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Test: Sharkoon Rush ER30 - günstiges Gaming-Headset mit sehr gutem Mikrofon

24.03.2021 | 11:20 Uhr |

Beim Sharkoon Rush ER30 will sich der Hersteller auf die wichtigsten Tugenden eines Gaming-Headsets konzentriert haben. Ob das für rund 30 Euro überhaupt möglich ist, klärt unser Test.

Mit dem Sharkoon Rush ER30 haben wir ein erschwingliches Gaming-Headset im Test, das aktuell nur 32 Euro kostet. Dennoch soll das Gerät alles bieten, was Gamer brauchen: guten Klang, klare Sprachübertragung, hohen Tragekomfort, intuitive Handhabung und ein auffälliges Design. Ob all das dem Hersteller gelingt erfahren Sie in diesem Artikel.

Die besten Gaming-Headsets im Test

Sharkoon Rush ER30: Gaming-Headset zum niedrigen Preis

Das Sharkoon Rush ER30 kostet nur 32 Euro – und das merkt man auch der Haptik an. Das komplette Gaming-Headset besteht aus Plastik, dafür gibt es aber ein Aluminiumband für den Kopfbügel. Insgesamt wirkt das Headset auch etwas klobig. An den Außenseiten integriert Sharkoon hinter Metallgittern das eigene Logo und lässt es in einem Regenbogeneffekt leuchten. Das sorgt zwar für eine auffällige Optik, aber ändern kann man den Effekt oder die Farben leider nicht. Damit ist es eine nette Spielerei, die nicht unbedingt hätte sein müssen. Alternativ wäre eine Anpassung der Beleuchtung, damit man sie mit dem restlichen Gaming-Setup synchronisieren könnte, sinnvoll gewesen.

An den Außenseiten integriert Sharkoon hinter Metallgittern das eigene Logo und lässt es in einem Regenbogeneffekt leuchten. Das sorgt zwar für eine auffällige Optik, aber ändern kann man den Effekt oder die Farben leider nicht.
Vergrößern An den Außenseiten integriert Sharkoon hinter Metallgittern das eigene Logo und lässt es in einem Regenbogeneffekt leuchten. Das sorgt zwar für eine auffällige Optik, aber ändern kann man den Effekt oder die Farben leider nicht.
© Sharkoon

Ansonsten sitzt das Sharkoon Rush ER30 trotz des Gewichts von 320 Gramm gut und gemütlich auf dem Kopf, da der Kopfbügel und die Ohrmuscheln weich gepolstert sind. Ab Werk wird das Gaming-Headset mit Polstern ausgeliefert, die mit Kunstleder überzogen sind. Die schirmen auch merklich von der Außenwelt ab, womit sich Gamer besser auf das Spiel konzentrieren können. Allerdings kommt man so auch deutlich schneller ins Schwitzen um die Ohren herum. Zu unserer Überraschung befinden sich im Lieferumfang aber auch Wechsel-Ohrpolster, die mit einem atmungsaktiven Stoffüberzug bespannt sind. Die lassen eine bessere Luftzirkulation zu, jedoch schirmen sie nicht so gut ab wie die Kunstleder-Varianten. Zum Preis von rund 30 Euro hätten wir das nicht erwartet – sehr schön!

Das Sharkoon Rush ER30 sitzt trotz des Gewichts von 320 Gramm gut und gemütlich auf dem Kopf, da der Kopfbügel und die Ohrmuscheln weich gepolstert sind.
Vergrößern Das Sharkoon Rush ER30 sitzt trotz des Gewichts von 320 Gramm gut und gemütlich auf dem Kopf, da der Kopfbügel und die Ohrmuscheln weich gepolstert sind.
© Sharkoon

Bedienung und Ausstattung

An der linken Ohrmuschel des Sharkoon Rush ER30 befinden sich an der Rückseite ein freilaufendes Lautstärkedrehrad und ein Schiebeschalter zur Mikrofonstummschaltung, die beide leicht erreichbar sind. Weiter unten befindet sich auch das Anschlusskabel, das nicht abnehmbar ist. Das Kabel selbst ist nicht mit (Kunst-)Stoff ummantelt, um es haltbarer und robuster zu machen. Bei dem Preispunkt ist das aber nicht verwunderlich. Das Kabel selbst ist mit einer Länge von 2,20 Meter großzügig bemessen! Der Anschluss selbst erfolgt über USB, da die RGB-Beleuchtung mit Strom versorgt werden möchte. Eine Software, um beispielsweise die LEDs oder den Klang noch weiter einzustellen, gibt es leider nicht.

Das USB-Anschlusskabel ist mit einer Länge von 2,20 Meter großzügig bemessen.
Vergrößern Das USB-Anschlusskabel ist mit einer Länge von 2,20 Meter großzügig bemessen.
© Sharkoon

Der Klang des Sharkoon Rush ER30 kommt aus 50 Millimeter großen Audiotreibern, der Frequenzbereich liegt bei gängigen 20 bis 20.000 Hertz, die Impedanz auf durchschnittliche 32 Ohm. Damit lässt sich das Headset auch an der Playstation 4 via USB betreiben. Das Mikrofon sitzt am Ende eines flexiblen, ebenfalls nicht abnehmbaren Mikrofonarms. An der Spitze integriert der Hersteller auch eine weiße LED. Anstatt aber als Statusanzeige zu dienen, ob das Mikrofon stummgeschaltet ist, leuchtet sie nur aus Design-Gründen konstant vor sich hin. Ein vielleicht kleines Feature, aber ein sehr nützliches, das uns tatsächlich fehlt.

Klang und Mikrofon

Der Sound des Sharkoon Rush ER30 ist klar auf die Mitten hin fokussiert, was beim Zocken und bei Filmen durchaus auch Sinn macht. Die Bässe sind schön satt, könnten aber etwas wärmer sein. Bei den Höhen wünschen wir uns dafür etwas mehr Klarheit und insgesamt ist das Klangbild leicht dumpf, wenn auch nicht störend. Insgesamt ist der Klang also ordentlich, aber nicht High-End.

Das Mikrofon kann auf ganzer Linie überzeugen: Die Qualität der Sprachübertragung ist fast schon natürlich, auch Nebengeräusche filtert das Mikrofon recht effektiv heraus.
Vergrößern Das Mikrofon kann auf ganzer Linie überzeugen: Die Qualität der Sprachübertragung ist fast schon natürlich, auch Nebengeräusche filtert das Mikrofon recht effektiv heraus.
© Sharkoon

Dafür kann das Mikrofon auf ganzer Linie überzeugen: Die Qualität der Sprachübertragung ist fast schon natürlich, auch Nebengeräusche filtert das Mikrofon recht effektiv heraus. Die Filterung von Zisch- und Plopp-Lauten ist ebenfalls sehr gut. Damit bleibt der Gamer in jeder Situation klar verständlich und Besitzer mit teils teureren Headsets dürften wohl recht neidisch auf das Mikrofon des Sharkoon Rush ER30 sein.

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