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Roccat Pyro: Mechanische Tastatur für Einsteiger im Test

02.09.2021 | 08:01 Uhr |

Die Roccat Pyro ist eine vollwertige mechanische Tastatur für Gamer, doch der Preis ist zu hoch, um sich von der Masse abzusetzen.

Wir haben die Roccat Pyro im Test – eine „echte“ mechanische Gaming-Tastatur, die zeitgleich mit der günstigeren Rubberdome-Tastatur Roccat Magma (zum Test) erschienen ist. Für den Aufpreis sorgen mechanische Schalter von TTC und eine Aluminiumoberplatte.

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Roccat Pyro: Schlichtes Auftreten mit toller RGB-Beleuchtung

Schon als wir die Roccat Pyro auspackten, waren wir positiv überrascht. Obwohl sie aus dem gleichen eher unspektakulärem Kunststoffgehäuse wie die Roccat Magma besteht, unterscheidet sich die Pyro durch eine gebürstete Aluminium-Oberplatte unter den Tasten. Dies verleiht der Pyro ein viel schlichteres, professionelles Auftreten. Allerdings ist das Keyboard insgesamt recht groß (44,7 x 15,2 x 3,6 Zentimeter) und nimmt viel Platz auf dem Tisch ein, was Käufer unbedingt vorab bedenken sollten.

Bemerkenswert finden wir auch die Umsetzung der RGB-Beleuchtung. Die Leuchteffekte heben sich wunderbar von der glatten schwarzen Oberfläche der Tastatur und der Tasten ab. Nicht wie im Vergleich zur Magma, bei der die komplette Oberplatte RGB-beleuchtet ist und unserer Meinung nach etwas zu viel des Guten ist.

Die Lautstärke lässt sich außerdem intuitiv über das Drehrad an der rechten oberen Ecke regeln, was wir immer sehr begrüßen.
Vergrößern Die Lautstärke lässt sich außerdem intuitiv über das Drehrad an der rechten oberen Ecke regeln, was wir immer sehr begrüßen.
© Roccat

Programmierbare RGB-Beleuchtung

Wenig überraschend lassen sich die RGB-Effekte der Roccat Pyro vollständig nach den eigenen Wünschen anpassen. Hierfür stellt der Hersteller eine Reihe von Optionen zur Verfügung, aus denen Sie wählen können. Selbstverständlich können Sie auch die gewünschte Helligkeit und Geschwindigkeit der Effekte wählen.

Apropos Programmierung: Mit an Bord ist auch Roccats Easy-Shift-Funktion, die alle Tasten mit einer zweiten respektive dritten Tastenbelegung versehen kann. Standardmäßig (da programmierbar) müssen Sie hierfür die Caps-Lock-Taste gedrückt halten, um Easy Shift zu aktivieren. Während Sie die Taste gedrückt halten, wird quasi das vorab in der Software programmierte Layout aktiviert.

Die Leuchteffekte heben sich wunderbar von der glatten schwarzen Oberfläche der Tastatur und der Tasten ab.
Vergrößern Die Leuchteffekte heben sich wunderbar von der glatten schwarzen Oberfläche der Tastatur und der Tasten ab.
© Roccat

Mechanische Schalter von TTC

Die flinken, reaktionsschnellen Schalter der Roccat Pyro kommen vom chinesischen Hersteller TTC, verbaut sind die roten Versionen. Die sind fürs Gaming absolut geeignet. Dank des kurzen Druckpunkts, der bereits nach zwei Millimetern und mit einem Druck von 45 Gramm erreicht ist, springt jede Taste nach dem Drücken mühelos zurück und bietet nahezu keinen Widerstand - ein besonders wichtiges Merkmal für kompetitives Zocken, wie zum Beispiel von schnellen Shootern wie Call of Duty oder Overwatch. Übrigens lösen die Schalter ohne hörbares Klicken aus und sind ausgelegt auf eine Lebensdauer von 50 Millionen Anschlägen. Die Schalter müssen sich aufgrund der Schaltcharakteristik und des Designs den direkten Vergleich mit den Cherry MX Red gefallen lassen.

Die Roccat Pyro in der Praxis

Und wie schlägt sich die Roccat Pyro in der Praxis? Kurz gesagt: ziemlich gut. Das Tippen auf der Tastatur ist zufriedenstellend. Das lineare Feedback dieser mechanischen Tastatur wird nie langweilig. Das Tippen von langen Texten auf der Pyro ist durchweg angenehm, und deshalb können wir sie auch Vielschreibern empfehlen.

Die Lautstärke lässt sich außerdem intuitiv über das Drehrad an der rechten oberen Ecke regeln, was wir immer sehr begrüßen. Nur leider verbaut Roccat keine Extra-Tasten für eine dedizierte Mediensteuerung, was uns definitiv fehlt. Mitgeliefert wird auch eine abnehmbare Handballenauflage, bei der es sich jedoch nur um ein Stück Plastik handelt, ohne jegliche Polsterung. Schon nach kurzer Zeit wird sie also recht unangenehm.

 

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