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Steelseries Apex 3: Wasserresistente Gaming-Tastatur im Test

03.08.2020 | 11:20 Uhr |

Die Steelseries Apex 3 ist eine wasserresistente Gaming-Tastatur mit 10-Zonen-RGB-Beleuchtung und hauseigenen Membranschaltern, die mit einem flüsterleisen Anschlag punkten wollen. Mit einem Preis von unter 80 Euro sind wir gespannt, ob und wo wir Abstriche machen müssen.

Die Steelseries Apex 3 hat neben einer magnetischen Handballenauflage auch noch leise, hauseigene Membran-Schalter zu bieten und ist wasserresistent nach IP32-Standard. Wir schauen uns die Gaming-Tastatur im Test genauer an.

TEST-FAZIT: Steelseries Apex 3

Die Gaming-Tastatur Steelseries Apex 3 besteht zwar hauptsächlich aus Kunststoff, aber dennoch sind alle verwendeten Materialien hochwertig verarbeitet. Die Haptik gefällt uns daher sehr. Auch die leisen, aber knackigen Membran-Schalter gefallen uns gut. Es kommt nur am Anfang zu wenigen Fehleingaben, aber nach einer kurzen Eingewöhnungszeit kommen wir gut damit zurecht. Ebenso können die reaktive RGB-Beleuchtung, die magnetische Handballenauflage und auch die IP32-Zertifizierung überzeugen. Raffiniert, aber wenig selbsterklärend ist die dedizierte Multimedia-Steuerung - dafür ist ein Blick in die Bedienungsanleitung nötig. Der aktuelle Online-Preis von rund 80 Euro ist, aufgrund des Leistungsumfangs gerechtfertigt - auch wenn es in dieser Preiskategorie bereits Modelle mit mechanischen Schaltern gibt.

Pro:
+ IP32-Zertifizierung
+ hochwertige Verarbeitung
+ knackige Membran-Schalter

Contra:
- vergleichsweise hochpreisig

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Steelseries Apex 3: Saubere Verarbeitung

Die Steelseries Apex 3 Gaming-Tastatur besteht zum Großteil aus hochwertigem Polymer (Kunststoff). Trotz dieser einfachen Materialien kann die Tastatur mit einer sauberen Verarbeitung überzeugen. Auch die magnetische Handballenauflage fühlt sich wertig an und bietet einiges an Ergonomie. Wir hätten uns jedoch eine weichere Oberfläche gewünscht.

Die Handballenauflage der Steelseries Apex 3 ist magnetisch und leider nicht gepolstert.
Vergrößern Die Handballenauflage der Steelseries Apex 3 ist magnetisch und leider nicht gepolstert.
© Steelseries

Schön finden wir das stabile Metall-Scrollrad zur Regulierung der Lautstärke. Leider verzichtet Steelseries auf ein stoffummanteltes USB-Anschlusskabel, das schon fast zur Standardausstattung gehören sollte. Besser gelungen ist dafür die Kabelführung auf der Unterseite der Gaming-Tastatur. Auch die Standfüße, die die Tastatur leicht erhöhen, gefallen uns gut und ermöglichen einen angenehmen Winkel.

Dank der integrierten Klappfüße lässt sich die Steelseries Apex 3 auch etwas höher stellen.
Vergrößern Dank der integrierten Klappfüße lässt sich die Steelseries Apex 3 auch etwas höher stellen.
© Steelseries

Leise, knackige Steelseries Gaming-Membran-Schalter

Für die Steelseries Apex 3 setzt der Hersteller seine eigenen, „flüsterleisen“ Gaming-Schalter ein, bei denen es sich im Prinzip um die althergebrachte und günstige Membran-Technik handelt. Die Schalter sind laut Steelseries für 20 Millionen Anschläge ausgelegt und sollen nahezu lautlos sein. Zugegeben, zu Beginn haben wir uns etwas schwergetan, doch nach einer kurzen Eingewöhnung kamen wir sehr gut mit den knackigen Membran-Switches zurecht. Zwar sind sie nicht flüsterleise, aber definitiv für eine Büroumgebung geeignet. Leider entfällt aufgrund der eingesetzten Membran-Technik die Einzeltastenbeleuchtung, was aber zu verschmerzen ist.

Bei den "flüsterleisen" Schaltern der Apex 3 handelt es sich um Membran.
Vergrößern Bei den "flüsterleisen" Schaltern der Apex 3 handelt es sich um Membran.
© Steelseries

Reaktive RGB-Beleuchtung

Für eine besonders sanfte und leuchtstarke RGB-Beleuchtung sorgt die weiße Kunststoff-Platine, auf der sich die Schalter befinden. Dank ihr kommen die Farben und Effekte besonders gut zur Geltung. Einzig die Illumination der Tastenkappen fällt etwas dunkel aus. Über die Software Steelseries Engine 3 können Farben, Effekte der Beleuchtung in zehn Zonen an die eigenen Wünsche angepasst werden. Die reaktiven RGB-Effekte sorgen für Hinweise und Warnungen innerhalb bestimmter Games oder auch beim Eingang neuer Discord-Nachrichten. 

Eine Einzeltastenbeleuchtung gibt es nicht, dafür lässt sich die Beleuchtung in insgesamt zehn unabhängigen Zonen regeln.
Vergrößern Eine Einzeltastenbeleuchtung gibt es nicht, dafür lässt sich die Beleuchtung in insgesamt zehn unabhängigen Zonen regeln.
© Steelseries

IP32-Zertifizierung und Multimedia-Features

Dank der IP32-Zertifizierung ist die Steelseries Apex 3 gegen Spritzwasser geschützt und hält somit dem Umschütten eines Getränkes durchaus stand. Als praktisch erweisen sich zudem das Metall-Scrollrad für die Regelung der Lautstärke und die dedizierte Multimedia-Steuerung. Letztere besteht aus einem Schalter über dem Nummernblock. Darüber lässt sich die Wiedergabe starten und stoppen und auch das Weiterschalten zum nächsten Lied lässt sich darüber steuern. Zunächst ist die Bedienung wenig selbsterklärend, doch nach einem Blick ins Handbuch wird klar, dass es darauf ankommt, wie oft und lange man die einzelne Taste drückt. Ein Beispiel: Zwei Tastendrücke schalten ein Lied weiter, drei schalten eins vor.

Die Lautstärkewalze ist toll, nur der einzelne Multimedia-Knopf ist zuerst gewöhnungsbedürftig.
Vergrößern Die Lautstärkewalze ist toll, nur der einzelne Multimedia-Knopf ist zuerst gewöhnungsbedürftig.
© Steelseries

Umfangreiche Software: Steelseries Engine 3

Die kostenlose Software Steelseries Engine 3 erlaubt nicht nur die Programmierung von Makros, sondern auch die Anpassung der Tastenbelegung. Auch die zehn Zonen der RGB-Beleuchtung sowie die Farben und Effekte kann der Nutzer hierrüber anpassen. In der Programm-Bibliothek sind Spiele und Programme aufgeführt, die die Software automatisch erkannt hat. Diese lassen sich nun für die reaktive RGB-Beleuchtung anpassen. Die Oberfläche ist recht anwenderfreundlich und übersichtlich. Alle Änderungen gehen uns recht leicht von Hand.

 

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