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Sharkoon Skiller SGH30: Günstiges Gaming-Headset mit RGB und Raumklang im Test

31.10.2020 | 11:20 Uhr |

Das Sharkoon Skiller SGH30 bietet eine RGB-Beleuchtung, virtuellen 7.1-Raumklang und einen selbsteinstellenden Kopfbügel sowie weiche Kunstlederohrpolster – alles für nur 30 Euro. Ob der Klang und Komfort zu diesem Preis überzeugen können, klärt unser Test.

Das Gaming-Headset Sharkoon Skiller SGH30 tritt zum Test an und muss gegen die Vorgänger-Modelle bestehen - die konnten in der Vergangenheit fast durchweg mit einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis punkten.

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Sharkoon Skiller SGH30: Komfortabler, aber nicht perfekter Sitz

Das Sharkoon Skiller SGH30 ähnelt rein äußerlich dem 2018 veröffentlichten Vorgänger SGH3: Ein flexibles, gepolstertes Kopfband, das sich automatisch an so ziemlich alle Kopfgrößen anpasst, darüber ein Kopfbügel aus Metall sowie zwei dick gepolsterte Ohrmuscheln. Insgesamt ist das Gaming-Headset also schnell aufgesetzt und äußerst komfortabel zu tragen – nur liegen die mit Kunstleder überzogenen Ohrpolster nicht komplett auf, sondern lassen einen minimalen Spalt breit Luft nach oben. Das ist nicht allzu dramatisch, aber ungewohnt. Nur kommen wir unter dem Kunstleder der Polster recht schnell ins Schwitzen, dafür werden aber die Umgebungsgeräusche gut abgeschirmt. Zu guter Letzt: Insgesamt ist die Verarbeitung tadellos, hier knarzt oder scheppert nichts.

Der Kopfbügel ist aus Metall, das Kopfband stellt sich dank eines Zugbandes automatisch an so ziemlich jede Kopfgröße ein.
Vergrößern Der Kopfbügel ist aus Metall, das Kopfband stellt sich dank eines Zugbandes automatisch an so ziemlich jede Kopfgröße ein.
© Sharkoon

RGB-Beleuchtung: Nett, aber nicht programmierbar

Als zusätzliches, optisches Highlight verfügt das Sharkoon Skiller SGH30 über eine RGB-Beleuchtung in den Außenseiten der beiden Ohrhörer. Die ist gut umgesetzt und auffällig, nur leider nicht programmier- oder dimmbar. Stattdessen hat der Hersteller einen fließenden Farbwechsel integriert. Etwas mehr Flexibilität wäre hier wünschenswert gewesen.

Die RGB-Beleuchtung an den Außenseiten lässt sich nicht programmieren und wechselt fließend die Farben durch.
Vergrößern Die RGB-Beleuchtung an den Außenseiten lässt sich nicht programmieren und wechselt fließend die Farben durch.
© Sharkoon

USB-Anschluss und Bedienelemente

Das Gaming-Headset lässt sich ausschließlich über USB an PCs, Notebooks und die Playstation 4 anschließen – bei letzterer Anbindung entfällt jedoch der zuschaltbare 7.1-Raumklang. Das Kabel ist fest mit dem SGH30 verbunden, für eine bessere Haltbarkeit mit Stoff ummantelt und stolze 2,4 Meter lang. An der linken Ohrmuschel befinden sich zwei Bedienelemente: Ein Lautstärkedrehrad und ein Schiebeschaler zur Mikrofonstummschaltung, die sich beide auch gut erreichen lassen.

Der Anschluss erfolgt stets über USB an den PC, das Notebook oder die Playstation 4.
Vergrößern Der Anschluss erfolgt stets über USB an den PC, das Notebook oder die Playstation 4.
© Sharkoon

Klangoptimierung in der Gratis-Software

Für die Klangverarbeitung zeichnet sich ein im Sharkoon Skiller SGH30 verbauter Soundchip von C-Media verantwortlich. In der zugehörigen, kostenlosen Software „Sharkoon Audio Center“ lässt sich dann der Klang auch nochmal an die eigenen Wünsche anpassen. Mit einem Rechtsklick auf die Lautsprecher oder das Mikrofon in der linken Fensterseite öffnet sich ein Kontextmenü mit den verschiedenen Kategorien, wie eben Equalizer oder 7.1-Raumklang. Typisch für C-Media sind die sogenannten Xear-Effekte, die die Klangwieder- und -ausgabe noch einmal verbessern sollen. In der Praxis ist aber größtenteils das Gegenteil der Fall: Aktivieren wir beispielsweise unter „Noise Reduction“ die Option, Umgebungsgeräusche aus den Mikrofonaufnahmen zu filtern, dann wird die Stimme massiv verfälscht und klingt sehr dumpf. Aber immerhin ist das Rauschen weg!

Auch für das Mikrofon gibt es in der Software Einstellmöglichkeiten, einige davon sind nur Spielereien, wieder andere einfach nicht zu empfehlen, weil sie die Qualität der Sprachübertragung beeinträchtigen.
Vergrößern Auch für das Mikrofon gibt es in der Software Einstellmöglichkeiten, einige davon sind nur Spielereien, wieder andere einfach nicht zu empfehlen, weil sie die Qualität der Sprachübertragung beeinträchtigen.

Finger weg von den Equalizer-Profilen

Ähnliches gilt für die Equalizer-Profile, wie sie in der Software für verschiedene Musik-Genres wie Rap, Rock oder Jazz bereitstehen. Die verschlechtern die Wiedergabe so stark, dass wir nur davon abraten können. Ohnehin finden wir, dass der pure Stereoklang ohne irgendwelche Anpassungen am besten klingt, vor allem bei Musik. Nicht übel ist aber auch der virtuelle 7.1-Raumklang, der eine spürbare Räumlichkeit vermittelt, und zwar sowohl in Filmen, als auch in Spielen. Nur könnte der Bass im Allgemeinen mehr Tiefe vertragen, bei krassen Bässen kommt das Sharkoon Skiller SGH30 manchmal schon an seine Grenzen.

Die voreingestellten Equalizer-Profile in der Software verhunzen nur das eigentlich schon recht gute Klangbild - also Finger weg!
Vergrößern Die voreingestellten Equalizer-Profile in der Software verhunzen nur das eigentlich schon recht gute Klangbild - also Finger weg!

Überraschend gutes Mikrofon

Der Mikrofonarm ist recht flexibel und hält das Mikrofon mit dem abnehmbaren Popfilter in der gewünschten Position. Überraschend gut für diese Preisklasse ist jedoch die Stimmübertragung. Ohne Anpassungen oder weitere Einstellungen klingt die Stimme sehr natürlich, was uns auch über das leichte Hintergrundrauschen hinwegsehen lässt. Leider ist das Mikrofon nicht abnehmbar – sehr schade!

An der linken Ohrmuschel des Skiller SGH30 befinden sich Bedienelemente um die Laustärke zu erhöhen und das Mikrofon stumm zu schalten.
Vergrößern An der linken Ohrmuschel des Skiller SGH30 befinden sich Bedienelemente um die Laustärke zu erhöhen und das Mikrofon stumm zu schalten.
© Sharkoon

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