal über den mitgelieferten USB-Dongle, der quasi latenzfreien 2,4-GHz-Funk nutzt, sowie Bluetooth 4.1. Damit lässt sich das Steelseries Arctis 9 Wireless auch problemlos an Bluetooth-Quellen betreiben. Beide Techniken lassen sich sogar parallel nutzen. Wer also gerade am Zocken via 2,4-GHz-Funk ist, der kann parallel Anrufe über eine Bluetooth-Verbindung mit dem Smartphone führen.

Für den Klang sorgen insgesamt zwei 40 Millimeter große Neodymium-Treiber mit einem typischen Frequenzgang von 20 bis 20.000 Hz und einer Mobilgeräte-freundlichen Impedanz von 32 Ohm.
Vergrößern Für den Klang sorgen insgesamt zwei 40 Millimeter große Neodymium-Treiber mit einem typischen Frequenzgang von 20 bis 20.000 Hz und einer Mobilgeräte-freundlichen Impedanz von 32 Ohm.
© Steelseries

Das Steelseries Arctis 9 Wireless lässt sich an verschiedenen Endgeräten betreiben: Neben dem PC auch am Mac, an der PS4/PS5 (per USB-Dongle), am Smartphone, am VR-Headset (falls es über Bluetooth verfügt) und an der Nintendo Switch im Docking-Modus via USB.

Das Steelseries Arctis 9 Wireless in der Praxis

Die Einrichtung des Steelseries Arctis 9 Wireless geht einfach von der Hand: Sichergehen, dass der Akku geladen ist, den USB-Dongle an den PC stecken, den Treiber installieren und dann geht es schon los. Der Klang kann dabei, für ein Gaming-Headset, komplett überzeugen. Die Mitten sind prägnant und der Bass hat eine schöne detaillierte Tiefe und äußert sich nicht einfach nur als wuchtiges Brummen. Hinzu kommt, dass das Klangbild schön breit wirkt und man nicht das Gefühl hat, dass das Headset bald an seine Grenzen kommt. Denn auch feine Details gehen bei der Wiedergabe nicht unter. Egal ob wir zocken, Filme schauen oder Musik hören – für alle drei Szenarien eignet sich das Steelseries Arctis 9 Wireless unserer Meinung nach. Dabei macht es auch kaum Unterschied, ob wir es am PC oder an der Sony-Spielekonsole betreiben.

Der mitgelieferte USB-Dongle ermöglicht die Wireless-Anbindung via 2,4-GHz-Funk.
Vergrößern Der mitgelieferte USB-Dongle ermöglicht die Wireless-Anbindung via 2,4-GHz-Funk.
© Steelseries

Zusätzlich beherrscht das Gaming-Headset auch die Raumklang-Simulation DTS Headphone:X v2.0, die sich über die Treiber-Software aktivieren lässt. Der Sound klingt damit deutlich räumlicher und lässt eine gute Lokalisierung zu. In der Software lässt sich der Raumklang noch weiter tunen, zusätzlich steht noch ein 10-Band-Equalizer bereit, um den Stereoklang auf seine eigenen Bedürfnisse zu optimieren. Alles in allem sind wir vom Klang angetan, vor allem im Hinblick auf die Tatsache, dass es sich um ein Wireless-Gaming-Headset handelt.

Mikrofon und Akkulaufzeit

Das Mikrofon lässt sich komplett in die linke Ohrmuschel einfahren und besitzt an der Spitze eine LED, die uns darüber informiert, ob das Mikrofon stummgeschaltet ist. Die Sprache selbst wird deutlich übertragen, doch ein leichtes Grundrauschen und eine leicht verfälschte Stimme sind deutlich zu hören. Alles in allem geht das Mikrofon in Ordnung, kann aber keinen bleibenden Eindruck hinterlassen wie der Klang.

Das Mikrofon lässt sich komplett in die Ohrmuschel einfahren.
Vergrößern Das Mikrofon lässt sich komplett in die Ohrmuschel einfahren.
© Steelseries

Die Akkulaufzeit des Arctis 9 Wireless beziffert Steelseries mit 20 Stunden. In unserem Test hatten wir nach acht Stunden Gaming noch 70 Prozent Akkukapazität – ergo können wir die Herstellerangaben auch bestätigen. Damit liefert das Gaming-Headset eine überdurchschnittliche Akkulaufzeit – sehr gut!

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