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Steelseries Apex Pro im Test: Gaming-Tastatur mit verstellbaren Mechanik-Schaltern

04.11.2019 | 11:10 Uhr |

Die Steelseries Apex Pro ist die weltweit erste Gaming-Tastatur, die mit anpassbaren, mechanischen Schaltern aufwarten kann – eine echte Innovation in Sachen Keyboards! Was die Funktion im Praxiseinsatz bringt und was das Tippbrett sonst noch zu bieten hat, lesen Sie im Test.

Die Steelseries Apex Pro bezeichnet der dänische Hersteller als „nächste Generation mechanischer Tastaturen“, denn (fast) jede Taste können Sie individuell anpassen – ja, richtig gehört! Im Vergleich zu herkömmlichen Mechanik-Keyobards sollen die Tasten bis zu achtmal schnellerer reagieren und fünfmal schneller auslösen.

TEST-FAZIT: Steelseries Apex Pro

Bei der Steelseries Apex Pro handelt es sich um eine der aufregendsten Gaming-Tastaturen, die es aktuell auf dem Markt gibt. Die verstellbaren, mechanischen Schalter sind eine echte Innovation und erlauben ein hohes Maß an Individualität. Hinzu kommen ein hochwertiger, robuster Rahmen aus Metall, eine magnetische Handballenauflage, ein USB-Passthrough sowie und ein integriertes OLED-Display. Abgerundet wird der Funktionsumfang durch einen Onboard-Speicher, Makros, RGB-Beleuchtung und einer übersichtlichen Software.

Es gibt nur zwei Nachteile: Wer auf taktile mechanische Schalter steht, der muss sich anderweitig umsehen, denn die Omnipoint-Schalter lösen rein linear aus. Und interessierte Käufer brauchen einen dicken Geldbeutel, denn mit einem Online-Preis von aktuell rund 230 Euro ist die Steelseries Apex Pro alles andere als günstig.

Pro:

+ innovative, verstellbare Omnipoint-Mechanik-Switches

+ hochwertiger und robuster Metallrahmen

+ integriertes OLED-Display

+ abnehmbare, magnetische Handballenauflage

Contra:

- teuer

Die Steelseries Apex Pro erhält den PC-WELT-Award "Innovative Technik".
Vergrößern Die Steelseries Apex Pro erhält den PC-WELT-Award "Innovative Technik".

Steelseries Apex Pro mit Metallrahmen und magnetischer Handgelenkauflage

Bei der Steelseries Apex Pro setzt der Hersteller auf einen Metallrahmen, der mit einer 5000er-Aluminium-Legierung aufwarten kann, die auch Verwendung in der Luftfahrt findet. Das sorgt für eine hohe Robustheit und macht den Rahmen überaus strapazierfähig. Gleichzeitig wird auch noch für eine hochwertige Haptik und Optik gesorgt. Was auch noch auffällt ist die Tatsache, dass die Apex Pro trotz des Volltasten-Layouts doch recht kompakt daherkommt, da die Seiten recht nah mit den Tasten abschließen. Das sorgt jedoch auch dafür, dass keine extra Makrotasten zur Verfügung stehen.

Die mitgelieferte Handgelenkauflage lässt sich magnetisch an der Tastatur anbringen.
Vergrößern Die mitgelieferte Handgelenkauflage lässt sich magnetisch an der Tastatur anbringen.
© Steelseries

Im Lieferumfang enthalten ist eine magnetisch arretierbare Handgelenkauflage, die Steelseries für mehr Komfort mit eine Soft-Touch-Oberfläche ausgestattet hat. In der Praxis bleibt die Auflage recht sicher in Position, für unseren Geschmack ist sie jedoch auch etwas zu hart. An der linken oberen Ecke befindet sich ein beleuchteter USB-Anschluss. An der Unterseite integriert der Hersteller Kabelkanäle, um das gesleevte Anschlusskabel an drei möglichen Ausgängen herauszuführen.

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Anpassbare, mechanische Magnet-Schalter

Bei den mechanischen Schaltern in der Steelseries Apex Pro handelt es sich um selbstentwickelte Omnipoint-RGB-Switches. Diese erlauben einen einstellbaren Vorlaufweg: Sie können für fast jede Taste einzeln einstellen, ab welcher Distanz der Tastendruck ausgelöst wird. Die Bandbreite reicht von 0,4 bis 3,6 Millimeter. Wer besonders reaktionsschnelle Games zockt oder eben eine schnelle Umsetzung seiner Tasteneingaben bevorzugt, wählt einen möglichst niedrigen Vorlaufweg. Wer aber mehr Genauigkeit haben möchte, der entscheidet sich für einen längeren, um beispielsweise ungewollte Eingaben zu vermeiden. Möglich machen das magnetische Sensoren innerhalb der Schalter, die Auslösepunkte des Tastendrucks exakt bestimmen können. Wer den Vorlaufweg auf lediglich 0,4 Millimeter stellt, der darf sich über die am schnellsten auslösende Gaming-Tastatur auf dem Markt freuen.

Dank magnetischer Sensoren im Inneren der Omnipoint-Schalter ist es möglich, die Auslösedistanz variabel zu steuern.
Vergrößern Dank magnetischer Sensoren im Inneren der Omnipoint-Schalter ist es möglich, die Auslösedistanz variabel zu steuern.
© Steelseries

Die Schaltcharakteristik ist aber stets linear, sprich ohne Widerstand und hörbaren Klick. Am ehesten lassen sich die Schalter also mit den Cherry-MX-Varianten Red oder Speed Silver vergleichen. Rein äußerlich ähneln sich die Schalter auch ziemlich. Beispielsweise setzen auch die Omnipoint auf die weit verbreitete Kreuzaufnahme für Tastenkappen, was den Einsatz verschiedenster Keycaps ermöglicht. Steelseries garantiert 100 Millionen Anschläge für Omnipoint-Switches, was eine lange Lebensdauer verspricht. In der Praxis funktionierten die verschiedenen Einstellungen für die Schalter spürbar gut und unsere Eingaben wurden jederzeit zuverlässig übertragen. Hinzu kommt, dass sie zwar klackern, jedoch nicht übertrieben laut.

Folgendes Szenario: Wer während des Zockens ständig und aus Versehen eine Taste auslöst, der kann die Auslösedistanz auf Maximum setzen. Dann wird es deutlich schwerer, sie im Eifer des Gefechts ungewollt zu betätigen. Denkbar ist auch eine besonders kurze Distanz für die WASD-Tasten, damit die Eingaben schneller umgesetzt werden. Gamer profitieren hier also tatsächlich von der Verstellbarkeit der Schalter.

Die Omnipoint-Schalter sollen 100 Millionen Anschlägen standhalten. Rein äußerlich unterscheiden sie sich kaum von anderen bekannten Mechanik-Switches.
Vergrößern Die Omnipoint-Schalter sollen 100 Millionen Anschlägen standhalten. Rein äußerlich unterscheiden sie sich kaum von anderen bekannten Mechanik-Switches.
© Steelseries

Mechanische Tastaturen - Grundlagenwissen

Integriertes, smarte OLED-Display

In der rechten oberen Ecke der Gaming-Tastatur verbaut Steelseries eine Lautstärkewalze, die sich auch drücken lässt, um die Klangwidergabe stummzuschalten. Darunter befindet sich eine einzelne Taste, die ab Werk Musik pausiert und auch wieder startet. Links daneben integriert der Hersteller auch noch ein weiteres, eher unübliches Element: ein monochromes OLED-Display. Darin lassen sich eigene Bilder oder Logos abbilden, selbst Gifs sind kein Problem. Damit hebt der Hersteller die Apex Pro noch ein Stück höher in Sachen Individualisierbarkeit.

Das OLED-Display lässt sich anpassen und bietet weitere nützliche Funktionen. In Zukunft sollen noch weitere folgen.
Vergrößern Das OLED-Display lässt sich anpassen und bietet weitere nützliche Funktionen. In Zukunft sollen noch weitere folgen.
© Steelseries

Alternativ kann das Display auch genutzt werden, um die Auslösekraft der Schalter einzustellen oder die Beleuchtung ohne Software zu steuern – mehr bisher aber nicht. Weitere Funktionen sollen aber mit Updates folgen. Der kleine OLED-Screen hinterlässt aber mächtig Eindruck und wir sind gespannt, welche Funktionen in der Zukunft folgen.

Da Steelseries die Omnipoint-Switches nur auf die Platine aufgesetzt hat, kommt die RGB-Beleuchtung gut zur Geltung.
Vergrößern Da Steelseries die Omnipoint-Switches nur auf die Platine aufgesetzt hat, kommt die RGB-Beleuchtung gut zur Geltung.
© Steelseries

Kostenlos zur Verfügung steht auch die Steelseries Engine, die zugehörige Treiber-Software, die noch mehr Optionen bietet. Darüber lassen sich verschiedene Profile, Tasten und Makros programmieren, das OLED-Display und die Beleuchtung. Die Software selbst ist sehr übersichtlich und selbsterklärend.

Die Steelseries Apex Pro lässt sich mittels ausklappbarer Standfüße auch steiler angestellt nutzen.
Vergrößern Die Steelseries Apex Pro lässt sich mittels ausklappbarer Standfüße auch steiler angestellt nutzen.
© Steelseries

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